La Boum – Die Fete – Eltern unerwünscht

La Boum – Die Fete – Eltern unerwünscht

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Samstag, 20. November 2010, WDR, 13:50 Uhr

Wer Anfang der 1980er Jahre die ebenso wilden wie waghalsigen Zeiten der Adoleszenz absolviert hat, wird sich sicherlich – gern oder ungern – an diesen Klassiker der Teenager-Komödien erinnern, der seinerzeit für überwiegend freudige sowie einträgliche Erregung unter den Heranwachsenden sorgte: La Boum – Die Fete des französischen Regisseurs Claude Pinoteau. Der Film gilt mittlerweile als Klassiker seines Genres, dessen Erwähnung nicht selten ein bedeutsames, zwischen Begeisterung und Schmerzgrenze oszillierendes Aufjaulen bei den Vertretern der entsprechenden Generation auslöst – wohl je nach dem höchst individuellen Stand der Verarbeitung beziehungsweise Verdrängung der eigenen Pubertäts-Hochzeiten.
Sie ist dreizehn Jahre alt, gerade mit ihren Eltern Françoise (Brigitte Fossey) und François Beretton (Claude Brasseur) nach Paris gezogen und ihre Gedanken kreisen heftigst um Jungs und die ersehnte erste Liebe: Vic (Sophie Marceau) freundet sich in der neuen Schule rasch mit der auf diesem Terrain bereits erfahrenen Pénélope (Sheila O’Connor) an. Gemeinsam fiebern sie ihrer ersten großen Fete mit Schummerlicht und Schmusetanz entgegen, die bald stattfinden soll – "la boum" soll auch für Vic die erste nähere Tuchfühlung mit dem anderen Geschlecht herbeiführen. Derweil rutscht die Ehe ihrer kräftig mit sich selbst beschäftigten Eltern in eine handfeste Krise, doch bei ihrer agilen Urgroßmutter Poupette (Denise Grey) findet das Mädchen ausreichend Verständnis und Ermutigung. Als der große Tag des Festes gekommen ist, verläuft allerdings längst nicht alles so, wie es sich Vic erhofft hat ...

Dass es mit der ersten Liebe keineswegs so einfach ist, wie es erscheint, und dass sich diese Widrigkeiten auch in langen Beziehungen unaufhaltsam fortsetzen können, thematisiert La Boum – Die Fete auf ebenso sensible wie humorige Weise. Handelt es sich bei dem Film auch vorrangig um eine Teenager-Komödie mit viel Gespür für die emotionalen Welten der jungen Leute zwischen Euphorie und Tränen, sind es dennoch die Betrachtungen und Befindlichkeiten mehrerer Generationen, die hier Beachtung finden. Die damals dreizehnjährige Sophie Marceau startete mit der überzeugenden Darstellung der Hauptfigur ihre erfolgreiche Schauspielkarriere und katapultierte sich damit zum Idol schmachtender Teenager weit über die Grenzen Frankreichs hinaus. Seinerzeit ein großer Kinoerfolg, transportiert La Boum – Die Fete zwar auf charmante, heute nostalgisch anmutende Weise gelungen die Atmosphäre der frühen 1980er Jahre, doch ist Claude Pinoteau (Die Ohrfeige / La gifle, 1974, Tödliche Angst / La 7ème cible, 1984) mit diesem Film auch ein zeitloses Stück über die verwirrenden Ausprägungen pubertärer Umtriebe gelungen, das nicht zuletzt durch seine rasante Inszenierung und sein emphatisches Ensemble besticht.

La Boum – Die Fete – Eltern unerwünscht

Wer Anfang der 1980er Jahre die ebenso wilden wie waghalsigen Zeiten der Adoleszenz absolviert hat, wird sich sicherlich – gern oder ungern – an diesen Klassiker der Teenager-Komödien erinnern, der seinerzeit für überwiegend freudige sowie einträgliche Erregung unter den Heranwachsenden sorgte: "La Boum – Die Fete" des französischen Regisseurs Claude Pinoteau.
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La Boum - Die Fete - Trailer (deutsch)

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Titel
La Boum – Die Fete – Eltern unerwünscht
Samstag, 20. November 2010, WDR, 13:50 Uhr
Originaltitel
La boum
FSK
12

Daten und Fakten

Produktionsland
Filmlänge
105 Min
DVD
Blu-Ray
VoD & Streaming
TV

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