Irgendwann werden wir uns alles erzählen (2023)

Die Mauer ist bereits gefallen, die Wiedervereinigung steht noch bevor; der Sommer 1990 in der DDR ist der letzte in einem untergehenden Land. Maria wird bald siebzehn. Gemeinsam mit ihrem Freund Johannes wohnt sie auf dem Hof seiner Eltern, dem Brendel-Hof, nahe der deutsch-deutschen Grenze. Sie ist ein zartes, verträumtes Mädchen, das sich lieber mit einem Buch verkriecht, als in die Schule zu gehen. Zwar beteiligt sie sich an der Hofarbeit, aber ihr größtes Interesse gilt dem Lesen. Der Brendel-Hof ist neben dem Henner-Hof der größte des Ortes. Beim Henner ist alles noch wie vor dem Krieg, der eigenbrötlerische Mann lebt dort alleine. Sein einsames Leben und seine harsche Art erregen Argwohn im Dorf, und sein eigenwilliges Charisma, das auf Frauen attraktiv wirkt, macht es nicht einfacher. Maria begegnet Henner eines Tages zufällig, eine einzige Berührung reicht aus, um eine unausweichliche Liebesbeziehung zu beginnen. Wie von höherer Gewalt geleitet, treibt es sie in sein Haus und seine Arme. Einen Sommer lang dauert diese Liebe, die aus dem Mädchen eine Frau macht. Mehr und mehr verstrickt sich Maria in ein waghalsiges Gebäude aus Lügen und Betrügen. Ihr Freund Johannes und seine Eltern bemerken nichts. Viel zu beschäftigt sind sie mit den Veränderungen in ihren eigenen Leben. Doch der vergehende Sommer und die Wiedervereinigung des geteilten Landes bringen für Maria und Henner das Ende ihrer Liebe. (Quelle: Filmstiftung)

  • Trailer
  • Bilder

Meinungen