TV-Tipps: 09.09.2019: Die letzten Wochen

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TV-Tipps

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Die Zeit die bleibt / Le Temps qui reste von François Ozon: Romain (Melvil Poupaud) und seine Großmutter (Jeanne Moreau)
Die Zeit die bleibt / Le Temps qui reste von François Ozon: Romain (Melvil Poupaud) und seine Großmutter (Jeanne Moreau)

Eine Therapie wird Romain wohl nicht mehr viel bringen. Deshalb konzentriert er sich ganz auf Die Zeit die bleibt.

Der Fotograf, gespielt von Melvil Poupaud ist gerade einmal 30 Jahre alt, als er die Diagnose bekommt: Hirntumor. Nur noch wenige Wochen zu leben. Den meisten Menschen in seiner Umgebung verrät Romain nichts und stürzt sich stattdessen ins Alltagsleben und in seine Arbeit. Besonders zu seiner Großmutter (Jeanne Moreau) entwickelt er in dieser Zeit aber ein ganz besonders innigen Verhältnis. Es gibt viele Filme, die sich mit den letzten Wochen eines Kranken auseinandersetzen, doch François Ozon fand 2005 in Die Zeit die bleibt einen interessanten Ansatz.  Der Film interessiert sich nicht dafür eine Bucket List abzuhaken und dem Zuschauer die offensichtliche Frage — Was würdest du tun? — aufzudrängen. Romain ist ja nicht einmal sonderlich sympathisch gezeichnet. Vielmehr scheint es dem Film um die grundsätzliche Frage zu gehen, was ein Leben lebenswert macht.

Die Zeit die bleibt von François Ozon mit Melvil Poupaud, Jeanne Moreau und Valeria Bruni Tedeschi, 22:00 Uhr auf Arte

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