Fido - Gute Tote sind schwer zu finden

Fido - Gute Tote sind schwer zu finden

Eine Filmkritik von Peter Osteried

"Pleasantville" trifft "Dawn of the Dead"

Ein Junge ist in Not. Sein Name Timmy. Wie bei Lassie. Nur dass hier nicht die brave und tapfere Collie-Hündin losgeschickt wird, um Hilfe zu holen. Nein, dieser Timmy, der auch einer 50er-Jahre-Serie entsprungen sein könnte, schickt Fido los. Auch ein Hundename, aber dennoch kein Hund. Es ist ein Zombie, der Hilfe holt.
Die Welt wurde von Zombies überrannt, aber die Menschen haben sich eingezäunte sichere Oasen erschaffen. Und mehr noch: Mit Hilfe eines die Gier nach Fleisch unterdrückenden Halsband werden Zombies als Diener eingesetzt. Für Timmy ist sein Fido der beste Freund, den er je hatte – und das sogar, als das Halsband nicht mehr funktioniert.

Der in herrlich kräftigen Farben gestaltete Film ist im wahrsten Sinne des Wortes eine beißende Satire auf die amerikanische Gesellschaft. Andrew Currie erschafft hier eine Parallelwelt der unseren, ein Amerika der 50er Jahre, in denen Frauen Heimchen am Herd sind, in der ehrliche Arbeit noch ehrlichen Lohn einbringt und die trotz Zombie-Apokalypse richtig heimelig ist. Wenn man sich denn in diesem Pleasantville gemütlich einrichtet, dann kann das Leben ganz gut sein, von kleineren Zombie-Zwischenfällen abgesehen.

Fido ist eine smarte Horrorkomödie, die politischen Kommentar subtil versteckt und nicht den Fehler begeht, dem Zuschauer mit dem Holzhammer einen Scheitel zu ziehen. Obwohl oftmals damit verglichen, ist Fido keineswegs ein Nachfolger von Shaun of the Dead. Der Film trachtet nicht danach, die Konventionen des Genres aufzubohren und zu kommentieren, er nutzt die Zombies vielmehr als grellen Kontrast zum 50er-Jahre-Idyll, in dem die Protagonisten leben. Horror im eigentlichen Sinne gibt es nicht, den mit dem Genre verbundenen Gore auch nicht – stattdessen belebt man die Melodramen Douglas Sirks, in denen hinter der leuchtendbunten Fassade nur allzu oft dunkle Geheimnisse lauerten.

Fido wirft recht clever neues Licht aufs ausgelutschte Zombie-Genre. Er zeigt, dass man auch aus scheinbar endlos durchexerzierten Geschichten etwas Neues destillieren kann. Selbst dann, wenn man es irgendwann mit den Lassie-Witzen etwas übertreibt. Dennoch: Ein intelligenter Genre-Film, nicht gruselig, aber sehr vergnüglich. Der Zombie-Film für die ganze Familie

Fido - Gute Tote sind schwer zu finden

Ein Junge ist in Not. Sein Name Timmy. Wie bei "Lassie". Nur dass hier nicht die brave und tapfere Collie-Hündin losgeschickt wird, um Hilfe zu holen. Nein, dieser Timmy, der auch einer 50er-Jahre-Serie entsprungen sein könnte, schickt Fido los. Auch ein Hundename, aber dennoch kein Hund. Es ist ein Zombie, der Hilfe holt.
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Fido von Andrew Currie
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Leserbewertung
von 5 bei Bewertungen
Titel
Fido - Gute Tote sind schwer zu finden
"Pleasantville" trifft "Dawn of the Dead"
FSK
16
Genre

Daten und Fakten

Produktionsland
Jahr
0 - 2006
DVD
Veröffentlichung
Spielzeit DVD
89 Min
Bildformat
2.35:1 / 16:9 - 1080i 29.97 High Definition
Sprache(n) & Ton
Deutsch, Englisch (DTS-HD 5.1)
Extras
Outtakes, Making-up, Deleted Scenes, Making Of, Storyboard, Originaltrailer, Trailershow
Blu-Ray
VoD & Streaming
TV

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