Piranha 3D

Piranha 3D

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Regisseur Alexandre Aja ist bekannt dafür, dass er nicht zimperlich ist. Sein Film High Tension und das Wes Craven-Remake The Hills Have Eyes sprechen eine klare, nihilistische Sprache. Mirrors, mit 24-Star Kiefer Sutherland, verdeutlichte danach, das Aja auch weniger blutig, dafür mit subtilem Horror umgehen konnte. Doch auch bei diesem Film konnte er nicht darauf verzichten, exzessive Gewalt zumindest kurz aufblitzen zu lassen. Jeder der Mirrors gesehen hat, wird sich mit Schaudern (oder Verzückung) an die fiese Badewannenszene erinnern. Mit Piranha 3D versucht sich der Franzose nun am Remake des Joe Dante-Klassikers von 1978. Wobei Remake nicht ganz zutrifft. Hier wird lediglich die Grundidee aufgegriffen. Schnell wird klar, dass Piranha 3D purer Fun Splatter ist. Und zwar der besseren Sorte, denn Langeweile kommt nie auf. Eher Bedauern, dass der Film so schnell vorbei ist. Was natürlich auch an dem Hauch von einer Story liegt…
Sheriff Julie Forester (Elisabeth Shue) ist schwer mit dem feierwütigen Spring Break-Volk beschäftigt, dass ihr kleines Städtchen heimsucht. Das just durch ein Erdbeben eine Spalte unter dem nahen See aufreißt und hunderte prähistorische Piranhas aus einem unterirdischen See frei lässt, passt da so gar nicht. Noch dazu treibt sich der Sohnemann mit einem notgeilen Pornoproduzenten rum… Es dauert nicht lange, bis der Spring Break in ein wahres Gemetzel ausartet, in dem viele nackte Tatsachen für kleine Verschnaufpausen sorgen und zig absurde Attacken zur Unterhaltung beitragen.

Für Freunde gepflegter Splatter-Unterhaltung, ist Piranha 3D ein wahres Fest. Einer der besten Film dieser Richtung der letzten Jahre. Zig Anspielungen auf Klassiker, Cameoauftritte (Hostel-Regisseur Eli Roth stirbt einen wahrlich fiesen Tod) und flott erzählte Kettenreaktionen lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Und Piranha 3D will auch nichts anderes, als unterhalten.

Da der Film nicht in 3D vorliegt, kann der Rezensent nicht näher darauf eingehen. Fakt ist, dass Piranha 3D ein großer Spaß ist, der die Zielgruppe wunschlos glücklich machen wird. Und da dieser kleine, dreckige Filmspaß auch noch ein kleiner Hit war, dürfte einer Fortsetzung nichts im Wege stehen.

Piranha 3D

Regisseur Alexandre Aja ist bekannt dafür, dass er nicht zimperlich ist. Sein Film „High Tension“ und das Wes Craven-Remake „The Hills Have Eyes“ sprechen eine klare, nihilistische Sprache. „Mirrors“, mit 24-Star Kiefer Sutherland, verdeutlichte danach, das Aja auch weniger blutig, dafür mit subtilem Horror umgehen konnte.
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