Darling der Woche: Margot Robbie - Leading Lady & Produzentin

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Andreas Köhnemann

Margot Robbie im Jahre 2015 auf der San Diego Comic Con International
Margot Robbie im Jahre 2015 auf der San Diego Comic Con International

Zum ersten Mal aufgefallen ist uns die 1990 im australischen Bundesstaat Queensland geborene Margot Robbie in Martin Scorseses Mix aus Biopic und Finanz-Satire The Wolf of Wall Street (2013). Hätten wir eine Schwäche für Soaps aus Down Under, hätten wir sie bereits zwischen 2008 und 2011 in stolzen 327 Episoden von Neighbours sehen können — und später auch in der kurzlebigen Sixties-Serie Pan Am (2011-2012) sowie in einer (nicht so richtig sympathischen) Nebenrolle in der Fantasy-RomCom Alles eine Frage der Zeit (2013).

In The Wolf of Wall Street zeigt sie fraglos Talent — und gewiss war es diese Rolle, die ihr viele Türen in Hollywood öffnete. Dennoch hätte dieser Part als luxuslüsterne trophy wife des von Leonardo DiCaprio verkörperten Börsenmaklers Jordan Belfort auch zur Falle werden können.

Margot Robbie
© Universal

In die Schublade der heißen, manipulativen Blondine hat sich Robbie allerdings klugerweise nicht begeben. Zwar erfüllte sie in ihrem Kurzauftritt in The Big Short (2015) einerseits noch dieses Klischee, indem sie in einer Badewanne der Champagner-Opulenz frönte, andererseits erklärte sie dem Publikum in dieser Szene komplexe Finanzprodukte. Wollte man der weiteren Filmhandlung folgen, musste man ihr also aufmerksam zuhören, statt sich von ihrem Äußeren ablenken zu lassen.

Neben einigen kleineren Produktionen (etwa dem sehenswerten Endzeitthriller Z for Zachariah oder dem eher enttäuschenden Melodram Suite Française) verwandelte sie sich in Legend of Tarzan in Jane, die Gefährtin des Titelhelden, und in der Comicverfilmung Suicide Squad in die durchgeknallte Harley Quinn — womit sie zum einzig Guten in zwei ziemlich fürchterlichen Filmen wurde.

Danach gab es für Robbie kein Halten mehr. Im Biopic I, Tonya über die Eiskunstläuferin Tonya Harding, die in Verdacht gerät, in Verbindung zu einem Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan zu stehen, ist sie in der Hauptrolle eine Sensation — wunderbar ambivalent und niemals karikaturesk. Zugleich fungierte Robbie als Produzentin.

Jan Küveler fasst diesen eindrücklichen Werdegang treffend zusammen:

„Das ist unbedingt bemerkenswert, quasi vorbildliche Emanzipation: in wenigen Jahren raus aus der formelhaften Klischeereduzierung auf das Heiße-Blondinen-Hafte, hin zur Leading Lady und Strippenzieherin hinter den Kulissen. Robbie will womöglich gar nicht so sehr das System revolutionieren. Sie will es übernehmen und von innen verbessern.“

Auch in kommenden Projekten — zum Beispiel in Terminal — wird Robbie als Produzentin tätig werden. Besonders freuen wir uns auf eine geplante Serie, in welcher die Stücke von William Shakespeare aus weiblicher Sicht erzählt werden sollen. Als Schauspielerin wird sie zudem als Queen Elizabeth I. in Maria Stuart, Königin von Schottland in Erscheinung treten.

So viel Einsatz, so viel Können verdient ohne Zweifel unser Label „Darling der Woche“. Obendrein hat Robbie einen umwerfenden Humor:

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