Ob als Ballerina oder als Schauspielerin – Charlize Theron war schon immer für große Auftritte bekannt. Therons Rollenspektrum reicht von einer Dame der guten Gesellschaft in Savannah, Georgia, bis hin zur New Yorker Arbeiterin. Sie zeigt immer wieder, dass sie mehr ist als nur ein weiteres, hübsches Gesicht. Die talentierte Schauspielerin begann ihre Karriere als Model in ihrem Heimatland Südafrika, bevor sie als Ballerina des Joffrey Balletts in die Vereinigten Staaten kam, lange vor ihrer erfolgreichen Reise in die Welt des Films.

Therons Filmdebüt 2 Tage in L.A. (1996) mit James Spader, Eric Stoltz und Jeff Daniels gab dem Kinopublikum eine erste Chance, sich mit ihrem Charme vertraut zu machen. Theron spielte Helga, Spaders Partnerin und Gespielin, eine Frau, die dem Hauch von Gefahr, der sie umgibt, kaum widerstehen kann. Selbst inmitten eines so starken Ensembles, schaffte es Theron, Publikum und Kritikern aufzufallen.

1997 stand Theron für Jonathan Lynns Noch dümmer (1997) mit Michael Richards und ihrem 2 Tage in L.A. Co-Star Jeff Daniels vor der Kamera. Im Herbst desselben Jahres teilte sie sich die Leinwand mit Al Pacino und Keanu Reeves in dem Thriller und Im Auftrag des Teufels (1997).

Tom Hanks, dem Therons außergewöhnliches Talent nicht verborgen geblieben war, besetzte die Schauspielerin in seinem Regiedebüt, That Thing You Do (1996), den der zweifache Oscargewinner nach einem eigenen Drehbuch inszenierte. Der Film erzählt die Geschichte der Kleinstadtband The Wonders und dem Hitsong, der sie berühmt macht. Theron spielte die Freundin eines der Musiker — eine Frau, die vom plötzlichen Erfolg der Wonders weniger beeindruckt ist als der Rest der Welt.

1998 spielte Theron eine der Hauptrollen in Woody Allens Celebrity (1998), für den sie überschwängliche Kritiken erhielt. Sie war außerdem an der Seite von Bill Paxton in Disneys Mein großer Freund Joe (1998) zu sehen.

1999 konnte man sie in oscarnominierten Meisterwerk Gottes Werk und Teufels Beitrag (1999) bewundern, das auf dem Roman von John Irving basiert. Im selben Jahr sah man sie außerdem neben Johnny Depp in The Astronaut’s Wife (1999). Die großartige Besetzung von Gottes Werk und Teufels Beitrag wurde mit einer Nominierung für die Beste Ensembleleistung in einem Kinofilm bei den Screen Actors Guild Awards gewürdigt.

Das Jahr 2000 war sehr arbeitsreich Jahr für Theron, die sukzessive in den folgenden Filmen zu sehen war: Robert Redfords Die Legende von Bagger Vance (2000) mit Will Smith und Matt Damon, Men of Honor (2000) mit Robert De Niro und Cuba Gooding, Jr., John Frankenheimers Wild Christmas (2000) mit Ben Affleck und The Yards – Im Hinterhof der Macht (2000) mit Mark Wahlberg, Joaquin Phoenix, James Caan und Faye Dunaway.

2001 stand Theron zusammen mit Keanu Reeves in dem Tränendrücker Sweet November (2001) vor der Kamera. Sie spielte außerdem in Woody Allens Der Fluch des Jadeskorpions (2001) zusammen mit Helen Hunt, Dan Aykroyd und David Ogden Stiers.

Im Herbst 2002 brachte Miramax die Liebeskomödie Waking Up In Reno (2002) heraus, in dem Theron neben Patrick Swayze, Natasha Richardson und Billy Bob Thornton auftritt. In Luis Mandokis 24 Stunden Angst (2002), der auch im Herbst 2002 herauskam, kann man Charlize Theron neben Kevin Bacon, Courtney Love, Stuart Townsend, Pruitt Taylor Vince und Jungtalent Dakota Fanning sehen. Nachdem ihre Tochter (Fanning) von erfahrenen Kidnappern (Bacon und Love) entführt wurde, machen sich die Eltern (Theron und Townsend) daran, den scheinbar perfekten Plan der Gangster zu durchkreuzen.

2003 war Theron neben Mark Wahlberg und Edward Norton in der weltweit erfolgreichen Gaunerkomödie, The Italian Job (2003) von F. Gary Gray zu sehen.

Der bisherige Höhepunkt ihrer Karriere kam im folgenden Jahr. 2004 erhielt Charlize Theron für ihre Darstellung der Serienmörderin Aileen Wuornos in Patty Jenkins Film Monster (2003) einen Oscar als beste Hauptdarstellerin.

2005 kamen ihre Filme The Life and Death Of Peter Sellers mit Geoffrey Rush und Head In The Clouds mit Penélope Cruz und Stuart Townsend in die Kinos.

2006 konnte sie das deutsche Kinopublikum in North Country (Kaltes Land, 2005) von Niki Caro bewundern. Für diese Rolle wurde Charlize Theron erneut für einen Oscar in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin nominiert.

Theron lebt mit ihren heißgeliebten Hunden in Los Angeles.

Filmographie — Charlize Theron (Auswahl)

2011
The Brazilian Job (Regie: F. Gary Gray)

2009
Astro Boy (Regie: David Bowers)
The Burning Plain (Regie: Guillermo Arriaga)
The Road (Regie: John Hillcoat)

2008
Hancock (Regie: Peter Berg)
Sleepwalking (Regie: Bill Maher)

2007
The Ice at the Bottom of the World (Regie: Kimberly Peirce)
Battle in Seattle (Regie: Stuart Townsend)
In the Valley of Elah (Im Tal von Elah, Regie: Paul Haggis)

2005
Aeon Flux (Regie: Karyn Kusama)
North Country (Kaltes Land, Regie: Niki Caro)

2004
Head in the Clouds (Regie: John Duigan)
The Life and Death of Peter Sellers (Regie: Stephen Hopkins)

2003
Monster (Regie: Patty Jenkins)
The Italian Job (Regie: F. Gary Gray)

2002
Waking Up in Reno (Regie: Jordan Brady)
Trapped (24 Stunden Angst, Regie: Luis Mandoki)

2001
The Curse of the Jade Scorpion (Im Bann des Jade Skorpions, Regie: Woody Allen)
Sweet November (Regie: Pat O’Connor)

2000
The Legend of Bagger Vance (Die Legende von Bagger Vance, Regie: Robert Redford)
The Yards (The Yards – Im Hinterhof der Macht, Regie: James Gray)
Men of Honor (Regie: George Tillman Jr.)

1999
The Cider House Rules (Gottes Werk und Teufels Beitrag, Regie: Lasse Hallström)
The Astronaut’s Wife (Regie: Rand Ravich)

1998
Mighty Joe Young (Mein großer Freund Joe, Regie: Ron Underwood)
Celebrity (Regie: Woody Allen)

1997
The Devil’s Advocate (Im Auftrag des Teufels, Regie: Taylor Hackford)
Trial and Error (Noch dümmer, Regie: Jonathan Lynn)

1996
That Thing You Do! (Regie: Tom Hanks)
2 Days in the Valley (2 Tage in L.A., Regie: John Herzfeld)
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