Darling der Woche: Liebesbrief ans Filmarchiv

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Am Wochenende war der Welttag des audiovisuellen Erbes. Als Cinephile wollten wir deshalb einmal den zahlreichen unverzichtbaren Filmarchiven in Nah und Fern unsere Liebe erklären.

Filmarchiv des Arsenal Berlin
Filmarchiv des Arsenal Berlin

Der ultimative Alptraum eines jeden Filmarchivars ist das Essigsyndrom. Bei falscher Lagerung werden chemische Prozesse im Filmmaterial in Gang gesetzt, die es austrocknen oder weich werden lassen. Es kräuselt sich, es welkt und schon wenn man die Filmdose öffnet, stößt einem der Essigdunst entgegen.

Und damit ist nur eines der vielen Obstakel beschrieben, mit denen es in Filmarchiven zu kämpfen gilt. Aber zum Welttag des audiovisuellen Erbes wollen wir uns auch nicht nur mit den Risiken und Nebenwirkungen herumschlagen. Es gilt in erster Linie jene Archive zu feiern, die uns ihre reichen Inhalte zugänglich machen, uns im Kino oder vom heimischen Sofa auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen.

Da ist zum Beispiel das Prelinger Archive, das professionelle und Amateurfilme zur amerikanischen Kulturgeschichte sammelt. Vom nuklearen Aufklärungsfilm für Vorschulkinder bis zum verführerischen Striptease ist dort so ziemlich alles zu finden. Einige Highlights haben wir hier zusammengetragen.

Ganz große Liebe gilt auch dem Korean Film Archive, das jede Menge koreanischer Klassiker in teils frisch restaurierter Fassung nicht nur auf seiner Website, sondern sogar unkompliziert in einem Youtube-Channel zugänglich macht. Besonders empfohlen sei hier Yoo Hyeon-Moks Aimless Bullet, ein großartig fotografiertes Drama über eine Familie, die sich nach dem Krieg versucht mehr schlecht als recht durchzuschlagen.

 

Eigentlich brauchen wir aber gar nicht so weit entfernt suchen. Auch hierzulande gibt es Filmarchive — und unser Augenmerk soll in erster Linie den Festivalmachern und Off-Kinos gelten, die abseits großzügiger Fördertöpfe und oftmals in selbstausbeuterischer Kleinstarbeit dafür sorgen, dass auch Filme jenseits des Kanons wiederentdeckt werden, erhalten bleiben, unter die Leute kommen. Das Münchener Werkstattkino ist so eins, das auf seiner Website auch einen kurzen Abriss seiner wechselvollen Geschichte gibt. Unverzichtbar ist natürlich das Nürnberger KommKino, von dem ausgehend uns jedes Jahr 35mm-Festivals wie der Hofbauer-Kongress oder das Terza Visione beglücken. Wer mehr über die Arbeit eines Archivars und Restaurators wissen will, dem sei dieser Vortrag über den lange verschollenen Cristiana Monaca Indemonata von Sergio Bergonzelli empfohlen:

 

Und da sind wir auch schon wieder bei den eingangs erwähnten Beschwerden. Unüberschaubare Mengen unseres Filmerbes sind vom Verfall bedroht, weil ihnen eine finanzstarke Lobby fehlt. Mit Hofbauerkommando-Mitglied Christoph Draxtra haben wir darüber vor einiger Zeit ein ausführliches Gespräch geführt. Währenddessen sind Institutionen wie das Videodrom und andere Videotheken, die durchaus ebenfalls als Form von Archiv betrachtet werden können, von der Schließung bedroht. Und bei den 100 Millionen Euro, die kürzlich von Monika Grütters für die Digitalisierung des nationalen Filmerbes beschlossen wurden, ist ebenfalls keine Rede von den Apokryphen der Filmgeschichte.

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