Donnie Darko

Donnie Darko

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Ein Kultklassiker aus dem Jahre 2001

Eines Morgens, es ist der 2. Oktober 1988, erwacht der Teenager Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) auf dem Golfplatz seiner Heimatstadt, auf seinem Arm steht mit Filzstift geschrieben „28:6:42:12“. Donnie erinnert sich nicht daran, wie er hierher gekommen ist, doch er weiß genau, was ihn zum Verlassen des elterlichen Hauses bewegte – es war Frank (James Duval), ein entstellter Junge in einem Hasenkostüm, der ihm den Untergang der Welt in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden prophezeite. Als Donnie nach Hause zurückkehrt, befindet sich seine Familie in heller Aufruhr, denn eine Flugzeugturbine ist wie aus heiterem Himmel in das Haus eingeschlagen und hat Donnies Zimmer vollkommen verwüstet. Für den Jungen steht eines fest – Frank hat ihm das Leben gerettet. Die Familie sieht das allerdings anders, denn Donnie leidet schon seit längerem unter psychischen Problemen und befindet sich deshalb in therapeutischer Behandlung, und so nimmt niemand in seiner Umgebung das plötzliche Auftauchen eines dämonischen Hasen ernst. Doch damit nimmt der seltsame Gang der Dinge erst seinen Lauf, bis zum überraschenden Ende, an dem sich alles wieder zusammenfügt – oder vielleicht doch nicht?
Als Donnie Darko am 26. Oktober 2001 in die US-Kinos kam, lag der Anschlag auf die Twin Towers des World Trade Centers knapp 2 Monate zurück, was erklären mag, dass der Film auf geringes Interesse bei den Zuschauern stieß. Der reale Alptraum des verheerenden Terroranschlags und vor allem die Art und Weise, wie dieser Anschlag geschah, machten Richard Kellys Regiedebüt von Anfang an chancenlos – wer wollte schon einen Film sehen, bei dem ein Flugzeug-Unglück eine zentrale Rolle spielt? In Deutschland lief der Film gar nicht erst in den Kinos an, sondern kam ausschließlich auf den Video- und DVD-Markt. Mit der Zeit aber entwickelte Donnie Darko einen enormen Sog, durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete sich der Ruf des visionären Films, der eine immer größere Fangemeinde gewinnen konnte und der heute als eines der kreativsten und ungewöhnlichsten Beispiele eines "Mindfuck Movie" gilt. Ein Film, den man nicht verpassen sollte.

Donnie Darko

Eines Morgens, es ist der 2. Oktober 1988, erwacht der Teenager Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) auf dem Golfplatz seiner Heimatstadt, auf seinem Arm steht mit Filzstift geschrieben "28:6:42:12".
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