Specials: Gestreamt: Cate Shortland

Übersicht: NewsAktuellesFundstückeIn MemoriamVerlosungThemenFeaturesKommentarSpecialsInterviewsKolumnenVideo on DemandFilmgeschichte(n)OscarsKultur-WMJahresrückblickEmpfehlungenExklusivtrailer & ClipsTV-TippsStreaming-TippsBücherTrailer des TagesHartl & BehnKinotipp der WocheTrailerschauDarling der WocheFestivalsBerlinaleBerlinale 2021Berlinale 2020Berlinale 2019Berlinale 2018Berlinale 2017Berlinale 2016Berlinale 2015Berlinale 2014Berlinale 2013Berlinale 2012CannesCannes 2021Cannes 2019Cannes 2018Cannes 2017Cannes 2016Cannes 2015Cannes 2014Cannes 2013Cannes 2012Cannes 2011DiagonaleDiagonale 2021Diagonale 2018Diagonale 2017Diagonale 2016Fantasy Film FestFantasy Film Fest 2019Fantasy Film Fest 2018Filmfest HamburgFilmfest Hamburg 2019Filmfest Hamburg 2015Filmfest Hamburg 2014Filmfest Hamburg 2013Filmfest OldenburgFilmfest Oldenburg 2019Int. Hofer FilmtageHofer Filmtage 2016Hofer Filmtage 2017DOK LeipzigDOK Leipzig 2013Locarno Film FestivalLocarno 2019Locarno 2018Locarno 2017Locarno 2016Locarno 2015Locarno 2014Locarno 2013London Film FestivalFilmfestival Max-Ophüls-PreisMax Ophüls Preis 2021Max Ophüls Preis 2020Max Ophüls Preis 2017Max Ophüls Preis 2016Filmfest MünchenFilmfest München 2021Filmfest München 2019Filmfest München 2018Filmfest München 2017Filmfest München 2016Filmfest München 2015Filmfest München 2014Filmfest München 2013Nordische Filmtage LübeckInt. Filmfestival RotterdamRotterdam 2018Rotterdam 2016Rotterdam 2015San Sebastian Film FestivalSan Sebastian 2018San Sebastian 2017San Sebastian 2016San Sebastian 2014San Sebastian 2013Sitges Film FestivalSitges 2018Sitges 2016Sitges 2014ViennaleViennale 2019Viennale 2017Viennale 2016Viennale 2015Viennale 2014Int. Filmfestspiele VenedigVenedig 2020Venedig 2019Venedig 2018Venedig 2017Venedig 2016Venedig 2015
zurück zur Übersicht
Specials

Ein Beitrag von Christian Neffe

Wir blicken auf die Werkbiografie der Regisseurin von „Black Widow“ — und zeigen, wo man ihre Filme sehen kann.

Lore / Somersault / Berlin Syndrom
Lore / Somersault / Berlin Syndrom

Anfang Juli erscheint mit Black Widow der 24. Film des Marvel Cinematic Universe — und erst der zweite, der sich um eine weibliche Hauptfigur dreht. Für die Inszenierung zeichnet Cate Shortland verantwortlich. Ein guter Anlass also, die australische Filmemacherin in unserer Reihe „Gestreamt“ unter die Lupe zu nehmen.

(c) Martin Kraft, CC BY-SA 3.0

Geboren wurde Shortland im Jahre 1968 in Temora, New South Wales. Sie machte ihren Abschluss an der Australian Film, Television and Radio School und erhielt dort den Southern Star Award als vielversprechendste Studentin. Ein Versprechen, das sich durchaus erfüllen sollte: Nach drei Kurzfilmen und der Arbeit an zwei Serien inszenierte Shortland ihren ersten Langspielfilm Somersault, der seine Premiere in Cannes feierte, zum Kritikerliebling avancierte und zahlreiche Auszeichnungen einheimste.

Im Fokus ihrer Filme stehen stets weibliche Protagonistinnen, die Shortland nie in die Rolle der liebesdurstigen Romantikerin drängt. Stattdessen müssen sie sich gegen toxische Männer oder eine intolerante, vorurteilsbehaftete Gesellschaft beweisen — und tun dies auch mit Erfolg. Wir sind gespannt, ob und wie Shortland diese Konstante in Black Widow fortführen wird.

Das hier sind ihre Filme:

 

Pentuphouse (1998)

Eine Frau steht gedankenverloren am Fenster, auf der Couch hinter ihr ein Mann, der sich ein Autorennen anschaut, bei dem es zu einem Unfall kommt — und schon weiß man: Hier wird es noch krachen. Bereits in ihrem ersten Kurzfilm bewies Cate Shortland ihr Gespür für vielsagende, erdrückende Bilder. Der Streifen dreht sich um die Clubsängerin Della (Gillian Jones), 45, ihren Liebhaber Dale (Aaron Blabey), 23, und deren toxische Beziehung, in deren Zuge Dale immer wieder finanzielle Unterstützung von Della fordert. Die gibt sich diesen Forderungen aber nicht wehrlos hin — und steht am Ende (vermeintlich) sehnsuchtsvoll und wieder allein auf der Bühne ihres Clubs.

Verfügbar bei Vimeo.

Um dem Laden dieses und anderer Drittanbieterinhalte zuzustimmen, bitten wir Sie Marketing-Cookies zuzulassen.

Marketing-Cookies zulassen

 

Flowergirl (1999)

In Shortlands zweitem Kurzfilm Flowergirl wird kein einziges englisches Wort gesprochen. Im Zentrum stehen drei Japaner*innen — eine Frau und zwei Männer — die nach Australien ausgewandert sind und sich eine Wohnung teilen. Der Film wird zwar aus männlicher Perspektive erzählt, im Fokus der Bilder und Erzählung steht jedoch die junge Dame des Trios, die zunehmend zum Zielobjekt der Handkamera wird, mit der ihr Mitbewohner hantiert, und die sich an einer Stelle auch einem Übergriff ausgesetzt sieht, letztlich jedoch ihre Selbstständigkeit bewahrt.

Verfügbar bei Vimeo.

Um dem Laden dieses und anderer Drittanbieterinhalte zuzustimmen, bitten wir Sie Marketing-Cookies zuzulassen.

Marketing-Cookies zulassen

 

Somersault — Wie Parfum in der Luft (2004)

Nach drei Kurzfilmen widmete sich Cate Shortland zunächst zwei Serien — und wechselte schließlich ins Spielfilmgeschäft. Ihre erste Regiearbeit in diesem Bereich hieß Somersault — Wie Parfum in der Luft und drehte sich um die Teenagerin Heidi (Abbie Cornish), die nach einem Streit mit ihrer Mutter Reißaus nimmt und sich Männern an den Hals wirft, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Einer von ihnen ist der 25-jährige Joe (Sam Worthington), der zwar ein Hotelzimmer für beide bucht, sie aber nicht anrührt. Er empfindet mehr für sie — sie jedoch blockt alle tieferen Gefühle ab. Es kommt noch zu einigen Wendungen und einem für das Genre unerwarteten, klischeefreien Ausgang.

Mit Somersault gelang Shortland vom Fleck weg ein großer Erfolg: Seine Weltpremiere fand in Cannes statt, bei den Australian Film Institute Awards gab es sagenhafte 13 Preise, und auch sonst räumte Somersault bei zahlreichen Festivals ab.

Verfügbar bei Joyn+ und bei gängigen VoD-Anbietern zur Leihe und zum Kauf.

Um dem Laden dieses und anderer Drittanbieterinhalte zuzustimmen, bitten wir Sie Marketing-Cookies zuzulassen.

Marketing-Cookies zulassen

 

Lore (2012)

Shortlands nächster Kinofilm war — wie auch der darauf folgende — eine australisch-deutsche Koproduktion. Lore spielt im Jahre 1945 und wird aus der Perspektive der fünf Kinder eines deutschen Nazi-Paares erzählt. Das will kurz vor Kriegsende die Flucht ergreifen und lässt die Kinder zurück in der Verantwortung der ältesten Tochter Hannelore (Saskia Rosendahl). Zuflucht sucht der Nachwuchs in Husum — ein 900 Kilometer langer Marsch steht ihnen bevor, auf dem die Protagonistin immer mehr über die Gräuel der Nazis und auch ihrer Familie erfährt.

Auch Lore, der seine Premiere in Locarno feierte, wurde mit Preisen geradezu überhäuft. Die aufwühlende Geschichte erhielt unter anderem vier Auszeichnungen beim Stockholm International Film Festival, den Preis der Filmkritik beim Hamburger Filmfest oder den Publikumspreis in Locarno.

Verfügbar bei Amazon, iTunes, Google Play und alleskino zur Leihe und zum Kauf.

Um dem Laden dieses und anderer Drittanbieterinhalte zuzustimmen, bitten wir Sie Marketing-Cookies zuzulassen.

Marketing-Cookies zulassen

 

 

Berlin Syndrom (2017)

Die im Titel zu findende Anspielung auf das Stockholm-Syndrom ist nicht ohne Grund gewählt: In Berlin Syndrom trifft eine australische Touristin (Teresa Palmer) in der deutschen Hauptstadt auf einen jungen Mann (Max Riemelt), schnell entwickelt sich eine Affäre. Am nächsten Tag verlässt der Mann die Wohnung — und schließt hinter sich ab. Was er zunächst als Versehen bezeichnet, entpuppt sich bald als perfides Vorhaben, die junge Frau in Gefangenschaft zu halten, bis sie ihm gänzlich verfallen ist. Spannender Psycho-Thriller, der zwar mit einigen Schwächen und Genre-Klischees zu kämpfen hat, aber eine Protagonistin in den Vordergrund rückt, die trotz körperlicher Unterlegenheit gegenüber ihrem Peiniger jede noch so kleine Chance nutzt, um wieder in die Freiheit zu gelangen.

Berlin Syndrom feierte seine Premiere zwar auf der Berlinale, im Gegensatz zu Shortlands letzten beiden Filmen blieb der große Preisregen allerdings aus. Es gab mehrere Nominierung bei den Australian Academy of Cinema and Arts Awards 2017, aber keine Auszeichnungen.

Aktuell verfügbar bei Netflix und bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Leihe und zum Kauf.

Um dem Laden dieses und anderer Drittanbieterinhalte zuzustimmen, bitten wir Sie Marketing-Cookies zuzulassen.

Marketing-Cookies zulassen

1 / 0
Tags

Kommentare