Jahresrückblick: Dossier: Unsere Film:Sex-Reihe

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Jahresrückblick

Ein Beitrag von Redaktion

Filmstill zu Some like it hot / Manche mögen's heiß
Tony Curtis, Jack Lemmon und Marilyn Monroe in "Manche mögen's heiß"

Nicht männlich genug — Von der Sissy bis zum Homo, männliche Witzfiguren

Spätestens seit Billy Wilders Klassiker Manche mögen’s heiß ist der unmaskuline Mann ein bewährter Lacher der Filmgeschichte. In ihrem Text beschreibt Susanne Gottlieb, wie solche Witze immer auch ein Spiegel der Männlichkeitsvorstellungen der Gesellschaft sind. Davon betroffen ist nicht nur die Figur des sensiblen Heteros (Rubbeldiekatz), sondern auch immer wieder der homosexuelle Mann (Coming In), dessen sexuelle Identität immer noch mit einer Bandbreite von Weichei bis Drama-Queen dargestellt wird. Auch wenn sich über die Jahre viel verändert hat, das Bild des Mannes als abgebrühter Macher, der sexuell als auch beruflich alle Zügel in der Hand hält, zieht sich immer noch als Ideal durch die Kinos.

 

Peinlich, folgenreich, transformierend: Das erste Mal im Film

AfterPassion_1.jpg
Still aus „After Passion“   © Constantin Film


Das Entdecken der Sexualität und vor allem das erste Ausleben wurde vergleichsweise spät zum Thema für die Kinos. Die Reihe Eis am Stiel zählte zu den ersten bekannten Vertretern, die das erste Mal für sich entdeckten. Vor allem aber als Peinlichkeitsparade, die sich bis heute duch die Teenie-Komödie zieht. Andreas Köhnemann zeigt jedoch die ganze Palette der Erweckungsszenen von schön (Crazy, Moonlight) über tödlich (die Slasher-Filme der Neunziger) bis stockbieder (Twilight). Dabei kann sogar ein mit Klischees überladener Film wie After Passion interessante Einblicke gewähren.

 

Frauennot, Frauenglück, Männersorgen

Julia Jentsch in "24 Wochen"; good movies!
Julia Jentsch in „24 Wochen“; good movies!

Abtreibung ist immer noch ein kontroverses Thema. Auch wenn es nicht mehr derartig um sich greift, wie zu Zeiten der Weimarer Republik. Als filmisches Dokument dieser Zeit dient Hans Tintners Cyankali, der für Zensur-Exzesse und Proteste vor den Lichtspielhäusern sorgte. Die Anklagen dieser Zeit wichen in den Sechzigern zugunsten der Perspektive des (männlichen) Arztes, der in Die Ehe des Dr. med. Danwitz oder Ich kann nicht länger schweigen und dessen moralischen Dilemmas. Neuere Filme wie 24 Wochen oder viel intensiver Sophiiiie! geben auf die Frage nach richtig oder falsch keine vorgegebene Antwort. Die richtige Lösung?
 

Roe vs. Wade; NBC
Roe vs. Wade; NBC

Roe vs. Wade — Ein Network rudert zurück

Um Abtreibungen ging es auch bei einem Skandal, den 1989 der US-Fernsehfilm Roe vs. Wade mit Holly Hunter auslöste. In unserer Textereihe Filmgeschichte(n) schauen wir darauf zurück, wie damals konservative und religiöse Anti-Abtreibungs-Organisationen zum Werbeboykott aufriefen — und wie die Zuschauer auf den Film reagierten.

 

Macht und Sexualität — Wem gehören die Filmkörper?

Marlene Dietrich in "Der Blaue Engel"; Gemeinfrei
Marlene Dietrich in „Der Blaue Engel“; Gemeinfrei

Die Aufregung über die Filme von Abdellatif Kechiche hat Susanne Gottlieb zum Anlass genommen, um sich mit der Inszenierung von menschlichen Körpern im Kino zu beschäftigen. Dabei interessiert sie sich nicht nur für den male gaze, sondern berücksichtigt auch, was passiert wenn Frauen hinter der Kamera stehen oder Minderheiten abgebildet werden. Dass dabei bis heute Doppelstandards gelten, zeichnet sie beispielsweise an den Reaktionen auf Sexszenen der Figuren aus der Erfolgsserie Game of Thrones nach.

 

„No Sex, Please!“ — Asexualität im Film

Skye Noel und Kyle S. More in „The Olivia Experiment“; Indican Pictures
Skye Noel und Kyle S. More in „The Olivia Experiment“; Indican Pictures

Oft traut sich das Kino zwar nicht, Sex zu zeigen, doch letztlich scheint es fast immer darum zu gehen. Herausfordernder als die expliziteste Sexszene oder die eindeutigste sexuelle Anspielung sind deshalb womöglich Figuren, die an Sex schlichtweg kein Interesse haben. Andreas Köhnemann identifiziert die wenigen Filme und Serien, in denen es offen asexuelle Figuren gibt und erforscht, wie diese inszeniert werden.

 

„Nicht die Seife fallen lassen“ — Sexuelle Gewalt als Witz im Film

Der Knastcoach - Poster-Ausschnitt; Warner Bros.
Der Knastcoach — Poster-Ausschnitt; Warner Bros.

Sex soll Spaß machen – Sexuelle Gewalt hingegen gilt gemeinhin als zutiefst verachtenswert. Und doch werden Übergriffe, verbale wie körperliche, in einigen Filmen zu simplen Gags gemacht. Was schockiert, ist ihre Beiläufigkeit, findet Christian Neffe. Ausgehend von der Standardsituation mit der Seife zieht er Linien von einigen Komödienklassikern der Filmgeschichte zu heutigen Streifen.

 

Wer mit Wem — Unsere Liebsten Sexszenen

Arsenal Filmverleih/Kino Lorber/Warner Bros.
Arsenal Filmverleih/Kino Lorber/Warner Bros.

Unsere Redaktion hat tief in den Schubladen verborgener Gelüste gekramt und ihre ganz persönlichen liebsten Sexszenen zusammengetragen. Erwartbarerweise ist dabei eine ganze Bandbreite an Spielarten zusammengekommen — homo, hetero, BDSM, vorsichtig und leidenschaftlich — whatever works.

 

Baby, we’re a firework — Sexuelle Metaphern im Film

Grace Kelly und Cary Grant in „Über den Dächern von Nizza“; Paramount Home Entertainment / Public Domain via Pixabay
Grace Kelly und Cary Grant in „Über den Dächern von Nizza“; Paramount Home Entertainment / Public Domain via Pixabay

Ein Zug. Ein Feuerwerk. Eine Champagnerflasche. Harmlose Filmmotive? Mitnichten! Vielmehr stehen sie für sexuelle Erlebnisse – mal als clevere Anspielungen, mal als plumpe Gags. Die Wurzeln dieser Filmsprache stammen aus der Zeit des Hays-Code, der die Darstellung jeglicher Sexualität in US-Produktionen rigide drosselte. Andreas Köhnemann interessiert aber auch, wie Regisseure heute in vermeintlich offenen Zeiten mit solchen visuellen Metaphern umgehen.

 

9 Coming Outs, bei denen wir Tränchen vergossen haben

DEFA Stiftung/Amazon Studios/Walt Disney Television
DEFA Stiftung/Amazon Studios/Walt Disney Television

Dass Film- und Serienfiguren ihr Coming Out haben, ist glücklicherweise nicht mehr so eine Seltenheit, wie noch vor wenigen Jahren. Wir haben Coming Outs gesammelt, bei denen wir wahlweise Tränen der Freude oder Rührung vergossen haben - homo, bi, trans*, asexuell - whatever floats our boats.

 

Als die Hüllen fielen — Obszönität im Stummfilm

Birth of the Pearl von F.S. Armitage; American Mutoscope & Biograph
Birth of the Pearl von F.S. Armitage; American Mutoscope & Biograph

Moralaposten schwadronieren ja gern davon, wieviel sittsamer und tugendhafter früher alles war. Doch mitnichten! Solange es Film gibt, solange gibt es darin auch erotische Darstellungen. Als unter den Kleidern noch Korsette getragen wurden und die Röcke bis auf den Boden reichten, ließen die ersten Stummfilme schon die Hüllen fallen. Bianka-Isabell Scharmann weiß mehr darüber.

 

Hit Me Baby One More Time! BDSM im Film

Szene aus "The Duke of Burgundy"; Edition Salzgeber
Szene aus „The Duke of Burgundy“; Edition Salzgeber

Bei BDSM im Kino denkt alle Welt nur an Fifty Shades of Grey. Aber wie sieht es abseits davon mit sexueller Diversität auf der großen Leinwand aus? Artemis Linhart schaut sich Filme wie Secretary oder The Duke Of Burgundy an und untersucht, wie sie tradierte Rollenverhältnisse neu auslegen.

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