Dracula - The Dark Lord (DVD)

Dracula - The Dark Lord (DVD)

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Dieser Film saugt einem das Leben aus

Wenn ein Film nicht genügend Material bietet, um zumindest einen halbwegs passablen Trailer erstellen zu können, dann hat man ein Problem. Noch weit größer ist dieses jedoch – für den Zuschauer wohlgemerkt -, wenn der komplette Film noch um ein Vielfaches unsäglicher ist, als es der Trailer erahnen lässt. Ja, wir sprechen von Dracula – The Dark Lord, den man sich in etwa so vorstellen kann: Ein paar mehr oder minder enthusiastische Laien-Filmer und LARP-Spieler wollen bedeutungsschwangeres Kunst-Horror-Kino bringen.
Worum es geht? Das ist schwer zu sagen. Selbst der Verleih scheint sich dessen nicht ganz sicher gewesen zu sein. Sieht man sich die offizielle Synopsis an, so befasst sich die hauptsächlich mit Plattitüden, die den ewigen Blutsauger betont schwülstig beschreiben sollen, bevor ein bisschen von dem kommt, was man als Geschichte bezeichnen könnte (wenn man gerade großzügig aufgelegt ist und einen guten Tag hat).

Dracula, der aussieht wie ein Buchhalter, der sich in das kitschigste Vampir-Outfit geschmissen hat, das der Kostümverleih hergibt, sucht nach seiner Clara, die er schon immer liebte und die nun wiedergeboren ist als eine Nonne. Clara wiederum wird von der katholischen Kirche benutzt, um Dracula eine Falle zu stellen. Oder so ähnlich, unter all dem schwülstigen Quatsch ist das nur schwer verifizierbar.

Was die Dialoge betrifft, da wird sich Rupesh Paul sicherlich auf die Schulter geklopft haben. Bestimmt war er auch stolz darauf, dass seine Schauspieler diese Fremdschäm-Zungenbrecher sogar mit so etwas wie halbherziger Überzeugung darbieten konnten. Das alles fasst er in Bilder, an denen sich eigentlich nur Leute aufgeilen können, die den Blick für die Realität verloren haben. Für Paul dürften die Bilder von billig gewandeten Recken und Schurken vor alten Gemäuern das Schönste sein, was die Filmwelt je gesehen hat. Für alle anderen stellt sich das unsägliche Gefühl ein, einer Laieninszenierung zuzusehen. Nein, halt, das ist den Laien gegenüber unfair. Es gibt in der Tat Fanfilme und Kleinkunstbühnenproduktionen, die wahrhaftiger und authentischer daherkommen als dieser Film.

Langer Rede, kurzer Sinn: Dracula – The Dark Lord ist grausam schlecht. Und immer dann, wenn man denkt, es gehe nicht noch grauenhafter, dann überrascht diese filmische Monstrosität aufs Neue – mit einer Musical-Einlage, bei der einem die Haare zu Berge stehen.

Dracula - The Dark Lord (DVD)

Wenn ein Film nicht genügend Material bietet, um zumindest einen halbwegs passablen Trailer erstellen zu können, dann hat man ein Problem. Noch weit größer ist dieses jedoch – für den Zuschauer wohlgemerkt -, wenn der komplette Film noch um ein Vielfaches unsäglicher ist, als es der Trailer erahnen lässt. Ja, wir sprechen von "Dracula – The Dark Lord", den man sich in etwa so vorstellen kann: Ein paar mehr oder minder enthusiastische Laien-Filmer und LARP-Spieler wollen bedeutungsschwangeres Kunst-Horror-Kino bringen.
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