Kaltes Land

Kaltes Land

It’s a man’s world!

Als Josey Aimes (Charlize Theron) sich ihre Kinder schnappt und bei ihrem prügelnden Mann auszieht, um ins eisige Minnesota zurückzukehren, kann sie kaum auf Unterstützung oder gar Verständnis hoffen. Ihr schroffer Vater (Richard Jenkins) vermutet natürlich einen anderen Kerl hinter der Trennung und zeigt seiner Tochter deutlich, dass er sie hier in den rauen Bergen für fehl am Platz hält. Gut, dass es die toughe Glory (Frances McDormand) gibt, die Josey einen Job bei der Bergbaufirma vor Ort vermittelt, bei der sie auch selbst arbeitet. Doch obwohl Josey dort sechsmal mehr verdient als bei ihrem vorherigen Job als Friseurin, ist die Freude nur von kurzer Dauer. Denn ihre Kollegen lassen sie schnell spüren, dass sie bei dieser Knochenarbeit jede Frau als Bedrohung und Konkurrenz erachten. Schnell setzen Beleidigungen, Anzüglichkeiten, aber auch sexuelle Übergriffe ein, die einzig dazu dienen sollen, Josey rauszuekeln. Joseys Klagen über die alltäglichen Demütigungen stoßen bei der Geschäftsführung der Mine auf taube Ohren, schließlich ist die junge Frau, wie man ihr bedeutet, frei zu gehen. Doch die wehrt sich und bringt schließlich ihren Fall gegen alle Widerstände vor Gericht, was allerdings auch bedeutet, dass sie sich damit gegen ihren feigen Vater stellt, der um seinen guten Ruf in der wohlanständigen Gemeinde fürchtet. Mit Hilfe der mittlerweile schwer erkrankten Glory, deren Mann (Sean Bean) und einem zynischen Anwalt (Woody Harrelson) erringt Josey schließlich einen Sieg, der 1984 als „The landmark case that changed sexual harassment law“ in die Geschichte der amerikanischen Rechtssprechung einging.
Basierend auf einem wahren Fall drehte die neuseeländische Regisseurin Niki Caro, deren Whale Rider noch in guter Erinnerung ist, einen unspektakulären, aber eindrucksvoll gespielten Film, bei dem Charlize Theron einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen kann. Wie bereits in Monster gibt sie auch hier eine Frau aus der Unterschicht, die sich – dieses Mal allerdings ohne Gewalt und lediglich mit legalen Mitteln – gegen die Unterdrückung einer von Männern beherrschten Welt wehrt. Das geht freilich – zumal in den USA – nicht ganz ohne große Emotionen ab, ist aber im Vergleich zu anderen Filmen aus Hollywood überraschend kitschfrei und unaufdringlich inszeniert – auch dank der hervorragenden Besetzung, die unter anderem ein schönes Wiedersehen mit Frances McDormand (Fargo) bietet. Solide Filmkost mit großartigen Schauspielern.

Kaltes Land

Als Josey Aimes (Charlize Theron) sich ihre Kinder schnappt und bei ihrem prügelnden Mann auszieht, um ins eisige Minnesota zurückzukehren, kann sie kaum auf Unterstützung oder gar Verständnis hoffen.
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Meinungen
blade · 25.06.2006

Man soll auch mal hinter
die Fassade gucken. Ein sehr guter Film und Sean Bean mal als netter Ehemann. Es zeigt, daß er auch in solchen Rollen brillant ist. Er sollte nicht nur als ewiger Bösewicht gesehen werden.
Sean Bean ist ein großartiger Schauspieler und gehört in keine Schublade.Egal ob gut oder böse , er spielt perfekt.

Kommentare

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