Zombieworld

Zombieworld

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Im Zuge des immensen Erfolges der Komödie Zombieland, wird dem Fan des – hüstel – nicht totzukriegenden Genres der Horrorkomödie ein weiteres Filmchen kredenzt. Kein Meilenstein wie Shaun of the Dead, kein Geheimtipp wie Dance of the Dead und kein Trashfest wie Chopper Chicks in Zombie Town, aber immerhin nette Unterhaltung für den Abend mit Kumpeln und diversen Sechserträgern Bier. Zombieworld sammelt mit ein paar abstrusen Ideen und Gags Pluspunkte, hat aber auch einige Schwachstellen.
In Port Gamble wird ein Untoter angespült, der sich alsbald daran macht, einen alten Mann anzufressen. Derweil muss sich Halbiranerin Frida mit Verehrern und rassistischen Problemen herum schlagen, denn besonders Nachbar Miller – ein irrer Patriot und gemeingefährlicher Spinner – bezichtigt sie des Terrorismus. Da kann die Süße noch so sehr beteuern, dass sie nicht Irakerin sondern Iranerin sei. Außerdem ist da noch der schwule Tom, der mit seinem Lover Lance nach Port Gamble gekommen ist, um seiner Mutter zu beichten, dass er so ist wie er ist. Doch all diese Probleme sind nichts gegen das, was in der Nacht über das verschlafene Nest herein bricht. Schon bald ist der Ort von Zombies bevölkert, die alles und jeden zu fressen versuchen. Während Frida im Keller der Millers vom durchgeknallten Familienoberhaupt gefoltert wird, um ein Geständnis zu bekommen, müssen sich die beiden Schwulen in der Kirche einer Elektroschocktherapie unterziehen, um von ihrer „Krankheit“ geheilt zu werden. Es folgt ein wahnwitziges Gemetzel an mehreren Fronten…

Es sei gesagt, das Zombieworld Genrefans Spaß machen wird. Die Zombies sehen für das schmale Budget gut aus, es gibt ein paar derbere Späße auf Kosten von Randgruppen plus Situationskomik und die Splattereffekte sind auch nicht zu verachten. Doch leider schafft es Regisseur Kevin Hamedami nicht, Tempo zu machen. Schnitt und Musik hinken des öfteren (man hat das Gefühl, das Zeit geschunden werden soll), während die Soundeffekte auch nicht immer das Gelbe vom Ei sind und in manchen Situation gar fehlen. Sichtlichen Spaß hatten aber wohl die Darsteller, die durchweg solide agieren. Wer Return of the Living Dead 1 + 2 mochte, Fido etwas abgewinnen konnte und obige Filme zu seinen Lieblingen zählt, sollte die Erwartungen um die Hälfte runter schrauben und zugreifen.

PS: Der Originaltitel Zombies of Mass Destruction scheint ob der Terrorismus-Parallelen der Handlung wesentlich sinnvoller, als der kommerziellere Zombieworld-Titel, der eine Fortsetzung von Zombieland suggerieren soll.

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Im Zuge des immensen Erfolges der Komödie „Zombieland“, wird dem Fan des – hüstel – nicht totzukriegenden Genres der Horrorkomödie ein weiteres Filmchen kredenzt.
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