Specials: Gestreamt: Quentin Dupieux

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Specials

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Quentin Dupieux hat gerade einen Lauf: Sein neuer Film startet gerade erst in den Kinos, da ist der Nächste schon auf Festivals unterwegs. Wo man die Filme des französischen Meisters des Absurden streamen kann, haben wir hier aufgelistet.

Flat Beat / Die Wache / Monsieur Killerstyle
Flat Beat / Die Wache / Monsieur Killerstyle

In den Filmen des französischen Regisseurs Quentin Dupieux ist das Surreale der Status Quo. Möglichst absurde Ideen nimmt er als Ausgangspunkt, um sie in all ihren Konsequenzen durchzuspielen. Man ist direkt froh, dass er in den letzten Jahren so eine produktive Phase durchlebt. In einer Welt mit Pandemien, mit Trump und unzähligen anderen rechten Spinnern tut es gut zu sehen, dass es im Film immer noch ein bisschen verrückter geht.

Georges Biard CC BY-SA 3.0
Georges Biard CC BY-SA 3.0

Wie Quentin Dupieux zum Film gekommen ist, ist eine nicht minder verrückte Geschichte. 1974 in Paris geboren entdeckte er schon als Teenager Fotografie und Musik für sich und als eines Tages ein Musikproduzent des Labels FCom ein Auto bei seinem Vater kaufte, entdeckte er Dupieux‘ Talent und engagierte ihn vom Fleck weg als Musikvideoregisseur. Noch im selben Jahr firmierte er unter dem Künstlernamen Mr. Oizo (eine Verballhornung des französischen Monsieur Oiseau, Herr Vogel) und brachte seinen Track „Flat Beat“ heraus, seinen bis heute bekanntesten Hit.

„Meine Kompositionen basieren auf dem Unhörbaren und der Lust, das Lied zu beenden“, erklärte Mr. Oizo einmal in einem Interview. Gewissermaßen ließe sich dieser Leitsatz auch auf die Kunst anwenden, die er unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlicht. Quentin Dupieux‘ Filme sind zumeist recht kurz und ihre kafkaeske Bühnenhaftigkeit, die Konzentration auf ihre Grundidee ohne auch nur im geringsten Dinge wie Figurenpsychologie zu beachten ist radikal anders als fast alles, was sonst in den Kinos läuft. Der Protagonist in Rubber etwa ist ein mordender Autoreifen.

Gepaart ist das Ganze häufig mit Metadiskursen über Genrekonventionen und die Mechanismen des Geschichtenerzählens. Der Mann scheint ein Kontrollfreak zu sein. Denn üblicherweise zieht er alle Fäden selbst — als Regisseur und Autor, Kameramann und Schnittmeister.

 

Quentin Dupieux‘ Filme im Stream:

 

Flat Beat (1999)

In zahlreichen Ländern schaffte Mr. Oizo es mit „Flat Beat“ auf Platz Eins der Charts und viele werden sich sicher auch noch an das entsprechende Musikvideo erinnern, das ein gelben Plüschtier namens Flat Eric zeigt. Für den Track, der vor allem aus Bassloops und einem Drum-Sample aus dem Song „Put Your Love In My Tender Care“ der The Fatback Band besteht, soll Dupieux nur zwei Stunden gebraucht haben. Macht nichts, man kriegt ihn trotzdem nicht mehr aus dem Kopf.

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Nonfilm (2001)

Als Filmemacher versuchte sich Quentin Dupieux erstmals im Jahre 2001 und drehte seinen Kurzfilm Nonfilm auf 16mm-Material. Darin erwacht ein Schauspieler (Sébastien Tellier, mit dem er danach noch häufiger zusammenarbeiten sollte) auf einem Filmset und dreht ein paar Szenen, obwohl er den Film überhaupt nicht versteht. Dann passiert ein Unfall und versehentlich erschießt er einen Teil der Crew. Der absurde Humor, die Selbstreflexivität — Dupieux‘ übliche Themen und Motive sind alle schon hier angelegt.

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Steak (2007)

Erst im Jahre 2007 folgte Quentin Dupieux‘ erster Langfilm. Protagonist von Steak ist Georges (Ramzy Bedia), der von seinen Mitschülern unentwegt gemobbt wird. Eines Tages rastet er aus und erschießt sie alle — doch an seiner statt kommt sein einziger Freunde Blaise (Eric Judor) ins Gefängnis. Steak beginnt mit Slapstick-Humor bevor er sich in absurdere Gefilde begibt — doch sie kommen, keine Sorge. Der Soundtrack stammt übrigens von Dupieux alias Mr. Oizo selbst.

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Wrong (2012)

In Wrong wacht Dolph Springer (Jack Plotnik) eines morgens auf und muss feststellen, dass sein geliebter Hund verschwunden ist. Fortan ist Dolphs Leben nicht mehr das selbe. Er setzt alles in Bewegung, um seinen Hund wiederzufinden. Mit diesem irrlichternden Film etablierte Quentin Dupieux endgültig seinen internationalen Ruf als Meister des lautstark Absurden. In Wrong verwandelt sich eine Palme in einen Tannenbaum, in einem Büro regnet es unentwegt und die Erinnerungen eines Kothaufens werden auf einen Bildschirm projiziert, wobei man sieht, wie er den Hundedarm durchwandert. 

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Wrong Cops (2013)

Obwohl es der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei Wrong Cops nicht um eine Fortsetzung von Wrong. Der Film steht für sich allein, könnte aber wegen der ähnlichen Besetzung auch als Spinoff durchgehen. Eine dreckige Komödie, die in der nahen Zukunft spielt. Verbrechen wurden vollständig abgeschafft, die einzig verbliebenen Kriminellen sind die Polizisten selbst. Unter ihnen ein schmieriger Cop, der einen versehentlich Angeschossenen verschwinden lassen muss. Der Humor in Wrong Cops ist dementsprechend raubeinig und verstörend. Und das Thema angesichts der Nachrichtenlage beunruhigend aktuell.

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Das Foto-Shoot (2013)

Zu Quentin Dupieux‘ größten Fans gehört der als „Schockrocker“ bekannte Musiker Marilyn Manson. Nachdem er Interesse daran angemeldet hatte mit Dupieux zusammenzuarbeiten, bekam er eine kleine Rolle in Wrong Cops und drehte danach noch einen Kurzfilm mit dem Regisseur, in dem er einen Fotograf mit einer recht speziellen Vision bei einem Fotoshooting spielt. Das Foto-Shoot entstand 2013 in einem „shitty parking lot“.

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Reality (2014)

Mit Reality kehrte Quentin Dupieux wieder zurück zu seinen surrealen Filmthemen und erzählte die Geschichte eines aufstrebenden Regisseurs (Alain Chabat), den nur eine Bedingung von der Finanzierung seines nächsten Films trennt: Er bekommt 48 Stunden Zeit um den grausligsten Schmerzensschrei der Filmgeschichte zu finden, der allein schon eines Oscars würdig ist. Im folgenden vermischen sichin episodischer Manier Realität, Fiktion und Träume. Wie eine französische Version von Inception mit einem Bruchteil des Budgets.

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Being Flat (2015)

Für einen Kurzfilm ließ Quentin Dupieux 2015 noch einmal die Würstchen liebende gelbe Plüschpuppe Flat Eric aus dem Musikvideo zu Flat Beat auferstehen. In Being Flat versuchen er und ein Regisseur einen passenden Flat-Eric-Darsteller für ein Bühnenstück zu casten. Derjenige muss in seinem Kostüm eigentlich nichts sagen und nur tanzen — doch die Suche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Und außerdem sind Würstchen auf der Bühne verboten.

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Die Wache (2018)

Die Wache ist eine merkwürdig invertierte Hommage an Das Verhör, den 1981er Kammerspielkrimi von Claude Miller mit Romy Schneider in einer ihrer letzten Rollen. Ein Mann sitzt in einer Vernehmung fest: Weil er vor seiner Wohnung eine Leiche gefunden und die Polizei verständigt hat, gilt er als Hauptverdächtiger. Doch Das Verhör ist bei all seiner ausgestellten Bühnenhaftigkeit in erster Linie noch immer ein psychologisches Drama. Hier ist die Psychologie getilgt, die Figuren sind nur noch Körper. Genauer: Dysfunktionale Körper.

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Monsieur Killerstyle (2019)

Georges (Jean Dujardin) steckt mitten in der Midlife-Crisis. Seine Obsession gilt seiner neuen fransigen Hirschlederjacke, mit der er frisch von seiner Frau getrennt in der Ödnis der französischen Alpen in eine Kneipe spaziert und sich als Regisseur ausgibt. Bei Denise (Adèle Haenel), die in ihrer Freizeit gerade erst Pulp Fiction chronologisch umgeschnitten hat, rennt er damit offene Türen ein. Gemeinsam wollen die beiden einen Film über die Jacke drehen. Es ist ein Heidenspaß — und auch ein ausgestreckter Mittelfinger in Richtung der gut geölten, auf Award-Tauglichkeit hin produzierten Arthousekinomaschine — wie der oscarprämierte Dujardin und César-Preisträgerin Haenel mit heiligem Ernst diesen Nonsens durchexerzieren.

Verfügbar auf: Ab morgen zum Leihen und Kaufen auf Amazon

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Mandibles (2020)

Dupieux‘ neuer Film, frisch vom Festival in Venedig, scheint sich nahtlos in dessen Filmografie einzufügen. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwachköpfe, die sich ein Auto klauen und im Kofferraum eine einen Meter große Fliege entdecken. Mit der lässt sich doch ganz sicher Geld verdienen! Außerdem in einer Nebenrolle mit dabei: Adèle Exarchopoulos.

Verfügbar auf: Aktuell in vielen verschiedenen Städten auf dem Fantasy Filmfest zu sehen. Zu allen Spielorten und -zeiten geht es hier.

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