Specials: Gestreamt: Ben Wheatley

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Specials

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Das neue Hitchcock-Remake Rebecca auf Netflix hat uns Lust gemacht uns noch einmal die stylischen Psycho-Horrortrips des britischen Filmemachers Ben Wheatley vorzunehmen.

A Field In England / High-Rise / Rebecca
A Field In England / High-Rise / Rebecca

Es gehört schon eine ordentliche Portion Chuzpe dazu einen großen Klassiker von Alfred Hitchcock neu zu verfilmen. Da fiele uns allerdings kaum jemand ein der besser geeignet wäre als Ben Wheatley, dessen neuer Film Rebecca seit letzter Woche auf Netflix steht.

Raffi Asdourian - CC BY 2.0
Raffi Asdourian — CC BY 2.0

Wheatley wurde 1972 in einem Vorort von London geboren und traf dort in der 6. Klasse eine gewisse Amy Jump, mit der er Jahre später nicht nur verheiratet sein, sondern auch die Drehbücher zu zahlreichen Filmen schreiben würde. Seine Karriere begann er allerdings mit Kurzfilmen und Animationen, die er im Internet auf der Website Mr. and Mrs. Wheatley veröffentlichte. Irgendwann wurde die Industrie auf ihn aufmerksam — Kurz- und Werbefilme sowie einige Arbeiten für das Fernsehen waren die Folge. Mit seinem Spielfilmdebüt, dem Kriminaldrama Down Terrace, stieß Wheatley 2009 erstmals in abendfüllende Formen vor und machte sich in den folgenden Jahren einen Namen als Regisseur von Genrefilmen.

Horror und Psychothriller, ein bisschen Action und ein kräftiger Schuss schwarzen Humors sind die typischen Zutaten eines Ben-Wheatley-Films — garniert mit postmodernem Anspielungsreichtum. Dabei entwickelte sich der Regisseur von günstigen, teilweise improvisierten Produktionen zusehends in Richtung stylish ausgestatteter Sets, die er in eleganten Tableaus einfängt. 

 

Filme von Ben Wheatley im Stream:

 

Kill List (2011)

In Ben Wheatleys zweitem Spielfilm geht es um zwei ehemalige Auftragskiller, die aus Geldsorgen einen weiteren, gut bezahlten Auftrag annehmen. Doch sie merken schnell, dass dies keine gewöhnliche Todesliste ist. Der Horrorthriller war von Stanley Kubrick sowohl als auch von einigen jüngeren Horrorfilmen beeinflusst und Wheatley überlegte sich zuerst passende Bilder für seine Vision bevor er einen Plot um die Visuals herum strickte. Das Ergebnis war eine Art überhöhter Realismus mit einem wachen sozialen Bewusstsein. Diese frische Herangehensweise ließ die Kritiker einander in ihrem Lob überschlagen: Der britische Horror habe seit den 1970er Jahren nur selten solche Höhen erreicht, schrieb etwa das Magazin Total Film.

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Sightseers (2012)

Tina und Chris (dargestellt von den britischen Comedians Alice Lowe und Steve Oram, die gemeinsam auch das Drehbuch verfasst haben) sind in gewisser Weise Nachfahren legendärer Killerpärchen wie in Bonnie und Clyde oder Badlands — doch mutet ihre tödliche Reise im Abbey Oxford Caravan wesentlich banaler an. Sie morden zum Beispiel, weil jemand die Überreste seines Eises auf den Boden fallen lässt (eine Anspielung auf die Cornetto-Trilogie des Produzenten Edgar Wright) oder aus purem Neid. Sie gehören in erster Linie selbst zu den Touristen, die elektronische Straßenbahnen im Museum bestaunen — oder den größten Bleistift der Welt. Sightseers — Killers on Tour haftet bei aller selbstverständlichen Brutalität und aller kranken Komik auch etwas ganz und gar Trostloses an.

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U is for Unearthed (2012)

2012 beteiligte sich Ben Wheatley an dem Horror-Anthologiefilm The ABCs of Death, der in 26 kurzen Kapiteln verschiedene Arten auf brutale Weise zu sterben durchspielt. Sein Segment trägt den Titel U is for Unearthed und erzählt radikal aus der Perspektive eines Monsters (und mit nervenzerfetzendem Sounddesign), das gejagt wird und selbst ein paar Leute umbringt bevor es schließlich selbst in die Falle geht. Spannend ist dabei, wie die Kamera ausschließlich die Leute zeigt, die gegen das Monster kämpfen — so verwischen die Grenzen zwischen Tätern und Opfern.

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A Field in England (2013)

Die surreal-psychedelischen Momente, die bisher in seinen Filmen vorgekommen waren, trieb Ben Wheatley 2013 in A Field in England auf die Spitze, der den Regisseur endgültig einem internationale Festivalpublikum bekannt machte. Der Psychohorrorfilm ist in Schwarzweiß gedreht und angesiedelt im englischen Bürgerkrieg Mitte des 17. Jahrhunderts. Er folgt einer Gruppe Deserteure, die in einem Feld Pilze essen und davon Halluzionationen bekommen — von da an wird alles immer nur noch weirder. Eine unvergessliche Mischung aus dem Low-Budget-Horrorstyle der 1970er Jahre, Historiendrama und Formexperiment.

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Editors: Formaldehyde (2013)

Das erste Musikvideo seiner Karriere drehte Ben Wheatley 2013 für die britische Indierockband Editors: Eine alptraumhafte Episode in einem Spaghettiwesternsetting, gedreht in extremen Zeitlupen und mit surrealen Elementen.

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High-Rise (2015)

Nach seinen eher kleinen Produktionen durfte Ben Wheatley bei der Verfilmung des dystopischen Romans von J.G. Ballard endlich auch ausstattungstechnisch auf die Pauke hauen. Ein ganzer Supermarkt mit eigens designten Produktverpackungen im Stil der 1970er Jahre, Plattencover und Filmposter an den Wänden und schäbig schicke Post-Hippie-Mode machen High-Rise zu einem optischen Vergnügen. Aus der Geschichte über die Aufkündigung des Gesellschaftsvertrags in einer Stadt von einem Hochhaus mit strenger Hierarchie macht Wheatley ein postmodernes Zitatefeuerwerk: Hochglanzpoliert, mit einem exzellenten Cast (Tom Hiddleston, Elisabeth Moss, Jeremy Irons, …), dafür mit weniger Blut und Ekel als der Roman.

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Free Fire (2016)

2016 drehte Ben Wheatley erstmals einen in den USA angesiedelten Film: Free Fire ist eine schwarze Actionkomödieüber kriminelle Gruppen im Boston der 1970er Jahre. Zwei Iren wollen eigentlich Waffen kaufen, doch plötzlich fallen Schüsse und der Handel entwickelt sich zu einem spannungsreichen Katz-und-Maus-Spiel. Dafür ließ sich Wheatley von seinen geliebten dreckigen Actionstreifen der 1970er Jahre inspirieren: French Connection, Asphalt Dschungel oder The Killing standen Pate. Mit dabei sind unter anderem Brie Larson, Cillian Murphy, Armie Hammer, Sam Riley und Sharlto Copley.

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Rebecca (2020)

Rebecca basiert auf dem gleichnamigen Klassiker der Kriminalliteratur, den Daphne Du Maurier 1938 schrieb und den Alfred Hitchcock bereits 1940 erfolgreich adaptierte. Eine junge Frau (Lily James) verliebt sich darin in einen charmanten Witwer (Armie Hammer) und zieht nach der Hochzeit auf sein Familienwesen an der englischen Küste. Vor Ort muss sie jedoch feststellen, dass im Haus noch immer der Geist der vorherigen Mrs. de Winter herrscht — ganz besonders bei der grimmigen Haushälterin Mrs. Danvers (Kristin Scott Thomas). Wir werden sehen, ob der Film deutlicher als das unter Zensurvorschriften stehende Original den lesbischen Unterton des Gothic Novels herausarbeiten kann.

Verfügbar auf: Netflix

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