Magnolia

Magnolia

Sonntag, der 1. August 2004, Pro 7, 20:15

Der tyrannische Fernsehproduzent Big Earl Partridge (Jason Robards) liegt im Sterben, während seine tablettensüchtige Ehefrau Linda (Julianne Moore) schon jetzt an dem bevorstehenden Verlust zu zerbrechen droht. Doch der alte Tyrann will seinen Frieden machen und beauftragt deshalb den Pfleger Phil (Philip Seymour Hoffman), seinen Sohn Frank T.J. Mackey, ausfindig zu machen, um den er sich nie kümmerte. Dieser hat seinen ganz eigenen Weg aus der traumatischen Kindheit gefunden, als Sex-Guru und "Beherrscher der Möse" peitscht er frustrierten Männern neues Selbstbewusstsein ein. Mit der Person von Partridge verbunden ist auch der Gameshow-Moderator Jimmy Gator (Philip Baker Hall), der versucht, sich mit seiner drogensüchtigen Tochter Claudia (Melora Walters) auszusöhnen. Wie Partridge steht auch er am Ende des Lebens, denn er ist krebskrank, und wie dieser sucht auch er die Versöhnung mit seinem Kind, und fast erscheint es als selbstverständlich, dass Partridge natürlich einst der Erfinder der Show war, die auch das Leben von Donnie Smith (William H. Macy) geprägt hat. Dieser war einstmals das Wunderkind der Show, der den frühen Ruhm hat er nie verkraftet. Heute verkauft er Elektronikartikel, doch im Grunde ist er nie wirklich erwachsen geworden.

Ähnlich wie Robert Altman in Short Cuts hat Regisseur Paul Thomas Anderson in Magnolia das Schicksal verschiedener Menschen locker miteinander verknüpft und erzählt so in Episoden, Bruchstücken und kleinen Dramen von der Mühsal des Lebens. Trotz aller Schwere und der Fülle an Zufällen versteht es Anderson aufs beste, über drei Stunden hinweg zu fesseln und zu unterhalten, was vor allem an den herausragenden Darstellern und an den Aberwitzigkeiten des Plots liegt. Denn Magnolia steckt so voller Geschichten und Begebenheiten, dass man auch nach dem zehnten Anschauen des Films immer noch eine neue Facette entdeckt, die man bis dahin nicht bemerkt zu haben glaubte. Inspiriert wurde Paul Thomas Anderson unter anderem von den Songs von Aimée Mann, die den Soundtrack zum Film komponierte und von den gesammelten Kuriositäten des Forschers Charles Fort, der sich im 19. Jahrhundert mit vom Himmel herabregnenden Tieren, schwarzem Schnee und anderen Absonderlichkeiten beschäftigte und diese minutiös sammelte. Und so sind die regnenden Frösche, die den Film jäh unterbrechen, ebenso seltsam wie die anderen Zufälle, die diesen Film zu einem außergewöhnlichen Erlebnis machen. Ein wahres Wunder eben!

Magnolia

Der tyrannische Fernsehproduzent Big Earl Partridge (Jason Robards) liegt im Sterben, während seine tablettensüchtige Ehefrau Linda (Julianne Moore) schon jetzt an dem bevorstehenden Verlust zu zerbrechen droht.

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Meinungen
· 05.03.2008

Super schlecht! Großer Blödsinn. Total sinnlos.

· 06.08.2005

Ein Film der polarisiert. Musste ihn mehrmals ansehen um ihn zu verstehen. Aber an sich ist er nicht schlecht gemacht.

· 05.03.2008

Super schlecht! Großer Blödsinn. Total sinnlos.

· 06.08.2005

Ein Film der polarisiert. Musste ihn mehrmals ansehen um ihn zu verstehen. Aber an sich ist er nicht schlecht gemacht.

Kommentare

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