Emmanuelle Béart

Emmanuelle Béart

Die am 14. August 1963 bei Saint Tropez geborene Emmanuelle Béart gilt als weiblicher Superstar des französischen Kinos. Als Tochter des Sängers und Poeten Guy Béart stammt sie aus einer Künstlerfamilie. Bereits als Kind spielt sie kleine Nebenrollen und nimmt später Schauspielunterricht. Zur Schauspielerei ermutigt sie Regie-Legende Robert Altman, den sie bei einem Kanada-Afenthalt kennenlernt.

Der Fotograf und Regisseur David Hamilton wird 1983 auf sie aufmerksam und gibt ihr eine kleine Rolle in seinem Film Premiers désirs (Erste Sehnsucht, 1983). Ihre erste Fernsehrolle bekommt sie 1984 in Raison perdue. Später erregt sie mit Filmen wie Un amour interdit (Verbotene Liebe, 1984) und L'amour en douce (1985) die Aufmerksamkeit der Kritiker. 

Mit Date with an Angel (Verabredung mit einem Engel, 1987) von Tom McLoughlin gibt sie 1987 ihr Hollywood-Debut. Dort spielt sie auch 1996 an der Seite von Tom Cruise in Brian de Palmas Mission: Impossible (1996).

Emmanuelle Béart gilt als einfühlsame Perfektionistin. Für den Film Un coeur en hiver (Ein Herz im Winter, 1992) nimmt sie beispielsweise ein Jahr lang Geigenunterricht.

Ihre größten Erfolge sind La belle noiseuse (Die schöne Querulantin, 1991) von Jacques Rivette und 8 femmes (8 Frauen, 2002) von François Ozon, für den sie zusammen mit ihren Mitdarstellerinnen auf der Berlinale 2002 den Silbernen Bären gewinnt. 

In Jahr 2004 war Emmanuelle Béart Mitglied der Jury des Filmfestivals in Cannes. Unter der Regie von Jacques Rivette spielt sie die Rolle der Marie in Die Geschichte von Marie und Julien (2004, siehe Bild).

Béart heiratete 2008 den Schauspieler und Schriftsteller Michaël Cohen. Dieser hatte 2007 den Roman Ça commence par la fin veröffentlicht, in dem er seine Frau für die Romanheldin Gabrielle zum Vorbild genommen haben soll, der zugehörige Film kommt demnächst in die Kinos.

Filmographie - Emmanuelle Béart

2010
Ma compagne de nuit (Regie: Isabelle Brocard, Helen Lauren)
Ça commence par la fin (Regie: Michaël Cohen)
Nous trois (Regie: Renaud Bertrand)

2009
Raas Leela (Regie: Sharat Chandra)

2008
Mes Stars et moi (Regie: Laetitia Colombani)
Disco (Regie: Fabien Onteniente)
Vinyan (Regie: Fabrice Du Welz)

2007
Les témoins (Die Zeugen, Regie: André Téchiné)

2006
A Crime (Regie: Manuel Pradal)
Le héros de la famille (Regie: Thierry Klifa)

2005
D'Artagnan et les trois mousquetaires (Regie: Pierre Aknine)
Un fil à la patte (Regie: Michel Deville)
L'enfer (Wie in der Hölle - L'enfer, Regie: Danis Tanovic)

2004
À boire (Regie: Marion Vernoux)

2003
Nathalie (Regie: Anne Fontaine)
Histoire de Marie et Julien (Die Geschichte von Marie und Julien, Regie: Jaques Rivette)
Les égarés (Regie: André Téchiné)

2002
8 femmes (8 Frauen, Regie: François Ozon)

2001
La Répétition (Regie: Catherine Corsini)
Voyance et manigance (Regie: Eric Fourniols)

2000
Les destiné es sentimentales (Regie: Olivier Assayas)

1999
La bûche (Regie: Danièle Thompson)
Elephant Juice (Regie: Sam Miller)
Le temps retrouvé (Die wiedergefundene Zeit, Regie: Raoul Ruiz)

1998
Voleur de vie (Regie: Yves Angelo)
Don Juan (Regie: Jaques Weber)

1996
Mission: Impossible (Regie: Brian de Palma)

1995
Nelly & Monsieur Arnaud (Regie: Claude Sautet)
Une femme française (Eine französische Frau), Regie: Régis Wargnier)

1994
L'enfer (Die Hölle, Regie: Claude Chabrol)

1993
Rupture (Regie: Christine Citti)

1992
Un coeur en hiver (Ein Herz im Winter, Regie: Claude Sautet)

1991
Le bateau de Lu (Regie: Christine Citti)
Contre l'oubli (Amnesty International – Schreiben gegen das Vergessen, Regie: Chantal Akerman, René Allio u.a.)
J'embrasse pas (Ich küsse nicht, Regie: André Téchiné)
La belle noiseuse (Die schöne Querulantin, Regie: Jacques Rivette)
Il viaggio di Capitan Fracassa (Die Reise des Capitan Fracassa, Regie: Ettore Scola)

1989
Les enfant du désordre (Wilde Kinder, Regie: Yannick Bellon)

1988
À gauche en sortant de l'ascenseur (Der große Blonde auf Freiersfüßen, Regie: Edouard Molinaro)

1987
Date with an Angel (Verabredung mit einem Engel, Regie: Tom McLoughlin)

1986
Manon des sources (Manons Rache, Regie: Claude Berri)

1985
L'amour en douce (Regie: Edouard Molinaro)

1984
Un amour interdit (Verbotene Liebe, Regie: Jean­-Pierre Dougnac)

1983
Premiers désirs (Erste Sehnsucht, Regie: David Hamilton)
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