Tiger-Team - Der Berg der tausend Drachen

Tiger-Team - Der Berg der tausend Drachen

Eine Filmkritik von Silvy Pommerenke

Drachenjagd und das Elixier des ewigen Lebens

Die drei Fragezeichen waren gestern, das Tiger-Team ist heute. Ausgestattet mit Laptop, MP3-Player und ebenso pfiffigen Nachwuchsdetektiven (inklusive des Quotenmädchens) lösen die drei Teenies knifflige Fälle, bei denen es auch schon mal gefährlich wird. Die Literaturverfilmung des Österreichers Thomas Brezina wurde aufwendig und mit Starbesetzung von Peter Gersina gedreht.
Die Schulferien haben gerade angefangen, und die drei Nachwuchsdetektive langweilen sich fast zu Tode. Das soll sich allerdings bald ändern, denn als sie auf einen rätselhaften Schlüssel in Drachenform stoßen, führen ihre Nachforschungen direkt nach China zum Mondscheinpalast, um den sich ein Jahrhunderte alter Mythos rankt. Die drei sind die Serienhelden der Kinderkrimireihe Tiger-Team und bestehen aus Biggi (Helena Siegmund-Schultze), die als weiblicher Gegenpart in diesem Detektivklub nicht etwa die schüchterne Rolle zugeschrieben bekommt, sondern dafür ist Patrick (Bruno Schubert) zuständig, dem in gefährlichen Situationen schon mal die Knie zittern. Luk (Justus Kammerer) hingegen ist der technische Crack des Trios und lässt Mädchenherzen schneller schlagen. Mit seinen Sommersprossen und dem smarten Lächeln verführt er in Windeseile das Publikum, und clever ist er auch noch dazu. Er ist es auch, der per Internet eine Verbindung vom Schlüssel zum chinesischen Mythos herausfindet, und mit einem kleinen Trick wird das Trio zu einer Reise nach China eingeladen, wo sie unter dem Deckmantel eine Pandafarm zu besichtigen den fehlenden zwei Schlüsseln hinterherjagen. Sie sind aber nicht die einzigen Drachenjäger sondern die teuflische Q (Iris Berben) und ihr nicht minder teuflischer Sohn Munroe (Stipe Erceg) sind ebenfalls auf der Suche nach diesen Schlüsseln, die ihnen den Zutritt zum Mondscheinpalast ermöglichen und dadurch auch zu unermesslichen Schätzen. Q hat es vor allem das Elixier des ewigen Lebens angetan, das unter den Schatzgütern ist. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, und die kleinen Detektive sind vielerlei Gefahren ausgesetzt, die sie jedoch mit Bravour meistern. Es kommt schließlich zum finalen Kampf zwischen den Kids und der bösartigen Q, der das Elixier tatsächlich in die Hände geraten ist, und die damit den Weltfrieden stören könnte…

Dass Peter Gersina ausgerechnet Das Tiger-Team — Der Berg der tausend Drachen aus der Vielzahl dieser Serie zur Verfilmung ausgewählt hat, scheint nicht weiter erstaunlich, denn im Land der aufgehenden Sonne liegt die Beliebtheit der Kinderkrimis von Thomas Brezina noch weit vor Harry Potter. Sehr aufwendig und mit vielen Special Effects hat er sich des Themas angenommen, was über manch darstellerische Schwäche der jugendlichen Schauspieler hinweghilft. Dagegen ist Iris Berben in der Rolle der Q eine wahre Offenbarung, die sich von einer ganz neuen weil unglaublich bösen Seite zeigt. Wie sie dämonisch in die Kamera blickt, die Kinder bedroht und exzentrische Ausraster zum Besten gibt, ist fantastisch. Auch Stipe Erceg als ihr treu ergebener Sohn, der so manchen Zweikampf mit den Kindern verliert, ist amüsant anzusehen. Wie man dem Film insgesamt auch anmerkt, dass alle Darsteller unglaublich viel Spaß beim Dreh gehabt haben müssen, der unter anderem auf der Chinesischen Mauer spielt, knuddelige Pandabären als Statisten hat, spannungsreich gestaltet wurde und sich in die Kinderherzen von heute spielen wird. Die Holprigkeiten in der Darstellung von Helena Siegmund-Schultze, Justus Kammerer und Bruno Schubert vergisst man denn auch schnell, und vor allem die Telegenität von Justus alias Luk lässt dem Zuschauer das Herz aufgehen.

Tiger-Team - Der Berg der tausend Drachen

Die drei Fragezeichen waren gestern, das Tiger-Team ist heute. Ausgestattet mit Laptop, MP3-Player und ebenso pfiffigen Nachwuchsdetektiven (inklusive des Quotenmädchens) lösen die drei Teenies knifflige Fälle, bei denen es auch schon mal gefährlich wird.
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