Specials: Gestreamt: Anne Fontaine

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Specials

In unserer Reihe „Gestreamt“ nehmen wir uns diesmal der französischen Vorzeige-Regisseurin Anne Fontaine an, deren Filme in der Regel von weiblichen Figuren handeln, ohne jedoch das Klischee des „Frauenfilms“ zu bedienen.

Marvin / Tage am Strand / Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft
Marvin / Tage am Strand / Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft

Die französische Filmgeschichte ist (wie die meisten Nationalkinematographien) eine Geschichte bedeutender Männer: Bresson, Renoir, Godard, Truffaut, Chabrol, Besson, Jeunet, Audiard… Zum Glück fällt den meisten Leuten inzwischen auf, wie einseitig dieser Blick ist. Was wäre das französische Kino ohne Guy-Blaché, Varda, Denis, Sciamma, Delpy, Fontaine?

Genau, Anne Fontaine, die sich einst in einem Interview darüber wunderte, wie es sein könne, dass man lange Zeit von der Kategorie des „Frauenfilms“ sprach. Was soll das eigentlich heißen? „Ein Regisseur zu sein, ist desexualisierend“, beschrieb sie ihre Erfahrungen. „Du wirst zu etwas Bizarrem, wenn du einen Film drehst. Während des Drehs bist du weder Frau noch Mann, sondern etwas wirklich Merkwürdiges, sehr Ambivalentes.“

Harald Krichel - CC BY-SA 3.0
Harald Krichel — CC BY-SA 3.0

Anne Fontaine, 1959 als Anne-Fontaine Sibertin-Blanc in Luxemburg geboren, war als Tochter eines Musikprofessors und Organisten von klein auf den Künsten ausgesetzt. Sie studierte Philosophie und ließ sich im Tanz ausbilden, spielte seit den 1980er Jahren Theater und kleinere Filmrollen und merkte schon bald, dass ihr das nicht ausreichte. Von einem ersten Job als Regieassistenz und eigenen Drehbuchversuchen machte sie schon bald den nächsten Schritt und gewann mit ihrem Regiedebüt Les Histoires d’amour finissent mal… en général prompt den Prix Jean Vigo. 1997 folgte ein Preis für das Beste Drehbuch auf dem Filmfestival von Venedig für Nettoyage à Sec

Seither hat sich Anne Fontaine als eine der produktivsten auch international wahrgenommenen Regisseurinnen Frankreichs etabliert. Ihre Filme handeln häufig von weiblichen Figuren, doch sie sind weit entfernt vom Klischee des „Frauenfilms“. Obwohl sie den unterschiedlichsten Genres angehören, sind sie im Kern doch stets psychologische Dramen, die sich nicht selten in ausschweifenden Rückblenden Zeit nehmen die Hintergründe und Motive ihrer Figuren zu erforschen. So auch in ihrem bisher wohl größten kommerziellen Erfolg, dem Biopic Coco Chanel — Der Beginn einer Leidenschaft. Derzeit arbeitet Anne Fontaine an einer Komödie mit dem Titel Présidents, in der Jean Dujardin und Grégory Gadebois als ehemalige französische Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande zu sehen sind.

 

Anne Fontaines Filme im Stream: 

 

Nathalie — Wen liebst du heute Nacht? (2003)

Im Erotikdrama Nathalie spielen Fanny Ardant und Gérard Depardieu ein Paar, das sich schon längst auseinandergelebt hat. Als sie entdeckt, dass er bereits mehrere Affären hatte, reagiert sie zunächst geschockt, beginnt sich jedoch allmählich dafür zu interessieren, was ihn für ihn den Reiz an den Seitensprüngen ausmacht. Sie beauftragt die Prostituierte Nathalie (Emmanuelle Béart) damit, mit ihrem Mann zu schlafen und ihr danach alle Einzelheiten zu berichten. Dieses Spiel wiederholt sich mehrfach — und zwischen den beiden Frauen erwächst eine ungewöhnliche, aber doch warmherzige Freundschaft. Bis es zur großen Konfrontation kommt.

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Das Mädchen aus Monaco (2008)

Fontaines Das Mädchen aus Monaco dreht sich um den Anwalt Bertrand (Fabrice Luchini), der die Monegassin Edith Lasalle (Stéphane Audran) im einer Mordanklage verteidigen soll: Ihr wird vorgeworfen, ihren russischen Liebhaber umgebracht zu haben. Weil Racheakte befürchtet werden, bekommt er den Bodyguard Christophe (Roschdy Zem) gestellt, mit dessen Ex-Freundin sich Bertrand alsbald auf eine Romanze einlässt. Das Mädchen aus Monaco bezieht seine Spannung vor allem aus der Gegensätzlichkeit der Figuren, die hier in einem Verwirrspiel aus Anziehung und Aversion aufeinandertreffen.

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Coco Chanel — Der Beginn einer Leidenschaft (2009)

In ihrem Biopic der legendären französischen Modeschöpferin Coco Chanel (Audrey Tautou) konzentriert sich Anne Fontaine auf deren frühere Jahre: Eine Kindheit im Waisenhaus, Arbeit in einer Bar auf dem Land, wo sie erste Kostüme für die Tänzerinnen näht. Beziehungen, die ihr Zutritt zur französischen High Society und erste Erfolge als Designerin ermöglichen. Coco Chanel — Der Beginn einer Leidenschaft ist eine klassische Aschenputtelgeschichte, aber dabei bemerkenswert unsentimental erzählt. Vor allem aber ist der Film ein Augenschmaus und wurde unter anderem für seine Kostüme mit einem César ausgezeichnet.

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Mein liebster Alptraum (2011)

In dieser Screwballkomödie spielt Grande Dame Isabelle Huppert die Pariser High-Society-Mom Agathe, deren Sohn einen neuen besten Freund hat. Dessen Vater (Benoît Poelvoorde) ist vulgär und trinkt ständig einen über den Durst. Doch plötzlich läuft sie ihm an jeder Ecke über den Weg. Ein verworrenes Beziehungsgeflecht entspinnt sich, das seinen Humor aus dem Clash der gesellschaftlichen Klassen bezieht und bei dem die beiden Hauptdarsteller einander minütlich übertrumpfen. 

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Tage am Strand (2013)

Eine verwirrende Beziehungskonstellation steht im Zentrum dieses Dramas: Lil (Naomi Watts) und Roz (Robin Wright) sind seit ihrer frühsten Kindheit befreundet. Jahrzehnte später leben sie noch immer im selben Ort an der australischen Küste von New South Wales. Sie sind nicht nur Nachbarinnen, die Leute halten sie auch längst für ein lesbisches Paar. Doch in Wirklichkeit haben beide Affären mit dem Sohn der jeweils anderen. Der Titel kündigt es schon an: In Tage am Strand bleibt nicht viel Platz für Klamotten. Dennoch sind hier endlich einmal nicht die weiblichen Figuren die visuelle Objekte der Begierde – sondern die Männer. Anne Fontaine zeigt sie adonisgleich beim Surfen oder nackt unter der Dusche – wie junge Götter.

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Gemma Bovery (2014)

In dieser Neuinterpretation des berühmten Romans von Gustave Flaubert spielt Fabrice Luchini den gelangweilten Bäcker Joubert vom Dorf, der sein Glück kaum fassen kann, als nebenan zwei Engländer einziehen: Charles (Jason Flemyng) und Gemma (Gemma Arterton) heißen nicht nur fast wie im Roman, sie verhalten sich auch so. Joubert entdeckt seinen inneren Literaten wieder und lässt Gemma fortan nicht mehr aus den Augen. Gemma Bovery wirkt zunächst ein wenig überinszeniert, wirft aber spannende Fragen auf: Wer ist hier die eigentliche Emma? Wo verläuft die Grenze zwischen Realität und Imagination? Oder die zwischen Fantasie und Spinnerei?

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Marvin (2017)

Marvin (Finnegan Oldfield), einer junger Mann mit marokkanischen Wurzeln, wächst in einem Örtchen in Ostfrankreich auf und macht eine schwierige Phase in seinem Leben durch: Er ist schwul, wofür er von Mitschülern und seinem Vater drangsaliert und beschimpft wird. Einzig seine Schulleiterin Madame Clément (Catherine Mouchet) unterstützt und bestärkt ihn. Marvin erkennt, dass er hier nicht glücklich werden kann: Er zieht nach Paris, verliebt sich und findet sein Glück in der Oberschicht. In Venedig wurde der Film 2017 mit dem Queer Lion ausgezeichnet.

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Weiß wie Schnee: Wer ist die Schönste im ganzen Land? (2019)

Die junge Claire (Lou de Laâge) lebt eigentlich ein beschauliches, glückliches Leben — wäre da nicht ihre eifersüchtige Stiefmutter Maud (Isabelle Huppert), die ihr nach dem Leben trachtet. Als Claire davon erfährt, flieht sie, kommt auf einem Bauernhof unter — und hat bald mit sieben Verehrern zu kämpfen, die um ihre Liebe buhlen. Weiß wie Schnee ist, wenig überraschend, eine moderne Interpretation von Schneewittchen, die sich tonal jedoch nicht zwischen Komödie und Thriller entscheiden kann.

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Bis an die Grenze (2020)

In Bis an die Grenze inszeniert Anne Fontaine basierend auf Hugo Boris’ Roman Die Polizisten den Gewissenskonflikt dreier Pariser Flics. Ihr moralisches Dilemma beginnt, als sie einwilligen einen illegalen Einwanderer aus nicht näher genannten Gründen zum Flughafen zu eskortieren. Er soll zurück nach Tadschikistan. Während die Polizisten mit ihm im Wagen sitzen, ergründet die Regisseurin in Rückblenden ihre Lebensentscheidungen, ihre Karrierewege und Alltagssorgen: Den harten Job mit seinen teils traumatischen Folgen, Eheprobleme, Affären und eine bevorstehende Abtreibung.

Verfügbar auf: Der Kinostart von Bis an die Grenze sollte ursprünglich im vergangenen Dezember stattfinden, wurde jedoch wegen COVID-19 verschoben. Einen neuen Termin gibt es bislang noch nicht. Wir empfehlen den Film mithilfe unseres Kinoweckers vorzumerken.

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