Empfehlungen: Streaming-Tipp des Tages für Kinder: Die Mitchells gegen die Maschinen

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Streaming-Tipps

Ein Beitrag von Rochus Wolff

Die Mitchells gegen die Maschinen - Trailer (deutsch)

Katie freut sich darauf, endlich hinaus in die weite Welt zu kommen. In ihrem Umfeld teilt niemand ihre Leidenschaft für die schrägen Videoclips, die sie macht, und ihr Vater kommt nicht damit klar, dass die ganze Familie Mitchell beim Abendessen auf ihre kleinen Bildschirme schaut. Als Katie zum College aufbricht – sie hat dort online schon Leute kennengelernt und freut sich sehr darauf, mit Menschen zusammen zu sein, die sie verstehen –, sagt er kurzerhand ihren Flug ab und verfügt: Die ganze Familie macht einen Roadtrip und bringt Katie persönlich vorbei.

Das sorgt schon nicht für große Begeisterung, aber dann bricht bei einem Zwischenstopp in einem kleinen Supermarkt auf der Strecke plötzlich der Weltuntergang herein: Eine künstliche Intelligenz aus dem Silicon Valley wehrt sich dagegen, dass sie gegen eine neuere Version ausgetauscht werden soll und schickt Roboter in die ganze Welt, um die Menschheit einzusperren. Die hätten schließlich, mit allem Wissen der Menschheit versehen, nichts anderes damit anzufangen gewusst als Wischen, Tippen, Zoomen und derlei mehr.

Eher durch Glück entgehen die Mitchells der Gefangennahme und müssen sich entscheiden: Verstecken oder Kämpfen? Auf jeden Fall müssen sie sich zusammenraufen, ein jeder der vier ein Außenseiter, eine Außenseiterin auf ihre oder seine Art. (Katies kleiner Bruder Aaron zum Beispiel liebt Dinosaurier und telefoniert alle Nummern im örtlichen Telefonbuch durch, immer auf der Suche nach jemandem, die mit ihm darüber reden möchte.)

Die Grundhandlung von Die Mitchells gegen die Maschinen klingt nach einer etwas überdrehten Familienkomödie mit einer guten Dosis Weltuntergang und Roadmovie, aber wie genau diese Mischung umgesetzt wird, macht den Film von Michael Rianda und Jeff Rowe, der ursprünglich unter dem Titel Connected – Familie verbindet vermarktet wurde, so besonders und beglückend. Hinter den Regisseuren steht das Produktionsteam des ästhetisch so atemberaubenden Spider-Man: A New Universe, und diese Erfahrung zeigt sich auch hier: Die Mitchells gegen die Maschinen mischt mit Gusto unterschiedlichste Animationsstile und changiert dabei gekonnt auch visuell zwischen lauten Actionszenen und intimem Familienportrait.

Sein sehr großes Herz verdankt der Film nämlich seinem Fokus auf die Mitchells, eine liebenswerte, aber untypische Familie – für viele Kommentator_innen ein Musterbeispiel für neurodivergente Menschen, die die Welt auf ihre sehr eigene Weise sehen und begreifen und sie genau deshalb retten können. Ein wenig spürt man im absurden Humor auch die Unterstützung von Alex Hirsch, dem wir Willkommen in Gravity Falls verdanken, bei der Erstellung des Drehbuchs. Und endlich einmal ein Film für Kinder und Erwachsene, in dem die Hauptfigur ganz nebenbei und eindeutig als queer identifiziert wird, ohne dass es für die Handlung eine besonders große Rolle spielt.

FSK 6, empfohlen ab 11 Jahren; exklusiv bei Netflix in der Flatrate enthalten.

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