Avengers - Endgame (2019)

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Die Hoffnung stirbt zuletzt! Nachdem der Schurke Thanos am Ende von Avengers: Infinity War die Hälfte aller lebenden Geschöpfe ausgelöscht hat, suchen die verbliebenen Superhelden einen Weg aus der Misere. Ob sie erfolgreich sind?

Avengers - Endgame (2019)

Eine Filmkritik von Christopher Diekhaus

Mit dem letzten Aufgebot

Mit einem lauten Tusch und einem gewaltigen Cliffhanger endete der 2018 veröffentlichte Superhelden-Blockbuster Avengers: Infinity War und ließ Kinogänger auf der ganzen Welt rätseln, was nach der von Bösewicht Thanos (Josh Brolin) ausgelösten Katastrophe kommen könnte. Durch den Einsatz der mächtigen Infinity-Steine wurde die Hälfte allen Lebens ausgelöscht und damit auch die Weltenretter-Truppe rund um Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) radikal dezimiert. Ein krasser Einschnitt, der das Marvel Cinematic Universe auf eine neue dramatische Stufe hievte.

Die Aussichtslosigkeit des wuchtigen Showdowns im Vorgänger färbt nun auch auf den postapokalyptisch angehauchten Beginn des Nachfolgers Avengers: Endgame ab, in dem die verbliebenen Superhelden irgendwie versuchen, mit ihren schmerzhaften Verlusten und ihrer verheerenden Niederlage klarzukommen. Als eines Tages urplötzlich Scott Lang alias Ant-Man (Paul Rudd) vor dem Tor der Avengers-Zentrale steht und von seinem Ausflug in die Quantenebene berichtet, gibt es einen kleinen Funken Hoffnung. Um diesen zu nähren, stürzt sich Tony Stark mit den letzten Recken – darunter Steve Rogers alias Captain America (Chris Evans), Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johansson), Nebula (Karen Gillan), Bruce Banner alias Hulk (Mark Ruffalo) und Thor (Chris Hemsworth) – in ein gefährliches Unterfangen. 

Vor allem in der ersten, mit unerwarteten Entwicklungen gespickten Stunde hält sich der Actionanteil in Grenzen. Immer wieder rücken die Regiebrüder Anthony und Joe Russo, die bereits Avengers: Infinity War inszenierten, die Trauer der Protagonisten und ihr Bemühen um ein halbwegs normales Weiterleben in den Mittelpunkt. Ein ums andere Mal verdrücken die gebrochenen Superhelden eine Träne und schieben den Gedanken an einen planvollen Rückschlag zum Teil vehement von sich. Überraschend und erfreulich zugleich sind die berührenden Augenblicke, die das von Christopher Markus und Stephen McFeely verfasste Drehbuch einigen Figuren zuteilwerden lässt. Besonders in Erinnerung bleiben die Szenen zwischen dem zum Familienvater avancierten Tony Stark und seiner kleinen Tochter.

Irgendwann nimmt der 22. Film im Marvel Cinematic Universe dann die Abzweigung in Richtung Heist-Movie und entführt das Publikum auf einen schauplatztechnisch abwechslungsreichen Ritt, bei dem zahlreiche Avengers – mehr oder weniger ausgeprägt – mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden. Eine spannende, prominente Rolle spielt in diesem Zusammenhang Thanos’ Adoptivtochter Nebula, und erstaunlich aufwühlend ist ein Entscheidungsmoment zwischen Natasha Romanoff und Clint Barton alias Hawkeye (Jeremy Renner), der den Handlungsverlauf in nicht unerheblichem Maße beeinflusst. Der Plot ist sicherlich kein raffiniertes Meisterstück, nimmt hier und da eine zu bequeme Wendung, etwa bei Gamoras (Zoe Saldana) Sinneswandel, präsentiert sich, nicht zuletzt dank einiger gut getimter Gags, aber unterhaltsam genug, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu binden. 

Wie nicht anders zu erwarten war, mündet das verzweifelte Aufbäumen der angeschlagenen Superhelden im dritten Akt in eine monumentale Schlacht, bei der – ähnlich wie in Avengers: Infinity War – die Menge an Figuren ein Overkill-Gefühl entstehen lässt. Das, was bis dahin recht überzeugend funktioniert hat, nämlich die Einbindung aller Beteiligten, will hier nicht mehr recht gelingen. Bedauern kann man überdies, dass die beiden Russo-Brüder die im Vorgänger eingeschlagene düstere Richtung nicht mit größter Vehemenz verfolgen, Donnergott Thor (Chris Hemsworth) fast ausschließlich für platte Scherze herhalten muss und der erst kürzlich mit einem starken Soloabenteuer bedachten Carol Danvers alias Captain Marvel (Brie Larson) viel zu wenig Raum gegeben wird. Ihre Auftritte haben einen Deus-ex-Machina-Charakter und fügen der faszinierenden Persönlichkeit leider keine neuen Facetten hinzu. Fans der groß angelegten Marvel-Reihe dürften diese Schwachpunkte allerdings verschmerzen können, bekommen sie mit Avengers: Endgame doch ein episches Superhelden-Spektakel geboten, dessen dreistündige Mammutlaufzeit schneller vergeht, als man denken würde.

Avengers - Endgame (2019)

Die Fortsetzung zu „Infinity War“ wird sich auf den Showdown zwischen den überlebenden Avengers und dem Antagonisten Thanos konzentrieren.

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Meinungen
Torsten · 29.07.2019

Oh mein Gott, was ist das nur für ein Schrottfilm. Extrem laaaangatmig, ideenlos, ein verfetteter Thor... Ich wünschte ich könnte in die Vergangenheit reisen und diesen Avenger Teil ungeschehen machen. Eine Verkürzung auf 90 min. hätte das Elend zumindest etwas gemindert. Ganz schlimm...

Andreas · 04.05.2019

Hab mir eben den Film angesehen. So einen enttäuschenden Schrottfilm habe ich seit langem nicht mehr gesehen. Dialoge wie im Kasperle Theater. Vollkommen langweilig. Rausgeschmissenes Geld. Ist vielmehr ein Kinderfilm ab 0. Bin nach 1,5 h rausgerannt - was bei mir so gut wie nie vorkommt. Aber dieser Film hat es geschafft. Geh jetzt bisschen ins Fitnessstudio, Frust abbauen.

Jim Becker · 03.05.2019

Ein Hammerfilm! Habe ihn gestern mit meinem Kumpel im Kino gesehen und kann ihn nur wärmstens empfehlen.
Werde hier aber nichts über Inhalt und Ausgang verraten, denn ich möchte niemandem die Überraschung verderben. Nur soviel: an einigen Stellen gab es wirklich was zu lachen :-).
Auf jeden Fall hat es sich total gelohnt.
Ich habe mich lange auf den Film gefreut und wurde nicht enttäuscht. Und wer weiß, vielleicht hat Hollywood jetzt ja auch mal Zeit, meine Lieblingsbuchreihe zu verfilmen:
http://www.bernt.de/kaiserfront/extra.htm

DieTulpeCash · 01.05.2019

Der mit Abstand schlechteste Film den ich von Disney gesehen habe.
EGAL ob Hulk, Thor, Iron Man oder die anderen Helden die auftauchen alles für die Katz.
Und dann noch das künstliche reinpressen von Captain Marvel.
Ich kann nicht soviel essen wie ich Kotzen möchte!!!

Und das sage ich als Marvelfan der sich selbst mal nen Hulk aufs Bein gestochen hat.

Danke Disney das ihr nicht nur eure Klassiker kaputt macht... machen wir doch mal Marcel und Starwars gleich mit platt.

Gina · 29.04.2019

Einen hätte ich noch

Wer auch immer diesen Hammer hält... wenn er seiner würdig ist, möge er die Kraft Thors besitzen.

Hmmmm..., in Endgame ist es also voll kommen ok, wenn der Träger des Hammers säuft, EGOTRIP schiebt und er sich nicht mal für 5 min zusammen reißen kann, ohne an den leckeren WEIN zu denken (den sein Vater im Keller gebunkert hat!). Ist doch vollkommen schlüssig (Sarkasmus-Schild!)!!!!

Abdu · 28.04.2019

Hab mich auf den Film gefreut. Ergebnis: Meine Freude hältst sich in Grenzen. Man merkt das viel ausgeben wurde für den Film, aber die Story ist viel zu unschlüssig. Und warum konnten die Steine auf einmal auf fast an jedem Handschuh platziert werden???.... Nachdem im vorherigen Teil so ein Theater gemacht wurde um diesen Handschuh herzustellen. Fragen über Fragen....

Effekte waren gut.

Gina · 28.04.2019

Gestern gesehen - schade um die 40€ (Tickets!)....
kommt schon Leute? Als hätten die Russos Brüder kein Bock mehr gehabt!!!!
Achtung : Spoiler!!!!
Meine liebste NAT - TOD!!!! Aber Gamora darf weiter machen? Und warum zum 👿 lebt die Valküre, wo das ganze Schiff in die Luft geflogen ist und DAVOR alle abgeschlachtet worden sind??? (Wenn jmd eine Erklärung hat, immer her damit!?)
Bei Thor läuft es auch nicht! Ok, war ein Lacher, die ersten 3 Min. - er und sein Bierbauch! Aber danach nur noch, dass man sich sagt: reißt dich mal endlich zusammen.... das selbe könnte man sagen zu HULK(-memme!).... der hat sich NUR hingekniet als er von NAT Tod erfahren hat, anstatt mal dann richtig in Hulk Manier auszurasten.....

UND Captain Marvel nervt mich nur! Ganz ehrlich alle reißen sich an A... auf - sie aber kriegt es nicht mal hin, den Handschuh anzuziehen.... apropo HANDSCHUH: mir fallen 3 Personen ein, die den Handschuh/ Fingerschnipser besser weg gesteckt hätten .... euch auch?!
Und warum nicht Tony retten mit KREE Blut? Ah ja, wäre ein cooleres Ende gewesen. Tony steht auf, nach dem alle denken er wäre tot (hätte somit auch sein RUHIGERES Leben, wie Cap!) und umarmt seine kleine Morgen mit den Worten: dein Daddy verlässt dich nicht! Da er ja eh weiß, wie schwer es ist, ohne Vater aufzuwachen.... als Teenie! Schade RUSSO S echt schade - ein ganzes Jahr umsonst gefreut!!!!!

Ash · 30.04.2019

Äääääääm. Nein. Deine Version des Filmes hört sich gruselig an. Am Ende stehen immer noch zu viele.
Trotz kleiner Schwächen einer der besten Comicfilme überhaupt.

Mavi · 01.05.2019

Mit Tony Stark ist Marvel für mich gestorben - leider!!!! Er war der Mittelpol des ganzen.... seine Sprüche sind legendär!!!!
Spricht für den Schauspieler und sein großartiges Talent.

Ich bin auch dafür, dass man ihn hätte retten können.... und andere dafür den Handschuh tragen sollten....

Aber hätte hätte hätte ....

Fakt ist, der Film ist ok gemacht, Story auch ok, aber Schlussteil - naja!!!!!

Auf meiner Ranginglist kommt ENDGAME nach THOR 2 !!!!
Sorry Russo Brüder!!!! Das war mittelmäßig und dafür das es das FINALE da stellen soll, verdient er den Platz nach THOR 2....

BenG · 28.04.2019

Puure Endteuschung. Lächerliches Ende fpr eine legendere Filmreihe!!!!!

Captain gaymerica · 27.04.2019

Der enttäuschendste Film des Jahres!!
Die erste halbe Stunde is echt in Ordnung! Und dannach bekommt man 2,5 Stunden scheiße zu sehen... zu viel Audi Werbung, Fortnite hype mit reingebracht, Captain America viel, viel, viel zu stark!! Und Thor als Fetter launischer Sack... und einfach viel zu wenig von den anderen avangers/charakteren zu sehen bekommen, obwohl der Film 3 Stunden lang ist. Also den Film hätte man echt anders gestalten müssen!! #echte Enttäuschung

Martin · 26.04.2019

Vorsicht Spoiler!!!! Der Anfang ist noch Super genial gemacht. Thanos wird geswated nur um zu erfahren das er die Steine mit sich selbst zerstört hat und es keine Chance mehr gibt alles ungeschehen zu machen. Dann geben alle auf und heulen. Thor wird zu einer versoffenen Version vom Big Lebowsky, Hawkey wird zu Batman mit Messer und alle anderen Sitzen im Hauptquartier und schieben Depressionen. Bis hier hin denkt man ok jetzt ist der tiefpunkt erreicht ant man kommt und es gibt wieder Hoffnung aber ab hier wird einfach mal eben die komplette logische Reihenfolge von einfach allem über den Haufen gefahren. Gegenstände können auf einmal aus der Vergangenheit einfach weggenommen werden. Wenn thor seinen alten Hammer in der Vergangenheit ruft und in die Zukunft nimmt dann ist das für Thor the dark kingdom natürlich kein Problem. Der thor aus der Vergangenheit muss ja nicht noch in zahlreiche schlachten mit den Avengers. Man merkt einfach direkt dass die Russo Brüder einfach keinen Bock mehr hatten eine Runde Geschichte aus dem ganzen zu machen

Pekthor · 26.04.2019

Nur mal so am Rande du Professor, der Hammer und die Steine wurden zum schluss von Captain Amerika zur selben Zeit und dem selben Ort gebracht wo sie die hergenommen haben. Also hat Thor in der Vergangeheit seine Hammer quasi nie verloren und die Steine waren auch nie wirklich weg. Somit ist das eine eindeutige runde Sache die Geschichte.

Andi · 29.04.2019

Dann hättest du den Film auch bis zum Ende ansehen sollen. Grad in der Szene wo Hulk mit der Ältesten redet wird erklärt wie das Ganz sinn ergeben muss, und dass der Plan gelingen muss, da mehrere Zeitlinien gleichzeitig entstehen. Ergo (sieht man dann am Ende des Film) werden alle Steine und sogar Thors Hammer durch Cap wieder in Ihre Ursprüngliche Zeit zurückgebracht, sodass alle entstandenen Zeitlinien wieder ursprünglich verlaufen! Das ist gemäß der Zeitreise Logik perfekt und logisch gelöst!

Steffi · 26.04.2019

Ich will den Film lieben aber es gelingt mir nicht. Dr. Strange und captain marvel hätten mehr screen time bekommen sollen, mehr in die Handlung einbezogen werden müssen! Der Film war sehr langatmig. Natürlich ist Witz und Charme da gewesen, auch die Action und Emotionen aber irgendwas hat gefehlt.

N.W. · 25.04.2019

Enttäuschend.... Ach Ja, geradezu lächerlich der Film!

Christian B. · 24.04.2019

Gerade die Vorstellung besucht... 3stunden für 10€ im Kino gehockt und leider ziemlich enttäuscht! Die Story hat einen nicht mitgerissen, alles wurde ziemlich ins lächerliche gerückt. Wer sich den Film trotzdem angucken will kann das gerne tun, aber dann nicht allzu enttäuscht sein ;) Definitiv nicht der beste Film von Marvel...

Oliver2 · 08.04.2019

Ein Anruf bei den X-Men und die Geschichte mit Thanos hätte sich schnell erledigt...

WaryArtiArti · 28.03.2019

Freue mich sehr auf den Film!

Kommentare

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