Super Mario Bros.

Super Mario Bros.

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Jedes Kind der 1980er und 1990er kennt die Jump and Run-Spiele um den Klempner Mario. Das Einsammeln von Punkten, kämpfen gegen lustige Gegner und via Pilze (!) Bonuskräfte sammeln – im Vergleich zu den Spielen heute beinahe schon steinzeitliche Unterhaltung. Computerspiele-Verfilmungen kamen Anfang der 1990er gerade so ein bisschen in Mode und man versuchte auch mit den megaerfolgreichen Super Mario Bros. Geld zu machen. Das das Unterfangen Real-Verfilmung ziemlich nach hinten los ging, tut dem (Retro)Spaß keinen Abbruch. Die 50 Millionen US-Dollar Produktionskosten wurden nicht ansatzweise eingespielt, doch hat der Film bis heute eine eingeschworene Fangemeinde. Aus gutem Grund, ist Super Mario Bros. – Der Film in seinen besten Momenten ein abgefahrener Trip, der vor Ideen überbordet.
Die Installateure Mario (Bob Hoskins, Falsches Spiel mit Roger Rabbit) und Luigi (John Leguizamo, Land of the Dead) stecken in der Klemme, haben sie doch seit Wochen keinen gut bezahlten Job mehr gehabt. Als sich Luigi in die Paläontologin Daisy (Samantha Mathis, American Psycho, Punisher) verliebt, wird ihr Leben urplötzlich mehr als aufregend. Bei einer privaten Führung durch eine Baustelle, in der Daisy Dinosaurierknochen gefunden hat, verhindern Mario und Luigi einen Anschlag auf den Fundort. Doch Daisy fällt durch ein Portal in eine Parallelwelt. Mario und Luigi folgen ihr und landen in einer bizarren Stadt, in der Echsen und Mutanten leben. Herrscher ist der böse Kooba (Dennis Hopper, Easy Rider, Land of the Dead), der hinter einem Amulett her ist, das Daisy um den Hals trägt. Denn Daisy ist die Tochter des früheren Königs dieser Parallelwelt. Und nur Mario und Luigi können den finsteren Kooba aufhalten, mit dem Amulett in unsere Welt zu gelangen…

Da der Rezensent seine Notizen zu dem Film nicht mehr findet, muss es eben so gehen. Super Mario Bros. – Der Film ist ein unterhaltsamer und nur ein wenig angestaubter Film, der keinen Hehl daraus macht, sich an seinen Ideen und Schauwerten zu laben. Obwohl Bob Hoskins einst in einem Interview sagte, Super Mario Bros. sei der größte Fehler seiner Karriere, hat er offensichtlich großen Spaß an seiner Rolle. Und auch Bösewicht Dennis Hopper scheint sichtlich Freude am boshaften Kooba zu haben, obwohl er heute nichts mehr von dem Film wissen will. Auch gibt es erste Computer-Effekte zu bestaunen. Wenn zum Beispiel ein Mensch in einen Goomba – einen Saurierkrieger mit gewaltigem Körper und Minikopf — verwandelt wird, sieht man CGI in seinen Kinderschuhen. Abgerundet wird die DVD von einem nostalgisch-kultigen Making Of, in dem sich die Darsteller – oh Wunder – nur positiv äußern. Da Bild und Ton gelungen sind und man das großartige Renato Casaro-Postermotiv auf der Hülle bewundern kann, gibt es keinen Grund, sich Super Mario Bros. – Der Film nicht ins Regal zu stellen.

Super Mario Bros.

Jedes Kind der 1980er und 1990er kennt die Jump and Run-Spiele um den Klempner Mario. Das Einsammeln von Punkten, kämpfen gegen lustige Gegner und via Pilze (!) Bonuskräfte sammeln – im Vergleich zu den Spielen heute beinahe schon steinzeitliche Unterhaltung.
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