Fanny Ardant

Fanny Ardant

Fanny Ardant wurde am 22. März 1949 im französischen Saumur geboren. Ihr Vater war Kavallerieoffizier in Schweden und Marokko, dann Militärgouverneur von Monaco. Schon in der Klosterschule entdeckt sie ihre Liebe zum Theater und zur Literatur. Sie studierte Poltikwissenschaft in Aix-en-Provence. Ein Praktikum an der französischen Botschaft in London folgt. Dann setzt sie ihren schon längst gefassten Entschluss durch, absolviert eine zweijährige Schauspielausbildung in Paris.

Im Theater spielt sie sofort die großen dramatischen Rollen. Ihr Filmdebüt gibt sie in der Fernsehserie Die Damen von der Küste (1979), in der sie François Truffaut entdeckt. In seinem Film Die Frau nebenan (La Femme d’à côté, 1981) hat sie, neben Gérard Depardieu, ihren großen Durchbruch.

Seitdem dreht sie mit den wichtigsten europäischen Regisseuren wie Alain Resnais, Ettore Scola, Claude Lelouch, Michelangelo Antonioni, Volker Schlöndorff, aber auch mit dem Amerikaner Sydney Pollack.

Bis zu seinem Tod im Jahr 1985 war Fanny Ardant die Lebengefährtin von François Truffaut. Das Paar hat eine Tochter, die 1983 geborene Joséphine.

Filmographie — Fanny Ardant (Auswahl)

2009
Trésor (Regie: Claude Berri und François Dupeyron)
Visages (Regie: Ming-liang Tsai)

2008
Hello Goodbye (Regie: Graham Guit)
Il divo (Regie: Paolo Sorrentino)

2007
L’ora di punta (Regie: Vincenzo Marra)
Ha-Sodot (Regie: Avi Nesher)
Roman de gare (Regie: Hervé Picard)

2006
Paris, je t’aime (Regie: diverse)

2004
El año del diluvio (Regie: Jaime Chávarri)
L’odore del sangue (Regie: Mario Martone)

2003
Nathalie (Regie: Anne Fontaine)
L’Année Du Déluge (Regie: Jaime Chávarri)

2002
Callas Forever (Regie: Franco Zeffirelli)

2001
8 Frauen (8 femmes, Regie: François Ozon)
Sans Nouvelles De Dieu (Without News of God, Regie: Agustin Diaz Yanes)

2000
Change Moi Ma Vie (Change My Life, Regie: Liria Bégéja)

1999
Balzac (Balzac — Ein Leben voller Leidenschaft, Regie: Josée Dayan)
Le Libertin (The Libertine, Regie: Gabriel Aghion)

1998
La Débandade (Hard Off, Regie: Claude Berri)
Le Diner (Regie: Ettore Scola)

1997
Elizabeth (Regie: Shekhar Kapur)

1995
Ridicule – Von der Lächerlichkeit des Scheins (Ridicule, Regie: Patrice Leconte)
Auch Männer mögen’s heiß (Pédale douce, Regie: Gabriel Aghion)
Désiré (Regie: Bernard Murat)
Jenseits der Wolken (Al di là delle nuvole, Regie: Michelangelo Antonioni/Wim Wenders)

1993
Die Auferstehung des Colonel Chabert (Le Colonel Chabert, Regie: Yves Angelo)

1992
Amok (Regie: Joël Farges)

1991
La Femme Du Déserteur (The Deserter’s Wife, Regie: Michel Bat-Adam)
Rien Que Des Mensonges (Nothing But Lies, Regie: Paule Muret)

1990
Angst vor der Dunkelheit (Afraid of the Dark,
Regie: Mark Peploe)

1989
Aventure de Catherine C. (Regie: Pierre Beuchot)

1987
Sehnsucht nach Australien (Australia, Regie: Jean-Jacques Andrien)
Paura e amore (Fürchten Und Lieben, Regie: Margarethe von Trotta)
Pleure Pas My Love (Regie: Tony Gatlif)
Die Familie (La Famiglia, Regie: Ettore Scola)
Der Tölpel (Le Paltoquet, Regie: Michel Deville)

1985
Mélo (Regie: Alain Resnais)
Affabulazione (Regie: Vittorio Gassmann und Carlo Tuzii)
Ehrbare Ganoven (Conseil de famille, Regie: Constantin Costa-Gavras)

1984
Les Enragés (Regie: Pierre-William Glenn)
Liebe bis in den Tod (L’Amour à mort, Regie: Alain Resnais)
L’Été Prochain (Next Summer, Regie: Nadine Trintignant)

1983
Eine Liebe von Swann (Regie: Volker Schlöndorff)
Desiderio (Desire, Regie: Leonardo Treviglio)
Benvenuta (Regie: André Delvaux)

1982
Das Leben ist ein Roman (La vie est un roman!, Regie: Alain Resnais)
Auf Liebe und Tod (Vivement dimanche, Regie: François Truffaut)

1980
Ein Jeglicher wird seinen Lohn empfangen (Les uns et les autres, Regie: Claude Lelouch)
Bild zu La belle époque von Nicolas Bedos
La belle époque von Nicolas Bedos - Filmbild 1
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