Stolen

Stolen

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Cage spielt Cage

Nicolas Cage entwickelt sich langsam, aber stetig zum Heimkino-Helden. In den USA erleben die meisten seiner Filme gerade noch einen Limited Release im Kino, bei uns kommen sie mehrheitlich gleich auf DVD. So auch Stolen, ein Action-Film nach Schema F, der von Simon West routiniert, aber uninspiriert heruntergekurbelt wurde. Will Montgomery (Nicolas Cage) wird bei einem Einbruch in einer Bank festgenommen – das Geld findet man nicht. Acht Jahre später wird er freigelassen und möchte ein neues Leben anfangen, doch nicht nur das FBI wartet darauf, dass er das Geld holt — auch sein alter Kumpel Vincent (Josh Lucas), der mittlerweile für tot gehalten wird, will die Millionen. Er entführt Wills Tochter Alison (Sami Gayle) und droht, sie zu töten. Nun muss Will, der das Geld nicht mehr hat, alles daran setzen, irgendwie an die Summe heranzukommen.
Im Grunde ist Stolen ein B-Film. Filme dieser Couleur und mit ähnlicher Geschichte gibt es zuhauf — Was diesen Streifen aus dem Videotheken-Allerlei hervorhebt, ist die Besetzung der A-Klasse. Neben Cage agieren auch noch Danny Huston und Malin Akerman. Sie alle machen ihre Sache gut, auch wenn die Rollen nicht viel hergeben. Am schlechtesten hat es zweifelsohne Josh Lucas erwischt, der den klischeehaften Schurken geben muss und sich in eine überzogen aggressive Darstellung flüchtet.

Dienst nach Vorschrift wird hier von jedem vor und hinter der Kamera geleistet, mehr ist angesichts des vergleichsweise lahmen Drehbuchs auch nicht drin. Der Film suhlt sich richtiggehend in seiner Durchschnittlichkeit; in keiner Disziplin will der Film mehr als Mindestmaß bieten. Selbst die Action ist nicht so gut, wie sie sein könnte. Routiniert, auch gefällig, aber ohne jeden Esprit — das gilt letzten Endes für den gesamten Film. Von Stolen kann man sich durchaus unterhalten lassen, wenn auch nur im Sinne dessen, dass sich mit diesem Machwerk die Zeit ganz gut totschlagen lässt. Aber nach dem Sehen setzt direkt das Vergessen ein. Vielleicht ganz gut, breitet sich so doch über die hanebüchenen Elemente der Geschichte zügig der Mantel des Schweigens aus …

Stolen

Nicolas Cage entwickelt sich langsam, aber stetig zum Heimkino-Helden. In den USA erleben die meisten seiner Filme gerade noch einen Limited Release im Kino, bei uns kommen sie mehrheitlich gleich auf DVD. So auch „Stolen“, ein Action-Film nach Schema F, der von Simon West routiniert, aber uninspiriert heruntergekurbelt wurde.
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