Darling der Woche: Am liebsten mag ich Monster

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Darling der Woche

Ein Beitrag von Katrin Doerksen

Son of Godzilla - Filmstill
Son of Godzilla - Filmstill

Am liebsten mag ich Monster heißt ein wunderbarer Comic von Emil Ferris, in dem sich unter anderem Werwölfe und blutrünstige Mutanten tummeln. Ich würde den Titel des Comics stehen lassen und ihn um die riesenhaften Bewohner des Godzilla-Universums erweitern wollen. 

Seit einigen Wochen läuft Godzilla II: King of the Monsters in den Kinos — darin ist Godzilla selbst nur die Spitze des Eisbergs. Die Echse, die erstmals 1954 auf der Bildfläche erschien und sich im ersten Film von Ishirō Honda als Manifestierung des atomaren Traumas der Japaner deuten ließ, wandelte sich nach dem Erfolg des Erstlings in zahlreichen Fortsetzungen zum Beschützer der Menschheit vor Umweltkatastrophen, verrückten Wissenschaftlern und vornehmlich anderen Monstern. Eine Aufgabe, die ihm auch im dritten amerikanischen Godzilla-Film wieder zufällt, wenn unter anderem der Flugsaurier Rodan und der dreiköpfige Drache King Ghidorah ganze Städte dem Erdboden gleichmachen.

Aber sowohl in Godzilla II: King of the Monsters als auch in den vierunddreißig übrigen Godzilla-Filmen gibt es neben dem titelgebenden Monster noch dutzende andere Kreaturen, von denen ich mir am liebsten gleich eigene neue Filme wünschen würde. Etwa von Mothra, der Laserstrahlen schießenden und lähmenden Goldstaub verstreuenden Riesenmotte. Sie hat als Larve sowie als fertiges Insekt einen prominenten Auftritt im neuen Film. Der wird ihr jedoch kaum gerecht, wenn man bedenkt, dass Mothra in einigen älteren japanischen Filmen — zum Beispiel Mothra — Das Siegel der Elias — als Gottheit und Beschützerin des Ökosystems der Erde verehrt wird.

 

Wenn wir schon beim Umweltschutz sind (ohnehin ein durchgängiges Thema in den Godzilla-Filmen), dann darf auch ein Film über Hedorah (Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster) nicht fehlen. Das schlammige Krötenvieh, das aussieht wie einem der schlimmsten Alpträume von Lovecraft entsprungen, entstand überhaupt erst aus Umweltverschmutzung und atomarem Müll. Je nach Entwicklungsstadium kann es fliegen und tödliches Gas ausströmen oder Öl spucken und Strahlen aus seinen Augen feuern. Perfekte Voraussetzungen, um auf immer wieder neue und kreative Weise Städte und Landstriche auszuradieren.

Im Übrigen gibt es nur ein einziges Monster, das im Laufe der Toho-Geschichte mithilfe des Stopmotion-Verfahrens animiert wurde: Odako, der überdimensionale Oktopus, der sich in Die Rückkehr des King Kong mit dem titelgebenden Riesenaffen anlegt. Die übrigen Monster inklusive Godzilla wurden seit dessen erstem Auftritt in den japanischen Filmen von menschlichen Darstellern in teils zentnerschweren Anzügen gespielt, die sich dadurch bis heute besonderer Popularität erfreuen.

 

Am Ende noch etwas für’s Gemüt: Wenn auch niemand so recht sagen kann, wo er hergekommen ist, hat Godzilla in einigen Filmen seiner Laufbahn wie Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn einen Sprössling namens Minilla: Eine kleine, graubraune Echse mit entfernter Ähnlichkeit zu Yoda und E.T., der Papi das würdevoller Speien atomarer Strahlen beibringt, indem er ihm beherzt auf den Schwanz tritt. In solchen Momenten entwickeln sich die düsteren Monsterfilme plötzlich zu heiterem Slapstick, und das wäre doch nach all dem Gerede von zerstörten Städten auch mal angebracht. 

Schon in Godzilla aus dem Jahre 2014 kündigte sich an, dass die aktuellen amerikanischen Filme irgendwann in naher Zukunft die Universen von Godzilla und King Kong zusammenführen werden. Neue Monsterfilme mit Platz für allerhand gräuliche Kreaturen stehen uns also ins Haus. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann auch noch ein Wiedersehen mit Shokkiras, Godzillas gigantischer Seelaus aus Godzilla — Die Rückkehr des Monsters? Mit Gigan, dem einäugigen Kreissägenmonster aus dem All aus Frankensteins Höllenbrut oder der Meeresschildkröte Kameba (Monster des Grauens greifen an)? Wir wären auch für MechaGodzilla zu haben — dann am besten gleich im Crossover mit Pokémon Meisterdetektiv Pikachu und Guillermo del Toros kaiju aus Pacific Rim.

  • Godzilla und Hedorah in "Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster"
    Godzilla und Hedorah in "Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster"

    Godzilla und Hedorah in Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster

  • Odako in "Die Rückkehr des King Kong"
    Odako in "Die Rückkehr des King Kong"

    Odako in Die Rückkehr des King Kong

  • Gigan in "Frankensteins Höllenbrut"
    Gigan in "Frankensteins Höllenbrut"

    Gigan in Frankensteins Höllenbrut

  • Minilla in "Godzilla - Attack All Monsters"
    Minilla in "Godzilla - Attack All Monsters"

    Minilla in Godzilla — Attack All Monsters

  • Kameba in "Monster des Grauens greifen an"
    Kameba in "Monster des Grauens greifen an"

    Kameba in Monster des Grauens greifen an

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