Brokeback Mountain (2005)

Brokeback Mountain (2005)

Eine Filmkritik von Katrin Knauth

Die Strategie der Heterosexualität

Ang Lee ist ein Virtuose des Kinos. Er beherrscht es mit einer Perfektion, die selten in der Einöde und Oberflächlichkeit des amerikanischen Kinos zu finden ist. Er lässt uns aufatmen. Ang Lees Filme sind eine große Ausnahme, so wie er der eigentümliche Außenseiter Hollywoods ist. Nicht das Sujet sei das Wichtigste an einem Film, sagte Truffaut, sondern die Art und Weise in der es behandelt wird. Bei Ang Lee ist beides wichtig und stimmig. Filmstoffe, die nicht angsteinflößend oder sensibel genug sind, interessieren ihn erst gar nicht. Hat er das richtige Material in den Händen, dann scheint er genau zu wissen, was er damit will. Dann überträgt seine Leidenschaft für die Geschichte auf ihre Charaktere. Dann fügt sich jedes noch so kleine Detail makellos in das große Ganze ein.

Ang Lees neuem Film Brokeback Mountain liegt die gleichnamige Kurzgeschichte von Annie Proulx zugrunde, die ihn so stark berührt hat, dass sie ihm nicht mehr aus dem Kopf ging. Sie erschien erstmalig 1997 in der Zeitschrift New Yorker und wurde daraufhin vom Autorenduo Dianna Ossana und Larry McMurty zum Drehbuch adaptiert. Dann schlummerte es jahrelang unangetastet als eines der großen unverfilmten Drehbücher Hollywoods vor sich hin. Es bedurfte eines großen Regisseurs wie Lee, aus dieser kurzen, aufwühlenden Liebesgeschichte einen eindringlichen, epischen Liebesfilm zu schaffen. Er hat ein Meisterwerk daraus gezaubert, so perfekt und abgeschlossen - kein Wunder, dass er dafür eine Trophäe nach der anderen gewinnt und mit gleich acht Nominierungen zur Oscar-Verleihung ins Rennen geht.

Brokeback Mountain – das ist der Ausgangsort der Liebe zweier Männer. Brokeback Mountain – das ist tiefstes Wyoming im Jahre 1963. Dort treffen sich der Rancher Ennis del Mar (Heath Ledger) und der Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal) zum ersten Mal. Sie werden angeheuert, um einen Sommer lang eine Herde Schafe vor Wilderen und Raubtieren zu schützen. Sie sind zwei arme Jungs vom Land. Sie stammen aus ähnlichen Verhältnissen, geplagt von ewigen Geldnöten und geprägt vom unerbittlichen Kampf, irgendwie durchzukommen. Der Film lässt sich Zeit, aber es braucht nicht lange, bis wir die ungewöhnliche Anziehungskraft zwischen den beiden Männern am Fuße des Brokeback Mountains spüren. Ennis, wortkarg und verschlossen, Jack, genau das Gegenteil: aufgeschlossen und redselig. Sie reden zunächst nicht viel, brauchen sie auch nicht, denn sie verstehen sich auch ohne viel Worte. Je länger sie in den abgelegenen Bergen sind, desto stärker öffnen sie sich, erzählen aus ihren Leben abends bei Whiskey am Lagerfeuer. Sie werden Kameraden, freundschaftlich unbefangen gehen sie miteinander um. Dann folgt die Nacht im Zelt, in der sie sich näher kommen – die wohl bizarrste Szene des ganzen Films. So dunkel und verschüchtert inszeniert, dass die bevor stehende Tragödie eigentlich schon genau in diesen beklemmenden Minuten begonnen hat.

In vielen Kritiken wird Brokeback Mountain als schwuler Cowboy-Western bezeichnet. Wie ein willkürlich aufgeklebtes Etikett haftet dieser Begriff seit einiger Zeit an einem Werk, das im Grunde etwas anderes sein soll. Denn Ang Lee hat diese Charakterisierung expliziert ablehnt und versteht seinen Film als eine große amerikanische Liebesgeschichte. Der Film habe wenig zu tun mit dem Western-Genre, sagte er in einem Interview mit der LA Times. Brokeback Mountain handelt von der großen unerfüllten Liebe zwischen Ennis und Jack. In der Abgeschiedenheit von Brokeback Mountain leben sie ihre wahren Gefühle aus, zurück in der Zivilisation werden sie mit Traditionen und Wertevorstellungen konfrontiert, die sie dazu zwingen, ihre Liebe für sich zu behalten. Das schmerzt. Wird ein sehnsüchtiges Verlangen unterdrückt, wächst es umso mehr. Doch sie haben keine Alternative. Sie sind soziale Wesen, müssen sich anpassen, Erwartungen erfüllen, den für sie abgesteckten Weg gehen. Sie leben mit der Lüge, heiraten, gründen Familien – die Strategie der Heterosexualität ist ihre einzige Wahl und daran gehen sie kaputt. „Alles was wir haben, ist Brokeback Mountain“, sagt Jack an einer Stelle. Dort beginnt ihre Liebe, aber sie kehren nie wieder dorthin zurück. Und an einer anderen Stelle sagt Ennis „ Wenn du es nicht ändern kannst, musst du es aushalten.“ Sie konnten es nicht ändern, aber sie haben es auch nicht ausgehalten.

Vor sechs Jahren hat der taiwanesische Regisseur Ang Lee den schönsten aller modernen Martial-Arts-Filme gedreht: Crouching Tiger, Hidden Dragon. Die bewegende Geschichte von der uneingestandenen Liebe zwischen dem Schwertkünstler Li Mu Bai und seiner Vertrauten Yu Shu Lien hat uns damals mitten ins Herz getroffen. So euphorisch wie die Liebenden mit ihren Schwertern kämpften, so unerbittlich rangen sie gegen ihre Gefühle füreinander. Kauernder Tiger, versteckter Drachen, das ist die vorgespielte Zurückhaltung, das heißt Gesicht wahren und das ist das drohende Aufbegehren gegen den heran nahenden Ausbruch. Dieses quälende Spannungsfeld hat Lee vom chinesischen Osten in den amerikanischen Westen verlegt: von der bildgewaltigen, exotischen Kulisse des Fernen Ostens in die einsamen, rauen Landschaften Wyomings. Auch wenn Brokeback Mountain keine Fortsetzung von Crouching Tiger, Hidden Dragon ist, vermag er jedoch mit eben der gleichen Wucht, die Gefühle in uns auslösen, die wir damals verspürt haben. Tragik so schön zu zeigen, das kann wahrscheinlich nur Ang Lee, der große Virtuose des Kinos.
 

Brokeback Mountain (2005)

Ang Lee ist ein Virtuose des Kinos. Er beherrscht es mit einer Perfektion, die selten in der Einöde und Oberflächlichkeit des amerikanischen Kinos zu finden ist. Er lässt uns aufatmen.

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Brokeback Mountain: Jack Twist (Jake Gyllenhaal) und Ennis del Mar (Heath Ledger)
Brokeback Mountain: Jack Twist (Jake Gyllenhaal) und Ennis del Mar (Heath Ledger)
Brokeback Mountain: Jack Twist (Jake Gyllenhaal) und Ennis del Mar (Heath Ledger)
Brokeback Mountain: Jack Twist (Jake Gyllenhaal) und Ennis del Mar (Heath Ledger)
Brokeback Mountain: Lureen (Anne Hathaway) und Jack (Jake Gyllenhaal)
Brokeback Mountain: Lureen (Anne Hathaway) und Jack (Jake Gyllenhaal)
Brokeback Mountain: (Alma) Michelle Williams und Ennis (Heath Ledger)
Brokeback Mountain: (Alma) Michelle Williams und Ennis (Heath Ledger)
Brokeback Mountain - Trailer
Meinungen
Kri-Tiger · 19.09.2017

Einfallsloser Schwank zwischen Klamauk und Klamotte.

Rössl · 25.03.2009

Zu lang. Zu langweilig. Meine Meinung!!

Fan · 28.02.2009

Der beste Film überhaupt .
Er lässt einen nicht mehr los .
Heath Ledger wird nei vergessen sein ♥ .

amélie poulain · 26.03.2008

dieser film lässt mich jetzt ziemlich genau seit 2 jahren nicht mehr los und ich denke noch regelmäßig an ihn. er ist einer meiner liblingsfilme, und besonders heath ledger hat großartig gespielt. um so entsetzter war ich, als ich von seinem tod erfuhr...

· 26.03.2008

ich sah ihn vor fast 2 jahren zum 1. und zum letzten mal.er lässt mich seit dem nicht mehr los...

Annni · 14.06.2007

Ich bin hin und weg von diesem Film. heath Ledger ist schon lange mein Lieblingsschauapieler und deshalb konnte ich mir ihn erst gar nicht in solch eimem Film vorstell, aber er hat meine Erwartungen übertroffen. Diser Film ist so emotional und so ergreifend, es aht mich noch eine bis zwei woch nach dem Film beschäftig und ich musste lange über die Thematik nachdenken.

brokeback mountain · 01.08.2006

Der Film ist einer der schönsten Filme die ich jeh gesehen habe. Er ist sehr bewegend und ein Film über den man noch lange nachdenken musste. Ich bin begeistert über den film über den man lachen, weinen und fühlen kann!!!

eddie · 16.07.2006

Toller Film..sehr unschwul eigentlich....

silvi · 16.07.2006

der beste film des jahres, bin immer noch ganz verzaubert :o))

Rillamirilla · 12.07.2006

Die Euphorie wird ein lebenlang halten.
Para siempre en la montaña!

Destiny · 22.06.2006

Hey, ich sehe es gibt hier noch mehr BBM Liebhaber.
Es wurd vor kurzem ein deutsches Forum eröffnet weils das in dieser Richtung noch nicht gab. Wenn ihr wollt könnt ihr ja mal vorbeischauen. Würde uns freuen.

www.the-brokeback-mountain.de

Cya @ Brokeback Mountain

· 19.06.2006

Ein großartiger Film!!

Meike · 15.06.2006

Hallo Vati,

viele viele Leute haben sich wochenlang sehr intensiv und emotional mit diesem SEHR guten Film auseinander gesetzt. Vielleicht lesen Sie einfach mal nach...
Es ist sicher, daß dieses WERK von Ang Lee - ich hoffe, das Wort WERK erscheint Ihnen nicht übertrieben - noch lange für Gesprächsstoff und für Gedankenaustausch wie und wo auch immer sorgen wird. Auch wenn die Welt schnellebig ist - da stimme ich Ihnen absolut zu - finde ich Ihren zweiten Satz etwas schnell und leichtfertig dahin gesagt. Es geht nicht nur um geschriebe oder gesagte Worte, sondern um das, was im Herzen bleibt bzw. im Kopf. Und was noch wichtiger ist, welche Botschaft bleibt. Ist das nicht manchmal viel wichtiger?
Ich bin sicher, viele andere in diesem Forum stimmen mit mir überein, daß der Film ´nachhaltig ist, auch wenn das Forum dazu irgendwann einmal geschlossen wird oder wurde. Sehen Sie es bitte nicht so negativ.
Viele Grüße

@Vati · 14.06.2006

Ist halt ein schnelllebige Welt. Worum gehts in dem Film nochmal?

julia · 12.06.2006

...ich glaub nicht, dass die euphorie weg ist! nur in diesem forum wahrscheinlich!?

Vati · 12.06.2006

So schnell, wie die Euphorie kam, ist sie auch schon wieder verflogen. Das ist das Prinzip heute.

julia · 01.06.2006

hat eigentlich schon jemand :"der beweis" im kino gesehen? da spielt ja "jack" auch mit...

· 22.05.2006

Ein grossartiger Film mit grossartigen Schauspielern

Oskar · 16.05.2006

Hallo Nautilus, Hallo Meike,
Ihr wendet Euch ja offenbar an mich. Es freut mich sehr, dass dieser Film Menschen zusammenführt, die sich um einen freundlichen Umgang miteinander bemühen. Vielleicht hatte der alte Aristoteles Recht, als er der Tragödie eine kathartische Wirkungsabsicht zusprach. Und warum soll das nicht auch für einen Film gelten, der nach klassischer Definition tragisch konzipiert ist. Denn Ennis und Jack stehen ja in dem Dilemma, dass sie weder durch Anpassung an den Sittenkodex, noch durch das Bekenntnis zu ihrer Liebe glücklich werden können. Im ersten Falle verleugnen sie ihre Liebe, im zweiten Falle begeben sie sich ins gesellschaftliche Abseits und werden zu Outcasts, denen der Tod droht, und möglicherweise ist Jack ja tatsächlich der Rache der schwulenfeindlichen Gesellschaft zum Opfer gefallen. Kurzum, die Tragödiensituation ist gegeben. Die Erschütterung der Kinogänger folgt daraus. Und wenn solche Erschütterung die Cineasten dazu führt, dass sie mit den Liebenden dieser Welt - egal in welchen Verbindungen Liebende sich zusammenfinden - Nachsicht haben, dann wäre tatsächlich eine nachhaltige, kathartische Wirkung zu beobachten.

Euch einen schönen Gruß

Nautilus · 15.05.2006

Es war so gemeint. Dein Misstrauen in allen Ehren, aber hier ist es nicht angebracht.

julia · 15.05.2006

so, ich hab mir jetzt auch den soundtrack gekauft! da kann man sich nochmal schön hineinversetzen. vor allem beim letzten lied!

Meike · 15.05.2006

Schönheit liegt doch immer im Auge des Betrachters, oder ?
Ich finde es jedenfalls SCHÖN, daß Du es als Kompliment siehst und gehe ebenfalls davon aus, daß es auch so gemeint war. Ihr habt Euch intensiv nicht nur mit dem Film auseinander gesetzt, es war interessant mitzuverfolgen... Mit den geläufigen Kategorien und Kriterien kommt man an diesen Film eben einfach nicht heran.
Viele Grüsse

Oskar · 13.05.2006

Hallo Gast, hallo Nautilus,
ich fasse das als Kompliment auf. Dankeschön! Bin aber leider nicht ganz so hübsch wie Gyllenhaal oder Ledger! Was ja keine Schande ist. Soll öfters vorkommen.
Einen fröhlichen Gruß

Nautilus · 11.05.2006

Paul und Oskar als Hauptdarsteller von "Brokeback Mountain" - hätte auch geklappt...

Oskar · 08.05.2006

Hallo Paul,
wir sind gar nicht weit auseinander. Dein Fokus geht auf die Individualität jedes einzelnen Menschen. In solcher Hochschätzung des Individuums stimme ich mit Dir voll und ganz überein. Und deshalb lieben wir ja auch Ang Lee für diesen Film - und übrigens auch für andere seiner Produktionen. Er zeigt uns ja in Brokeback Mountain wie wertvoll jedes Menschenleben, das die Liebe sucht, ist. Deshalb rührt uns das Scheitern von Jack und Ennis. Und genauso können wir uns mit Almas und Lureens aus enttäuschter Liebe herrührenden Frustrationen identifizieren. Und auch der süßen Kellnerin, die sich unglücklich in Ennis verliebt hat, gehören unsere Sympathien oder der gütigen Mutter von Jack, die in der Trauer um ihren Sohn in kleinen Gesten dessen schwulem Freund ihre Hochschätzung und großherzige Menschlichkeit zeigt.
Kurzum, bester Paul, hinter Deinen Überlegungen, steht wie ja auch in diesem wunderbaren Film, ein egalitäres Konzept, das allen Menschen ihr Streben nach Glück zugesteht. Dieses Konzept hat meine volle Zustimmung. Das ist wiederum nichts Besonderes: Denn wir Schwulen sind, weil wir ja Minderheit sind, aufgrund unseres sexuellen Selbstbewußtseins wahrscheinlich eher auf nonkonformistische Lebensentwürfe geeicht als der heterosexuelle Mainstream. Mit meinen politischen Überlegungen bin ich freilich opportunistischer als Du, indem ich sage, wir sollten in unserer konkreten politishen Situation in Deutschland genau darauf achten, wer uns nützt. Und ich beunruhige mich zur Zeit eben darüber, dass angesichts der Wiederkehr der Religionen die aufklärerischen Traditionen, die beispielsweise in Dingen der Sexualität libertäre Konzepte verfolgen, sehr schnell für verfügbar gehalten werden. Und zwar im Moment insbesondere bei der linken Sozialdemokratie und den Grünen, die sich der ideologischen Diskussion mit den Religiösen nicht stellen wollen, in der Furcht davor, pluralistische Standarts neu definieren zu müssen. Als laizistischer Mensch fürchte ich mich aber vor den Anmaßungen der Religionen, insbesondere der monotheistischen, die seit Jahrtausenden die Reglementierung der Sexualität betrieben, um die Menschen unter ihre Fittiche zu bekommen. Soviel für heute.
Herzlichen Gruß

Paul · 07.05.2006

Hallo Oskar, danke für Deine Antwort. Während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe reflektiere ich zunehmend meinen Hintergrund, meine Motivation. Und darüber wird mir immer deutlicher der Unterschied zwischen meinen Bedürfnissen, Sehnsüchten und Wünschen und der politisch-geistigen Ausrichtung in diesem Lande immer klarer. Ich zeige mittlerweile überhaupt keine Bereitschaft mehr parteipolitisch motivierte Auseinandersetzungen über Menschenrechte zu führen. Da gibt es einfach nichts zu verhandeln. Dennoch werden Rechte einheimischer schwuler Menschen auf der politischen Bühne verhandelt. Werden die Rechte blauäugiger Menschen gegenüber braunäugigen Artgenossen verhandelt? Absurde Frage? Nein, schließlich haben beide Ausprägungen den prinzipiell gleichen Hintergrund. So oder so können Menschen auf die Welt kommen, das ist in der biologischen Vielfalt der menschlichen Spezies so vorgesehen. Diese Gesetze sind so alt wie die Menschheit selbst. Wie lächerlich nehmen sich doch Politiker, egal welcher Couleur, aus, die mit neuen Gesetzen das alte Leben zu Reglementieren, zu Verhandeln suchen. Es kann letztlich nur um volle Akzeptanz ohne wenn und aber gehen. Ich habe größtes Misstrauen gegenüber politischen Führungen, besonders dann, wenn diese nicht mehr das Wohl der Menschen zu organisieren versuchen sondern als Lakaien der Wirtschaft agieren und in Folge dessen sich in der Geschwindigkeit des Abbaus erkämpfter Rechte zu überbieten scheinen. Ich schlage an dieser Stelle einen großen Bogen wenn ich auf die sich hochschaukelnden Spannungen zwischen moslemischen und christlichen Staaten bzw. Individuen zu sprechen komme. Dieses entstandene Feinbild speist sich nicht nur aus eigenverantwortlichem Handeln der Moslems, es wird auch nach Kräften geschürt. Es übernimmt die Funktion des Gemeinsamen in der Gesellschaft, wir Christen, unsere Werte werden bedroht! Da muss man Zusammenhalten, das ist der eigentliche Feind!. Für jeden von homophoben Moslems überfallenen Schwulen ist das wirklich so. Ohne jede Frage. Aber auch hier muss man die Augen offen halten. Es ist eben auch die Politik des Westens die den moslemischen Ländern viel Unheil, Krieg und Ausplünderung gebracht hat. Das ist in deren kollektiven Bewusstsein präsent. Das führt zur Abgrenzung, zur Überbetonung eigener Werte. Mit unsäglichen Folgen.
Ich freue mich übrigens sehr über die sich hier entwickelnden Diskussionen. Fremde Menschen tauschen sich aus, hinterfragen eigene Positionen und Haltungen. Und das alles wegen eines Films. Grüße von Paul.

Oskar · 06.05.2006

Hallo Paul,
letzteres habe ich leider mehrfach anders erlebt. Gebe Dir aber völlig Recht, dass es sich hier in Deutschland und in Europa um einen momentanen Burgfrieden handelt. Beispielsweise ist die SPD gerade dabei, und ich muss hier auf die muslimische Religionsproblematik zurückkommen, aus Gründen einer mir unverständlichen "political correctness" gegenüber dieser Religion, die Rechte der Schwulen genauso zu relativieren, wie sie die Frauenemanzipation für verfügbar hält, um das reaktionäre Frauenbild der Muslime nicht diskutieren und kritisiern zu müssen. Es gibt derzeit keinen sozialdemokratischen Politiker, der die Schwulenfeindlichkeit der Muslime öffentlich anprangert. Vielmehr hat die SPD in der Diskussion um den Baden-Württembergischen Eindwanderungsfragebogen sich insbesondere gegen die Frage nach dem Verhältnis der Antragssteller zu homosexuellen Menschen gewandt, und gerade diese Frage als unzulässig kritisiert. Was den Schutz muslimischer Homosexueller durch unsere Gesellschaft anbelangt, gebe ich Dir ebenfalls Recht. Hier ist noch viel zu tun. Meines Erachtens kommt es zur Zeit darauf an, die Freiräume, die erstritten wurden, zu besetzen und zu verteidigen. D. h., wir müssen weiterhin in die Öffentlichkeit gehen, uns zeigen, unsere Infrastrukturen nutzen und fördern, und wir müssen uns weiterhin zu Wort melden. Wir sollten auch Kontakte zu Verbündeten, die sich neuerdings anbieten, ohne Berührungsängste wahrnehmen. Mir scheint, dass inzwischen auf der konservativen Seite das Verständnis für uns wächst. Ich habe, obwohl dort nicht Mitglied, in der CDU interessiertere, aufgeschlossenere und pragmatischere Gesprächspartner angetroffen als derzeit in der SPD. Wenn es gelänge,im konservativen Milieu größere Akzeptanz zu finden, wäre das ein großer Fortschritt. Dann erst wären die Zustände, an denen Jack und Ennis scheiterten, hier in Europa unwiderbringlich Vergangenheit. (Ich weiß, dass ich jetzt sehr idealistisch formuliert habe.)
Viele Grüße

Meike · 06.05.2006

Hallo Gast
Danke. Ich habe den kompletten Text schon eine Weile gesucht.
Was denkst Du über das Sterben von Jack, könnte der Song einen Bezug zu seinem Tod sein?

Gast · 05.05.2006

He was a friend of mine
Every time I think of him
I just can't keep from cryin'
'Cause he was a friend of mine

He died on the road
He died on the road
He just kept on moving
Never reaped what he could sow
And he was a friend of mine

I stole away and cried
I stole away and cried
'Cause I never had too much money
And I never been quite satisfied
And he was a friend of mine

He never done no wrong
He never done no wrong
A thousand miles from home
And he never harmed no one
And he was a friend of mine

He was a friend of mine
He was a friend of mine
Every time I hear his name Lord
I just can't keep from cryin'
'Cause he was a friend of mine.

Paul · 05.05.2006

Hallo Oskar. Leider erlebe ich die Realität in D´land anders als Du. Entwarnung kann ich nicht geben. Die gegenwärtige Situation erlebe ich als eine Art Burgfrieden. Der politisch-gesellschaftliche Mainstream umarmt gegenwärtig die schwul/lesbische Community, die im Gegenzug weitreichende politische Positionen preisgegeben hat und in teils unerträglicher Weise in ihr Gegenteil verkehrt hat. Auf fast jeder Christopher-Street-Day-Parade siehst Du ein Wagen mit schwulen Polizisten. Das sind auch diejenigen dabei, die schwule Männer nach Iran, Saudi-Arabien oder sonst wo hin abschieben. Diesen Menschen wird dort gerne mal der Kopf abgeschlagen oder sie werden Opfer fiesester Grausamkeiten. Noch nie hat sich ein schwuler Polizist öffentlich gegen Zwangsdeportationen in den Tod ausgesprochen oder gar seine Teilnahme daran verweigert. Falls Du mir nicht glauben solltest, so wende Dich bspw. an amnesty international oder andere Menschenrechtsgruppen. Die haben Ordner voll von Dokumentationen über abgeschobene und ermordete Schwule.
Das beängstigende daran ist die Tatsache der Gesetzmäßigkeit dieser Vorgehensweise. Wenn deutsche Politker, Richter und ausführende Organe der Meinung sind, dass das Recht auf schwule Sexualität nicht immer und überall schützenswert ist, so ist das in höchstem Maße alarmierend. Das Eis ist brüchig, was unterscheidet einen europäischen Schwulen von einem orientalischen? Woher kann Mensch die Sicherheit nehmen nicht selbst eines Tages unter ähnlichen Gesetzen leben zu müssen? Unmenschlichkeiten gegen Schwule haben in D´land System. Aber noch schützt ja der deutsche Pass die Einheimischen. Lasse nur den politischen Wind drehen. Und die Sache mit den muslimischen Jungmänner, nun ja, so sind sie eben, die Muslime. Passt schon in die Zeit, das Bild der bösen Muselmanen. Ich will nichts verharmlosen, die Typen machen gerne mal Stress. Ich komme nicht umhin an die große Zahl der (deutschen) Neonazis, Hooligans, Skinheads Dummprolls zu erinnern. Die überwältigende Anzahl schwulenfeindlicher Übergriffe geht von Deutschen aus

Meike · 05.05.2006

Hallo Kurt und Maike, Eure emotionale Betroffenheit ist für (fast) alle Teilnehmer dieses Forums unbedingt nachvollziehbar. Dieser Film kommt scheinbar leise und trotzdem voller Wucht. Am Ende des Films fühlt sich wie nach einer großen Liebe, wenn sie zu Ende geht... ich kann zur Zeit nicht ins Kino gehen, brauche irgendwie eine Auszeit und denke, kein anderer Film könnte mich momentan - obwohl er es vielleicht verdient hätte - emotional so ansprechen bzw. mir so viel geben. Ähnlich die CD - habt ihr sie mal angehört - man ist wieder mitten drin im Filmgeschehen und wieder schnürt es einem die Kehle zu. Ich höre sie nicht oft, obwohl ich es wollte, sie berührt zu sehr. Manchmal lege ich sie ein, wenn ich durch die Landschaft fahre, die sich im Moment so explosionsartig verändert. Sicherlich habt ihr beide mit eurer Frage nach der heutigen Situation die Schwulen z.b. in Wyoming gemeint. Es ist sehr interessant, darüber etwas von Annie Proulx selbst zu erfahren. Sie hat in deutschen Zeitschriften einige Kolumnen zu diesem Thema geschrieben. Sie ist eine toughe Frau.

Oskar · 05.05.2006

Hallo Kurt, hallo Maike,
als schwuler Mann, kann ich bezüglich der deutschen Gesellschaft Entwarnung geben. Habe da nur selten blöde Erfahrungen gemacht. Gefahr droht uns Schwulen aber nach wie vor von den Muslimen, da ihnen ihre schwulenfeindlichen Ausfälle auch in öffentlichen Diskussionen (etwa in Radio und TV) unwidersprochen gestattet werden. Gewaltaktionen, Beschimpfungen und Pöbeleien von muslimischen Jungmännern, die sich in Deutschland dazu beispielsweise in die schwulen Kneipengegenden unserer Städte begeben, sind an der Tagesordnung. Deshalb ist die Nachfrage über das Verhältnis zu Schwulen im Baden-Württembergischen Fragebogen zur Einwanderung zumindest zu diskutieren. Aus dem Grund bin ich auch überzeugt, dass der Film in muslimischen Ländern in der DVD-Version ein großer Erfolg werden wird. Die Schwulen dort werden sich kaum für solch einen Film ins Kino trauen. Zu Hause werden sie den Film anschauen und ihr eigenes Schicksal darin auf erschütternde Weise abgebildet finden.

Kurt und Maike · 04.05.2006

Der Film hat uns in den Kinosessel gepresst und uns tief bewegt! Wir können kaum zur Tagesordung übergehen. Nach der Erfahrung in Wyoming in 1963 machen wir uns nun Gedanken darüber, wie die Gesellschaft eigentlich heute mit Schwulen umgeht. Wir zumindest haben unseren Teil gelernt! Nicht zuletzt Dank dieses Meisterwerks! Respekt und großer Dank an Ang Lee!

Rillamirilla · 03.05.2006

Künstliche Emotionen?? wie bitte??
Überlegungen hin Überlegungen her: BBM ist Wirklichkeit, vielleicht ist das das Geheimnis. In seinem formellen Stoicismus, in seiner inneren Nüchternheit befindet sich das Leben so wie es ist. Deswegen geht es so tief in uns hinein, deswegen leiden und weinen wir, deswegen lächeln und genießen wir. Weil wie ein Dokumentarfilm, der die Liebe und die Menschbeziehungen seziert, setzt uns vor uns selbst aus und zwar völlig nackt.. außerdem (auf dieser Weise) zwingt uns unsere vergangene und zukünftige Existenz zu fragen.

Meike · 03.05.2006

Bravo, Oskar. Nach langer Zeit des Geplätschers (nicht bös gemeint) endlich wieder eine tiefe, klischeelose Betrachtung dieses wunderbaren Films, der in der Tat in mancherlei Hinsicht einem Bühnenstück gleicht. Ich sehe es auch so, die Homosexualität ist nur ein Baustein der Geschichte, nicht das Hauptthema des Films. Es ist eine Geschichte über vertane Chancen, vom Verharren in ungebliebten Verhaltenscodes, und die betreffen nicht nur Ennis und Jack, sondern auch Alma und Lureen, und wenn wir den Bogen noch weiterspannen wollen, sicherlich auch zumindest Jack's Mutter. Über Jacks Tod zu philosophieren ist endlos. Ich stimme dem zu, was Du darüber geschrieben hast. Allerdings habe ich nach mehrmaligem Sehen des Filmes und natürlich auch des kompletten Abspanns eine Vermutung, ob es nicht doch NUR (in Anführungszeichen) ein tragischer Unfall war. Der Titel: He was a friend of mine von Willie Nelson im unmittelbaren Anschluß an den Film hat u.a. folgende Zeile: ...He died on the road (Zufall oder Absicht)?? Ich glaube, den allermeisten hier in diesem Forum, die sich Gedanken um die Art seines Todes machen, geht es darum, ihn nicht so fürchterlich (totgeschlagen) gestorben wissen zu wollen. Mir geht es ebenso.

Oskar · 02.05.2006

Hallo Holger,
Du hast das alles völlig richtig dargestellt. Ennis und Jack haben tatsächlich nur die Entscheidung, ihr Schwulsein zu leben oder sich dem gesellschaftlichen Druck mit all den daraus resultierenden katastrophalen Konsequenzen zu beugen. Deshalb sind ihre Frauen ebenso Opfer der schwulenfreindlichen Repression wie sie selbst. Denn in einer freien Gesellschaft hätten sie sich wohl kaum in heterosexuelle Verbindungen gestürzt. Freilich behandelt der Film meines Erachtens nicht in erster Linie eine schwule Tragödie, sondern eine der Unfreiheit in einer repressiven Gesellschaft. Das Thema der verbotenen Liebe ist uralt und ein allgemeinmenschliches: In der heterosexuellen Sphäre kann man an Romeo und Julia denken, aber auch an Ständegesellschaften, die die Liebe zwischen höher gestelltem und niederrangigem Liebespartner verhindern. Ebenso ist die Liebe zwischen Alt und Jung negativ sanktioniert (z. B. der Film "Angst essen Seele auf") oder die Liebe zwischen zwei Menschen verschiedener Kulturkreise oder Religionen.

Holger · 02.05.2006

Ich bin immer wieder darüber erstaunt, wie wenig das Gros der Heterosexuellen (meist der männlichen) über die Fakten informiert ist. Das hält sie naturgemäß nicht davon ab, Affekte gegenüber Homosexuellen zu entwickeln.
Also: Homosexualität (wie ich meine ein sprödes und etwas medizinisch klingendes Wort - ähnlich wie auch Heterosexualität) ist eine anthropologische Konstante in der Gesellschaft! Die Experten streiten sich in Größenordnungen zwischen 3 und 5 %. "Das" hat es schon immer gegeben, "das" gibt es und "das" wird es immer geben. Man kann sich als Schwuler oder als Lesbe nicht entscheiden, wie man sexuell orientiert ist. Wie die Schuhgröße und die Haarfarbe ist es ein Teil der Persönlichkeit. Die Homosexuellen können sich lediglich entscheiden, Ihre Identität zu leben oder ein Leben lang zu schweigen (und - wie Ennis und Jack zu heiraten, womöglich auch noch eine Familie zu gründen). In der Regel ist diese Entscheidung mit einem stetig wachsenden Leidensdruck verbunden.
Rein biologisch (evolutionstheoretisch, ethologisch) hat Homosexualität eine immense Bedeutung für das Funktionieren der Gesellschaft. Hierzu gibt es einschlägige Dissertationen unterschiedlichster Fachrichtungen.
Schwulsein gibt es gleichermaßen im Tierreich. Auch hier werden durch die (meist)männlichen Artgenossen Aggressionen gegenüber der schwulen Minderheit entwickelt. Peter, der seine Homophobie ähnlich wenig im Griff hat, wie zum Beispiel Jacks Vater, Joe Aguirre oder Ennis Schwiegervater hat also (zumindest im vergleichsweise wenig zivilisierten Tierreich) einschlägige Vorbilder.
So. Das musste gesagt werden. Und jetzt Ihr!

Oskar · 01.05.2006

Habe nun etliche Eurer Kommentare gelesen, und bin beeindruckt und berührt davon, dass Empfindsamkeit und Sensibilität offenbar immer noch hoch im Kurs stehen.
Die eine oder andere Bemerkung zu diesem wunderbaren Film will ich noch loswerden. In Eurer Diskussion spielt das Ende von Jack eine große Rolle. Ich habe den Eindruck, dass es nicht notwendig ist, das endgültig zu entscheiden. Die Weisheit des Films (und übrigens auch der Erzählung) liegt darin, dass beide Versionen denkbar und plausibel sind. Ennis könnte also mit seiner Version Recht haben. Er muss aber nicht Recht haben.
Mir scheint, dass dieser Film im antiken Sinn tragisch ist, weil die Protagonisten letztlich an sich selber scheitern. Sie haben - insbesondere Ennis - letztlich die Moralvorstellung ihrer Umgebung internalisiert, und können deshalb ihr Sosein nicht akzeptieren. Zur Erklärung ein Blick auf die Opernbühne. In Janaceks Oper Katja Kabanova bringt sich die Titelheldin um, weil sie sich nicht verzeihen kann, die Ehe gebrochen zu haben. Die Vorwürfe ihres Mannes, ihrer wirklich üblen Schwiegermutter und der dortigen Spießbürger sind sekundär. Janaceks Oper verursacht übrigens genau dieselbe Traurigkeit wie dieser Film, sie ist für mich gleichsam ein Pendant dazu, obwohl die Geschichte eine ganz andere ist.
Ein weiterer Aspekt, der diesen Film so ergreifend macht, ist das Thema der Nostalgie. Die beiden Liebenden erkennen erst im Nachhinein, dass der Brokeback den Höhepunkt ihres Lebens darstellte, dass das Leben schlicht nicht mehr bereitstellt als diese Liebeserfahrung. Und selbst, wenn die beiden später beieinander sind, fehlt ihnen die Möglichkeit, diese Augenblicke als ungetrübte Glückserfahrung zu genießen, weil sie um die Kürze des jeweiligen Zusammenseins wissen.
Ein anderes Thema, das mich berührt und das vielleicht auch den Frauen hier in der Runde nahegeht, ist das Thema der gestörten Kommunikation. Ich befürchte, dass dieses Schweigen, wo es aufs Reden ankommt, eine eher männliche Eigenschaft ist, die manche Frau hier in ihrer eigenen Partnerschaft schon leidvoll erlebt hat. Freilich gehören auch Alma und Lureen zu der Fraktion der Schweiger, das ist mir bewusst.
Was diesen Film so bezwingend menschlich macht, ist, dass keine der Figuren denunziert wird - von den rücksichtslosen, bzw. verhärteten Vaterfiguren, die den erbarmungslosen und liebesfeindlichen Sittenkodex vertreten, einmal abgesehen. Die Deformation Lureens, von einer sinnlichen Verführerin zu einer ihre Gefühle kontrollierenden und unterdrückenden, freudlosen Geschäftsfrau finde ich sehr eindrücklich, auch das furchtbare Outfit, das sie sich nach und nach zulegt, ist geradezu bestürzend.
Überhaupt ist der Film so berührend, weil er die Menschen zeigt, wie sie sind, und ohne moralischen Zeigefinger auskommt. Deshalb bin ich auch der Meinung, und das sage ich als schwuler Mann, dass das Thema der Homosexualität nur insofern eine Rolle spielt, als es einen Spezialfall des uralten Themas der aus verschiedensten gesellschaftlichen Gründen verbotenen Liebe darstellt. Abschließend wage ich dennoch zu prognostizieren, dass die DVD-Ausgabe von Brokeback Mountain insbesondere in schwulenfeindlichen Ländern - etwa in der islamischen Welt - Furore machen wird. Keiner der dortigen schwulen Männer wird sich diesen Film entgehen lassen, er wird darin sein eigenes Schicksal gespiegelt sehen.

Bernhard · 01.05.2006

@ Marketa
-
Heath Ledger kommt ja gebürtig aus Australien..ich glaube, das hängt auch damit zusammen. In den Schlüsselsituationen kommt die "gestörte Kommunikation" in der Originalfassung deutlich besser rüber. Schauspielerisch war das schon eine sehr gute Leistung (deshalb auch die vielen Auszeichnungen/Preise).

Marketa · 01.05.2006

Ich habe den Film auch auf Englisch gesehen und dachte die ganze Zeit, Heath Ledger will uns mit seiner seltsamen Sprechart verschaukeln. Konnte mich damit irgendwie nicht arrangieren, sah auch keine tolle schauspielerische Leistung dabei. Wahrscheinlich komme ich einfach mit der amerikanischen Art nicht richtig zurecht.

Bernhard · 30.04.2006

Was Sinai mit seiner Kritik ausdrücken möchte ist, das die Kinobesucher ein gewisses Maß an Empathievermögen mitbringen sollten.

· 30.04.2006

Der schönste und bewegendste Film, den ich je gesehen habe. Dem deutschen Publikum empfehle ich, den Film in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln anzuschauen. Denn zwar ist das nuschelige American English der Protagonisten nicht leicht zu verstehen, freilich klingt gerade in dieser durch die Synchronisierung nicht nachzuahmende Prononziation ein Kernthema des Films an - die gestörte Kommunikation zwischen den Figuren. Denn wenn sie überhaupt sprechen, verschweigen sie mehr, als sie sich zu sagen getrauen.

Sinai · 30.04.2006

Klar. Davon lebt doch der Film, sonst würde er Manchen nicht so nah gehen. Aber diese Sache von der Seite zu betrachten, finde ich ein wenig langweilig. Ich habe von dem Film nichts weiter gelernt. Aber gut, das ist meine Meinung.

Bernhard · 28.04.2006

Häh!? Künstliche Emotionen?

Sinai · 28.04.2006

Na ja, künstliche Emotionen eben, die da aufgebaut werden. Seien wir doch mal ehrlich: Braucht man wirklich sowas?

Bernhard · 28.04.2006

Ein rundum brillianter Film!

Björn · 27.04.2006

@ Peter

In Münsteraner Zoo gibt es meines Wissens ein schwules Storchenpaar..das ist also nichts unnormales...

Meike · 27.04.2006

Hallo Paul, wieder möchte ich mich Deiner Meinung voll und ganz anschließen. AUCH bezüglich der Härte. Sie ist notwendig, finde ich. Ich denke, die Intoleranz und Stupidität in unserer Gesellschaft hat oft auch sehr mit der Erziehung jedes Einzelnen in seiner Kindheit zu tun. Wo die Eltern zu Hause Homosexualität oder jede andere Ihnen "suspekte" Form der von ihnen so gesehenen Abnormalität immer wieder im Alltag zum Ausdruck bringen, fällt der Apfel oft nicht weit vom Stamm. Das ist allerdings auch nur EIN Urspung für die Beschränktheit mancher Mitmenschen, es gibt viele andere....
Ich spreche aus Erfahrung, da mein Sohn selbst homosexuell ist und ich glaube, er ist sehr sehr glücklich mit einer Mutter, die aufgeschlossen genug ist, diese Tatsache zu leben und das ohne jeden Zweifel an seinem Wert oder seiner Person. Ich wünsche mir nur, daß er glücklich ist, wie und mit wem auch immer. Nein, mein Herz ist ganz und gar nicht leer, im Gegenteil.....
Wer nun denkt, ich würde lediglich aus Vorgenanntem eine Toleranz entwickelt haben, irrt gewaltig.
Auch ohne meinen Sohn wäre ich immer ein Befürworter der Individulität, sie ist von der Natur gegeben, keine Gewohnheit, die man irgendwie mal annimmt und nach Belieben wieder ablegt.
Ganz besonders froh bin ich aber darüber, daß mein Sohn in einem sehr großen und bunt gemischten Freundeskreis aufgeschlossener, mutiger und ehrlicher Menschen lebt, etwas besseres hätte ich mir für ihn nicht wünschen können....
Peter: und nun kurz eine Antwort auf Dich: es gibt Homosexualität auch bei Tieren. Du hast in Biologie anscheinend nicht richtig aufgepaßt ;-)

@Peter · 27.04.2006

Ja, das gibt es. Teufel aber auch...

peter · 27.04.2006

hat man denn in der natur schon mal 2 männliche ochsen oder 2 weibliche ziegen miteinander gesehen? soviel zum thema "normal" !

Paul · 26.04.2006

@ Meike: Vielen Dank für Deine netten Worte. Ich möchte mich, Verkneifen ist einfach nicht meine Stärke ;-), zu der von Dir erwähnten Härte meines Kommentars an Sammy äußern. Die unverblümte Einteilung in normal oder nicht normal ist die eigentliche Härte. Das muss man/frau sich immer vor Augen halten. "Nichtnormale" haben eben nicht die gleichen Rechte, leben in der Regel in, gemessen an den "Normalen", deutlich schlechteren Grundbedingungen. Es beleidigt einfach mein Gerechtigkeitsempfinden und Anstandsgefühl ständig von "Normalen" aus deren Unfähigkeiten heraus "Unnormale", hier eben Schwule, präsentiert zu bekommen. Wohin das führen kann sieht man überdeutlich in Brokeback Mountain. Erinnere Dich an die Szene mit dem gelynchten Farmer. Voraussetzung zu dessen grausamen Tod war die Definition des Unnormalen. Um Irrtümern vorzubeugen: ich behaupte nicht, dass Sammy so etwas gutheißt. Aber zu Ausgrenzung und weiteren Scheußlichkeiten braucht es Vorbedingungen. Eine sehr wichtige ist, dass diese Menschen nicht als "normal" betrachtet werden und man sie deshalb nicht "normal" zu behandeln braucht. Dagegen positioniere ich mich, klar und deutlich und wenn es sein muss auch mit Härte. Dir wünsche ich alles Gute und vertraue darauf, dass dein Herz nicht leer ist, wenn mit der Leere in Deinem Herzen gerechnet wird.

Miry · 25.04.2006

Super gelungener Film.

Meike · 25.04.2006

Hallo Paul,
hart aber ehrlich Deine Worte. Abgesehen davon, daß man die ersten beiden Sätze von "Sammy" als SEINE PERSÖNLICHE Meinung gelten lassen muss (so schwer es einem fällt), ist Satz 3 ein Armutszeugnis, was er sich selbst ausstellt.
Du hast also völlig Recht.
Wirklich traurig....

Paul · 25.04.2006

@ Sammy: Aus welchem geistigen Abschnitt des Mittelalters meldest Du Dich zurück? Mit Deiner Auffassung von Normalität will ich rein gar nichts zu tun haben. Wenn ich aufgrund der Tatsache meiner Heterosexualität von Leuten Deines Kalibers für normal gehalten werde, so ist mir das überaus unangenehm und peinlich. Meine schwulen Freunde sind, diese Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen, mehr Mann als Du wohl je sein wirst.

Sammy · 24.04.2006

Ich weiß nicht. Anfangs langweilig und es zieht sich ewig dahin. Überhaupt nicht mein Fall.
Für Schwule ok. Normale Männer NEIN NEIN NEIN

Jan · 23.04.2006

Ein phantastischer Film..ich bin fast sprachlos...

Tragische Momente in nie erlebter Kinoatmosphäre..ganz großes Lob an Ang Lee!!! 6 Sterne von mir!

julia · 21.04.2006

...hey, rilla, natürlich reicht es nicht! nur im kino werde ich ihn nicht mehr anschauen. trotzdem lässt mich der film nicht los. ein phänomen!

Pia · 21.04.2006

Auch ich habe den Film heute zum dritten Mal gesehen und bin wirklich sehr egriffen. So ist das nunmal mit tragischen Filmen. Meiner Meinung nach ist dieser Film stilistisch gesehen überhaupt nicht "amerikanisch". Da kann ich Kasi in keinster Weise nicht zustimmen...

Rillamirilla · 20.04.2006

Julia reicht es wirklich?? wenn es nicht wirklich so ist, dann folge unsere Spuren...
Ennis del Mar...ich bin an einem wunderschönen Ort wo eine Whiskyquelle entspringt!!! ich hoffe du findest uns!!!

Kasi · 20.04.2006

Hab mir den Film 1 Mal angesehen. Ich fand ihn ganz unterhaltsam, aber ansonsten sehr amerikanisch: Viele kümstlich aufgebaute Emotionen und wenig dahinter. An diejenigen, die mich jetzt gleich wieder in der Luft zerreißen werden (wie hier üblich, wie ich gelesen habe) sei gesagt: Es ist nur EINE Meinung, nämlich meine.

Kinogängerin · 20.04.2006

Hab mir diesen Film auch 2 mal angesehen. Ich musste beim 2. Mal richtig heulen, ich galube ich habe ihn da erst richrig begriffen. Ich galub so einen ergreifenden Film hab ich schon lange nicht mehr gesehen und habe nur darauf gewartet. Kann gar nicht abwarten bis die DVD kommt!
Dieser Film und die schuaspielerischen leistungen aller Darsteller sind bewundernswert!

julia · 20.04.2006

mir ist es unerklärlich, dass es ein film so stark schafft, dass er einen nicht mehr loslässt...ich hab ihn vor etwa 5 wochen das erste mal gesehen und muss immer noch andauernd an ihn denken...

ennis del mar · 19.04.2006

hallo zusammen bin von dem großen schmerz von dem wunderschönen film immer noch nicht hinüber ich weiß nicht was das ist aber wenn ich dieses abschlusslied höre von the wings dann könnte ich gleich losheulen es war einfach das beste diesen film drei mal anzuschaun, obwohl mich die frau an der kassa beim dritten mal schief angeklotzt hat!!!! rillamirilla was bist du eigentlich für eine art person dass du dich für diesen film so interesiertst????

julia · 19.04.2006

...hab ihn gestern auch zum dritten mal angeschaut. aber jetzt reichts....

Rillamirilla · 18.04.2006

Das hast du schoen ausgedrueckt Stregdastar!!!!! Leider sind wir eine zum aussterben bedrohte Spezies!!!

stregdastar · 18.04.2006

Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen ähnlich herzergreifenden Film gesehen zu haben. Die schauspielerischen Leistungen von Jake Gyllenhaal und Heath Ledger sind unübertrefflich!! Ein grandioses Meisterwerk! Wer es sich nicht anschaut, hat umsonst gelebt!!

Marianne · 17.04.2006

Ein Film, der berührt, aber auch Geduld erfordert. Für mich ist ganz klar, dass Jack von intoleranten Geschlechtsgenossen ermordert wurde. Dafür spricht meines Erachtens die Rahmenhandlung, beginnend mit dem Kindheitstrauma von Ennes und die kalte, verbitterte "Berichterstattung" Laureens. Jack hat im Gegensatz zu Ennes nur schwer seinen Mund halten können und die von Ennes stets gesehene Gefahr unterschätzt.

Marty · 16.04.2006

@hines.

Das Buch habe ich schon 3mal gelesen. Ich bin zwar keine Leseratte, aber es ist eines meiner Lieblingsbücher.
Von Carson McCullers.

Rillamirilla · 15.04.2006

Zu der Frage woher er wusste, dass Jack in Mexico war.... Jack hat das ja angesprochen, er sagt ja wir sollen gehen wo es warm ist, hier ist es so scheiss kalt.
Ich nehme an Ennis hat es nur gemutmasst...und Jack hat es ja bestaetigt!!

Rillamirilla · 15.04.2006

Hallo Ennis del Mar, ich habe zwar im spanischen Forum etwas darueber gelesen, kann aber mich gerade nicht daran erinnern, melde mich so bald ich Bescheid weiss, Schoene Gruesse!!! an dir auch Liebe Julia!!
Danke fuer den Tipp Hines!!!

hines · 15.04.2006

Aus den Vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts stammt ein Roman, der jetzt eine gültige Variante erfährt: "Das Herz ist ein einsamer Jäger".
To whom it concerns: Spitze!

ennis del mar · 15.04.2006

hey Rillamirilla ich habe eine frage an dich: was hat es im film zu bedeuten der nagelnack punkt an lureens finger an der telefon szene? und woher wusste ennis das jack in mexico war?

war sehr überzeugt von dem film ist der erste film den ich ganze 3 mal angesehen habe!!!!!!!!

habe sogar noch zur erinnerung die eintrittskarten aufgehoben!!!!!!!!!!

julia · 13.04.2006

...mir ist z.b. jetzt erst aufgefallen, dass die frau von ennis den einen vom supermarkt geheiratet hat...

@rillamarilla · 12.04.2006

Nein, hier wurde nichts gelöscht, auch wenn Deine andauernden Abwerbeversuche für andere Kinoseiten nicht unbedingt der Netiquette entsprechen.

Rillamirilla · 12.04.2006

Administrator, hast du meine Nachricht an Julia geloescht? Julia du weiisst wo du mich finden kannst!!! ich habe es bereits erwaehnt!!

julia · 12.04.2006

wo bist du rillamarilla?!?!

Joe · 12.04.2006

Ein bisschen enttaueschend. Die erste 45 Minuten haben mich nicht ueberzeugt -- die Wirklichkeit der Liebesbeziehung bleibte zweifelhaft -- die Sex-Szenen besonders schwach. Die Familien-Dramen der zweiten Haelfte bliebten konventionnel, mit verwirrende Wechsel der Schauspieler als die Kinder wuchsen und sentimentale Schluss-Dialoge zwischen Vater und Tochter.

· 12.04.2006

Der beste Film, den ich je gesehen habe.
Wie diese Liebe nur an den gesellschaftlichen Vorstellungen von Liebe kaputt geht, ist wirklich grausam.

Ferula · 07.04.2006

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus, liebe Meike!!!!!!!!!!!!!!!!!!

julia · 07.04.2006

@ rilla:
lass dich nicht runtermachen und schreib weiter hier!

Meike · 07.04.2006

Hallo Ferula, warum so aggressiv? Du hast eindeutig gemeint, daß Du Dich auf diesen Seiten langweilst... und ich habe gemeint, das mußt Du doch nicht, warum tust Du Dir das an...?? Also bitte nicht so garstig :-)
Rillamirilla, freue mich auf ein Wiedertreffen im Schweizerischen Forum. Deine Hinweise auf tolle Internetseiten zum Film sind super !! Smile :)
Ach übrigens las ich kürzlich irgendwo im Net folgendes: Im US-amerikanischen Albuquerque, wo ich (der Rezensent) den Film vor ein paar Wochen sah, verließen immerhin 10 Personen (von 50) bei der Sexszene den Saal. Ein Bleibender rief ihnen nach: "And what did you expect? Pamela Anderson and a horse?"

Der Redaktör · 07.04.2006

Als nächste Neuerung gibts hier ein Forum, versprochen...

Ferula · 06.04.2006

Ach, und was Rillamirilla (oder so) betrifft, so finde ich, dass sie sehr intelligente Vermutungen anstellt, die mir gar nicht so einfallen würden und mit denen ich mich gar nicht beschäftigen wöllte. Respekt!

Ferula · 06.04.2006

@Meike: Hallo? Will mir jetzt jemand verbieten meine Meinung auf dieser MEINUNGSseite kundzutun? So wie du mich runtermachst, könnt ich jetzt versuchen dich von dem Film abzubringen. Das mach ich aber nicht, denn ich habe bereits das gesagt, was ich denke. Und das ist nicht das Schlechteste, den Film betreffend! Ich habe nur nicht allzu viel gelernt, mich aber gut unterhalten, das ist alles.

Myth · 06.04.2006

@ Anna
Es gibt Menschen die von dem Film einfach sehr emotional berührt sind und sich damit sehr lange beschäftigen was der Film auch wirklich verdient hat (bin auch infiziert^^). Wenn du das nicht verstehen kannst weil es bloß ein "Film" ist dann kann ich das respektieren aber bitte du brauchst nicht sofort eine Person anzugreifen die von einer Sache ( in dem Fall der Film) so begeistert ist, irgendwie anzugreifen.
Rillamirilla mach weiter so :)

Rillamirilla · 06.04.2006

Tue ich dir weh Anna???? An Meike, Julia, Holger, Martin und allen lieben Leute, wir sehen uns bei www.cineman.ch
der Schweizerische Forum!!

anna · 06.04.2006

hey, rillamarilla, man kann es auch übertreiben! kennst du die eche realität schon noch, oder lebst du nur noch für diesen film?

Meike · 06.04.2006

Apropos Rezession... ich habe mich verschrieben (soll vorkommen) und leider kann man die gesendeten Daten nicht korrigieren. Aber wenns für einen Lacher in diesen eher traurigeren Gefilden gesorgt hat: why not :-))

Meike · 06.04.2006

Ferula, lass doch einfach allen, die dieser Film emotional beschäftigt, ihre Emotionen. Warum stört es Dich so? Warum besucht Du dieses Forum und gehst nicht in andere, die Dir mehr zusagen? Es wäre doch ganz einfach.... Keiner muss sich etwas "antun" was er nicht will.
Rillamirilla: Habe gestern die Kurzgeschichte gelesen, die sehr dicht und athmospärisch ist. Wenn ich den Film nicht kennen würde, wäre ich sicher, daß Jack ermordet wurde. Es wird zwei mal in unterschiedlichen Situationen erwähnt, daß sich Ennies immer sicherer ist und es wird in Zusammenhang mit dem Rancher aus Texas gebracht, den er später kennenlernte. Sicherlich war es nicht der Rancher selbst, aber höchstwahrscheinlich andere, denen es auffiel und die es störte... Lureens Vater schließe ich nun endgültig aus. Im Buch stirbt er bereits früher an irgend einer Krankheit (Herzinfarkt??). Ich nehme einfach an, Ang Lee wollte seinen Zuschauern die Wucht von Jack's Tod durch eine Vision nehmen, daß es eventuell "nur" ein Unfall war. Annie Proulx ist da wahrscheinlich weniger "zimperlich".
Vielleicht sollten wir einfach weiter dran glauben...

Rillamirilla · 05.04.2006

Die, die noch mehr lesen wollen, besuchet bitte den schweizerischen Forum, die Martin empfohlen hat, da kann man über alles reden.
Trotz Ferula, lasse ich euch dies:

Die Natur in Ennis und Jacks Beziehung
Ennis del Mar: Die Erde
Jack Twist: Der Wind

Ennis ist die Erde, siehe die Art wie er sich kleidet, die Farben, aber vor allem seine Wesensart, hart, nicht abwechslungsreich “, tief, oft trocken, andere Male überschwemmend.

Jack Twist: Der Wind

Der Wind, frei, in diesem Film eine weitere Figur, eng verbunden an unserem Jack Twist.

Der Wind kündigt Jacks abwesende Anwesenheit.

Am Anfang, während Ennis wartet, der Wind bewegt die Felder, wenig später taucht er auf.

Während ihrem Abschied (ersten Sommer) der Wind pfeift mit so einer intensiven Wucht, dass man ihn fast auf selbem Niveau wie ihre Stimmen hört. Er ist so stark, dass er Jack mit sich nimmt und hinterlässt einen absolut einsamen Ennis. Man hört ihn noch intensiver pfeifen, als er in dieser dunklen Strasse auf den Knien fällt… ….. traurig.

Später, als Alma versucht Ennis zum Umziehen zu überreden (Bettszene) redet sie über die Einsamkeit, umziehen um „ dieser“ zu entfliehen, er macht die Augen zu, es ist nicht schwer sich vorzustellen an wem er gerade denkt (als sie über Einsamkeit redet). Auf ein mal hören wir erneut den Wind im Hintergrund, und Ennis noch mit geschlossenen Augen; es ist als ob er eine Wucht empfinden würde, die ihn dazu bewegt, seine Frau zu „ lieben“

Noch etwas, als Aguirre ein Jahr später Jack wieder sieht sagt er: „ schau was der Wind mit sich weht (oder so was)
Jack vom Winde „ geschubst“ verbringt seine Jungend vom Rodeo zu Rodeo, ohne festen Platz…. Bis er Laureen heiratet. Ab diesem Augenblick verschwindet die Figur des Windes, um am Ende noch intensiver denn je zu erscheinen:

Ennis alleine, am Boden zerstört, traurig im Jacks Zimmer, öffnet ein Fenser… in diesem Moment ändert sich die Perspektive die, wir von ihm haben, jetzt ist geht sie vom Schrank aus. Der selbe Wind der ihm die Liebe seines Lebens gab und wegnahm wird erneut ihm zu dieser versteckten Ecke leiten, wo der kostbarste Schatz aufbewahrt wird….

Zum Schluss… der Trailer… der einsame Ennis, seine Tochter ist bereits weggegangen, schaut weinend die Hemde an. Draußen die Wiese, die Felder gewiegt durch einen sanften, angenehmen Wind, der bestimmt bei ihm um seine Wohnmobil herum für immer bleiben wird, und auf ihn aufpassen wird.......

Das Beste Beispiel dieser Metapher: Die Postkarten: Die Berge und der Himmel: Erde und Wind … … … … Ennis und Jack

Ferula · 05.04.2006

Also, ich finde das langsam ganz schön langweilig hier. Wiederholt sich auch alles irgendwie. Das ist schließlich kein Forum, sondern eine "Meinung zum Film". Spekulationen, Spekulationen und keine interessante REZENSION (;-))
Also, ich fand den Film auch sehr berührend, aber irgendwie...na ja, ich hab nicht so viel mitgenommen außer ein paar Schluchzern. Diese ganze Metaphorik da drinnen würde mich jetzt beispielsweise nie so sehr beschäftigen wie die zwei bis drei Damen vor mir. Es ist eben ein Liebesfilm, meinetwegen auch ein Liebesdrama oder was weiß ich. Aber keineswegs vermute ich mehr dahinter.

Rezession des Films · 05.04.2006

Dann wäre der Film ja schon längst im Keller.

Mfg Rezension

Rillamirilla · 05.04.2006

Am Anfang war ich davon ueberzeugt es waere ein Unfall gewesen, jetzt weiss ich wirklich nicht was ich denken soll, aber ich tendiere zu glauben, dass er umgebracht wurde.

Meike · 05.04.2006

... bleibt immer noch die Frage, wie Jack nun wirklich gestorben ist?? Ich klammere mich immer noch an die Hoffnung, daß er "nur" verunglückt ist und nicht wie ein Hund erschlagen wurde. Falls doch, von WEM ?????

Rillamirilla · 05.04.2006

ich sehe es genauso wie du, und der Beweis dafuer ist, wie er die Jacke, die seiner Tochter vergessen hat, sehr sorgfaeltig zusammenfaltet, um sie in den selben Schrank hin zu tun wo er seinen groessten, kostbarsten Schatz aufbewahrt!!!

Meike · 05.04.2006

Hi Rillamirilla, in irgend einer Rezession des Films habe ich gelesen, daß das Einschließen der Hemden in Ennis Schrank wieder zum Typ Ennis paßt, seine Gefühle zu unterdrücken, ja sogar zu verleugnen, seine Liebe zu Jack sozusagen "wegzusperren". Ich sehe es eigentlich nicht so, sondern denke, er sieht die Hemden wie einen Schatz, der nur ihm gehört (bzw. ihnen beiden !!!) und einen Schatz läßt man nicht so offen liegen....

Rillamirilla · 05.04.2006

Vielen Dank lieber Martin!! es macht mich gluecklich, dass du die Beitraege schoen findest. Ich werde mich beim schweizerischen Forum anmelden, hast du dort was bereits geschrieben??
Meike, ich hasse auch diese Gelaechter im Kino, ich werde so wuetend!Gott koennen Sie nicht erkennen wie tragisch alles ist!!!! Was deine Interpretation von "I swear anbelangt", bin ich vollkommen mit dir einverstanden. Das mit den Hemden sehe ich genauso wie du!!!!

Meike · 05.04.2006

Gestern Abend BBM zum dritten mal.... Die Symbolik der übereinanderhängenden Hemden von Jack & Ennis sehe ich nicht als ein Verstecken vor Anderen, vor Blicken oder Fragen bzw. aus Angst, entdeckt zu werden. Ich verstehe es als eine besondere Fürsorge, die Jack Ennis bzw. dieser umgekehrt ihm entgegen bringt. Beschützen wollen, Nähe (durch den Stoff) und Berührung auf diese Weise, auch ein totales vereint-sein, was anders ja nicht möglich war... Was denkt ihr?
Leider muß ich immer wieder schlucken über die vielen belustigten Leute im Kino, z.B. wenn Jack & Ennis zärtlich zueinander sind bzw. wenn Alma auf die Terasse tritt und die stürmische Umarmung der beiden entdeckt. Habe bisher nicht und kann auch weiterhin nicht begreifen, was es da zu lachen gibt.
"Jack, ich schwöre es" hat ebenfalls viel Symbolik. Ennis begreift, daß er kein "Nichts" ist, wie er Jack beim letzten Treffen unter Tränen sagt. Er begreift die große Liebe zu Jack, die er immer (brutal gegen sich selbst) unterdrückt hat und er sieht seinen eigenen Wert, sein Wesen und erkennt, daß ihm etwas wundervolles gehörte und im Herzen weiter gehören wird.

Martin · 05.04.2006

Hallo, nun lese ich hier schon seit geraumer Zeit immer mal mit und bin beeindruckt, nicht nur von BBM, sondern wie bes. du Rillamirilla so viele wundervolle Gedanken einbringst.
Du hast hier einige (nicht deutschsprachige) Foren genannt, welche ich ebenfalls kenne. Es gibt aber auch ein deutschsprachiges - cineman.ch - in welchem mit unglaublicher Sensibilität über diesen einzigartigen Film diskutiert wird.
Liebe Grüße - und wenn man es nicht ändern kann, dann muss man es halt aushalten! :-)

Marty · 04.04.2006

Brokeback Mountain würde ich dann als "Berg des gebrochenen Rückgrats" interpretieren. Wirklich übersetzbar ist es ja nicht. Aber wahrscheinlich liege ich völlig daneben, sonst hätte doch jemand in den Kritiken, die ich massenhaft gelesen habe, darüber geschrieben.

Marty · 04.04.2006

Strudel wäre swirl. Du hast wahrscheinlich Twister = Wirbelwind gemeint. Aber das triffts auch nicht. Wie bereits geschrieben: "verbiegen" würde schon passen. Jack "verbiegt" sich ja auch, anstatt das seinen Wünschen entsprechende Leben zu führen.

Rillamirilla · 04.04.2006

Mit den Namen hast du natürlich Recht, also Ennis del Mar: Insel des Meers, und Twist heißt ja Strudel oder??

Rillamirilla · 04.04.2006

Hallo Marty: das hat Ang Lee selbst gesagt. (ich habe, aber es aus dem englischen übersetzt, (aber solala)
Ueber die Anfangsscene als Ennis draussen vor Aguirres Trailer wartet und ein Zug vorbei faehrt sagt Ang Lee, das ist die Geschichte von Ennis ich werde dir nur einige Teilchen seines Lebens zeigen, gestohlene Momente, du musst sie dann vereinen oder besser gesagt mache aus diesen was du willst.

Marty · 04.04.2006

In den USA gibt es schon die DVD. Aber ich glaube die hat leider sehr wenig Bonus-Material. Im Kino werde ich mir den Film nicht mehr anschauen. Zu traurig!
Aber der (deutschen) DVD werde ich mich dann wohl doch noch mal stellen.

Marty · 04.04.2006

Hast Du irgendwo Interpretationen wegen den Namen gelesen? Ich nicht, aber ich frage mich, ob da nicht doch etwas dahinter steckt.

Nur Ennis hast Du erwähnt.
Ennis = Insel und "del Mar" =im Meer

Twist = heißt ja u.a. verdrehen, verbiegen oder Wendung

Broke = Pleite, Bankrott
broken = gebrochen, zerbrochen
back = kann vieles heißen, wie z.B. Rücken, Kehrseite,

Marty · 04.04.2006

@Rillamirilla. Da muß man ja wirklich genau hinschauen und den Film oft sehen, um das alles zu erkennen. Soll der vorbeifahrende Zug das verpaßte Leben symbolisieren? Und hat das Ang Lee wirklich so behauptet oder ist das die Interpretation von einem Forumsteilnehmer?

Rillamirilla · 04.04.2006

Es scheint so als ob diese Szenen keine formelle Verbindung untereinander hätten und ,dass sie als eine einfache Reihe von Ereignissen geschehen (das selbe in der Kurzgeschichte) aber Ang Lee lässt nichts dem Schicksal überlassen. Alles ist auf die Nummer 2 zurückzuführen; sie ist sehr „asiatisch“ (ying/yang). Zwei Gegensätze/Gegenüberstehende/ Spiegel /oder Parallele/Gleiche/Echo. Der offensichtlichste Moment: Die zwei (eins nach dem anderen) Thanksgiving Abendessen, aber der ganze Film ist voll davon.
Die zwei Rückspiegel, die zwei Gerichtssäle, die zwei dunklen Straßen, die zwei November, Ennis und Jack rollend auf dem Gras/Ennis und Alma rollend auf dem Schnee.
Ennis und Jack umarmt (von Hinten) /Alma und Ennis auf gleicherweise aber im Bett.
Ennis schauend auf einen toten Schaf/ Ennis (als Kind) schauend auf seinen toten Nachbarn;
Jack streichelt Ennis Ohr/ Ennis streichelt das Ohr seiner Tochter beim (Thanksgiving) Abendessen;
Jack nimmt Ennis Hand zwischen seine Beine/ Alma nimmt Ennis Hand damit er ihren schwangeren Bauch anfasst.
Ennis fällt zwei Male auf den Knien.
Es gibt zwei Holzpferdchen;
Jack tanzt in zwei Gelegenheiten/ Ennis auch
Ennis am Fluss beim Abwaschen (auch zwei Mal)
Zwei Flashbacks, die uns an sehr wichtige Momente in Ihrer beide Leben erinnern: Bei Jack handelt es sich um den schönsten Moment seines Leben, bei Ennis um den traumatischsten.
Ennis zu Hause vor dem Fenster sitzend, auf Jack wartend vor dem Wiedersehen/ Ennis vor dem Fenster sitzend (bei Jacks Eltern) wohl wissend, dass Jack nie wieder zurückkommen wird. (Das war das wichtigste, technisch gesehen)

Rillamirilla · 04.04.2006

Tut mir Leid für die hässliche Übersetzung.

Der Film ist unterteilt in:
1 Epilog
3 Akte
es gibt auch 1 kleines präludium und 2 interludien.
Akte 1 beginnt und endet mit Ennis (widerspiegelt) in Jacks Pick up Rückspiegel.
Akte 2 beginnt und endet mit Ennis in einem "Gerichtsaal" (wenn er heiratet und wenn er sich scheiden lässt)
Akte 3 beginnt und endet um einen Tisch Thanksgiving und Eltern von Jack
Epilog: Ennis Wohnwagen.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Akt ist das Interludium von Ennis auf dieser dunklen Strasse. Zwischen dem zweiten und dem dritten, Jack auf dem Rueckweg und dann Richtung Mexico beim Versuch seinen Schmerz (Entäuschung) zu vergessen auch in einer dunklen Strasse.
Das Präludium ist Ennis Bild durch den Zugvagonen.
Die Struktur, kleine unbeendete Stücke, dies hat als Folge, dass wenn man nicht in die Geschichte rein geht, sie als unvollständig, unverbunden betrachtet.
Leute denen es nicht gefallen hat, sagen der Film ist langsam, und genau aus diesem Grund. Jede Szene gibt dir ein Teil, das du vervollständigen muss, wenn du das nicht tust, langweilst du dich, auf der anderen Seite ist das der selber Grund warum es süchtig macht. Weil du sie vervollständigen muss, du wirst nie ganz fertig und deswegen schaust du sie mehrere Male.
Es kommt noch was!!

julia · 04.04.2006

den zug hab ich auch noch nicht bewußt wahrgenommen....! was weißt du sonst noch rilla?

Rillamirilla · 04.04.2006

Oh Julia!!! es sind so viele Sachen!! in einem der spanischen Foren wurden bereits 8 Tausend Posts geschrieben, in der englischen Seite wahrscheinlich noch mehr.

Rillamirilla · 04.04.2006

Ueber die Anfangsscene als Ennis draussen vor Aguirres Trailer wartet und ein Zug vorbei faehrt sagt Ang Lee, das ist die Geschichte von Ennis ich werde dir nur einige Teilchen seines Lebens zeigen, gestohlene Momente, du musst sie dann vereinen oder besser gesagt mache aus diesen was du willst.

Rillamirilla · 04.04.2006

Da gibt es verschiede Deutungen, wir sollen glauben was uns besser gefaellt. :-)

julia · 04.04.2006

bitte!
ich schau ihn bald zum 3. mal an und versteh immer noch nicht alles. das mit dem rückblick hab ich noch nicht mitbekommen.
aber das "ich schwörs" bezieht sich auf die asche! und dass einmal das hemd und einmal das andere unter dem anderen hängt,ist einfach, weil sie das vom anderen natürlich vor allen anderen leuten verstecken mussten.

julia · 04.04.2006

ich finde auch nicht, dass rilla übertreibt...! bei diesem film hat auch wirklich alles seine bedeutung und seinen tieferen sinn. schade, dass das manche leute gar nicht verstehen und erkennen!

Rillamirilla · 04.04.2006

Danke Julia!! :-)

Rillamirilla · 04.04.2006

Hier die Link zum englischem Forum
http://davecullen.com/forum/index.php Wenn du spanisch kannst sage mir bitte Bescheid, dann gebe ich dir noch 3 gute Adressen, es gibt auch eine italienische Seite ;-)

solino · 04.04.2006

ich habe noch keine anderen seiten gefunden,eigentlich immer das gleiche,so das ich noch nicht vergleichen konnte.

Rillamirilla · 04.04.2006

Kann sein, es ist staerker als ich, machmal will ich alles was ich in den spanischen und englischen Seiten lese mit euch teilen. Und glaube mir Solino, ich bin gar nichts im Vergleich mit den meisten Menschen, die in diesen Seiten schreiben!! ;-) und ausserdem sind wunderschoe Buecher und wunderschoene Filme dafuer da, damit wir sie analysieren, und von ihnen begeistert lassen. Glaube mir bei diesem Film handelt es sich um einen Film bei dem alles gut durchdacht wurde. Absolut alles.

solino · 04.04.2006

ich finde rillamirilla steigert sich zu sehr rein.ich fand den film auch gut,aber es ist nur ein film

Rillamirilla · 04.04.2006

Jack ich schwoere es dir, ich tat alles was in meiner Macht stand!!!

Holger · 03.04.2006

Liebe Margarete,
Natürlich hast Du recht! Jedwede Form der Pauschalierung liegt mir fern. Und ich liebe diese Gegend hier (die gesamte sächsiche Schweiz - und Meissen erst recht - fast so schön wie Brokeback Mountain!). Aber es geht um individuelle Erfahrungen. Und Affekte der (meist männlichen) Bevölkerung gegenüber sich küssenden Männern sind eine Folge schiefer Vorurteile und natürlich auch mangelnder Erfahrung bzw. Vorbilder. In Berlin, München und Köln sind die Schwulen im Stadtbild präsent. In San Franzisco erst recht. Und sie rütteln deshalb tagtäglich an den Klischees. In Pirna rüttelt niemand! Daher ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich argwöhnisch und wenig wohlwollend beäugt werde. So meine Erfahrung.
Die Twists in Lightning Flat haben vermutlich ebenfalls keine schwulen Bekannten. Sie sind also das Opfer Ihrer Affekte und feinden an. Selbst beim eigenen Sohn Jack gibt es keine Tolenranz.

Holger · 03.04.2006

Ich möchte Marty in seiner Meinung unbedingt unterstützen: Natürlich leben wir nicht mehr in den 80ern. Und auch nicht in Amerika. Aber ich erinnere daran, dass es noch 2001 in den Staaten Verfahren gegen Mörder gab, die Ihr Verbrechen ausschließlich mit Homophobie begründet haben (delikaterweise in Wyoming).
Mag sein, dass ich hoch sensibilisiert bin: aber in der sächsischen Provinz zögere ich nach wie vor, meinem Freund (ich bin 39 er 45) auf offener Straße einen Kuss zu geben.
Die beklemmenden Rahmenbedingungen, denen Ennis und Jack in der amerikanischen Provinz ausgesetzt sind, im urbanen (und ach so homophilen) Deutschland in 2006 nicht zu sehen, zeugt von wenig Urteilsvermögen.
Der Film ist und bleibt ein Meilenstein.
Wem er nichts gibt (aus welchen Gründen auch immer) hat das gute Recht zu Hause zu bleiben.

Margarete · 03.04.2006

Ist ja alles richtig, Holger, wünsch dir auch alles Gute, aber bitte lass die "sächsische Provinz" aus dem Spiel. Ich bin gegen diese Pauschalisierungen. Nur weil die Medien ausgesuchte Jugendclubs interviewen und die dann sagen: "Ja, ich wähle NPD und stehe dazu.", muss man noch lange nicht glauben, alle Jugendlichen in der Sächsischen Schweiz oder sonstwo würden das gleiche Wahlverhalten zeigen. Ich bin nicht aus Sachsen, sondern aus München, habe in der sächsischen Kleinstadt Meißen aber gute (homosexuelle!) Freunde, die nicht mehr Probleme haben als die Homosexuellen hier in München. Ich reagiere also ein wenig allergisch dagegen, wenn jemand Vermutungen äußert, die ich als nicht bestätigt sehe.

Meike · 03.04.2006

Hallo Holger,
kann mich Deiner Meinung vorbehaltlos anschließen. Es gibt für fehlende Toleranz vielleicht Gründe aber keine Entschuldigung. Und ich finde es keinesfalls hochsensibel, wie Du beschreibst, daß Du Deinem Freund auf der Strasse lieber keinen Kuss gibt.... aus Gründen, die wir alle kennen. Es gibt leider viele Mitmenschen, die nicht begreifen wollen, daß das Leben bunt ist und nicht nur schwarz-weiß. Ich wünsch Dir alles Gute !!!!!

Margarete · 03.04.2006

Dann gehe ich recht der Ansicht, dass du in Pirna wohnst und gerne Städtereisen unternimmst? Ich habe ganz böse Erfahrungen gemacht hier in München, das waren gar nicht mal die jungen Leute, sondern ältere mit (wahrscheinlich) ultrakonservativen Ansichten. Ich ging unmittelbar hinter einem homosexuellen Frauenpärchen die Straße entlang, als es plötzlich zu Ausschreitungen kam: Ein älterer Herr war mit seiner Frau unterwegs und geriet nun über die händchenhaltenden Frauen in Rage, beschimpfte sie, ging beinahe auf sie los usw. Das fand ich sehr traurig und hat mich in meiner Stadt auch ein wenig enttäuscht. Soetwas ist mir mehrere Male passiert. Hier und da gibt es die und die Leute, das will ich nur damit sagen und du kamst mir darin ja auch schon entgegen. Ich freue mich übrigens darüber, dass "Brokeback Mountain" derart viel Anklang findet, denn ich finde auch, dass er jede Menge Gesprächsstoff liefert.

Rillamirilla · 02.04.2006

Hallo Marty!! im Kino sehen wir natürlich nicht, dass es 8 Min. oder ungefähr dauerte, aber ich habe die Kurzgeschichte gelesen. Auf jedem Fall(obwohl wir nicht alles sehen, dass ist ja in diesem Film, das wichtigste, wir müssen selber alles verbinden) war es nicht kurz, stelle dir das alles vor, Jack steht da vor dem Feuer, Ennis sieht ihn, umarmt ihn vom Hinten, und sagt ihn, dass es Zeit ins Bett zu gehen ist, " du wirst ja im Stehen einschlafen ....." dann singt er ihn ein Schlaflied vor, und so bleiben sie eine Zeit lang bis Ennis sich verabschiedet. Ich wollte auch sagen, dass viele der Meinung sind, dass zwieschen der ersten und zweiten Nacht ein oder zwei Tage vergehen haben müssen. Schönen Sonntag!!

Marty · 02.04.2006

Nochmal an Rillamirilla:
Du hast was von 8minütiger Umarmung geschrieben? Tippfehler??? Oder hatte ich im Kino einen black out?

Marty · 02.04.2006

@Randi. Es geht nicht darum daß Matthias keine eigene Meinung haben darf, sondern ich frage mich, warum er hier so viel Zeit auf einer Meinungsseite zu BBM verbringt, wenn er den Film so schlecht fand. Und anderen Leuten die begeistert waren, den Film unbedingt madig machen will.

Außerdem schrieb er widersprüchliche Sachen. Einerseits behauptet er, daß das homosexuelle Thema des Films nur als PR-Lockmittel eingesetzt würde um viele Leute ins Kino zu holen, andererseits mutmaßt er, daß es genau deswegen nicht viele Oscars gab. Widersprüchlich!

Ich glaube er hat auch geschrieben (hab keine Lust nochmal alles durchzulesen), daß das Dargestellte nichts mit der Situation heutiger Schwuler zu tun hat. Das stimmt erstens nur bedingt, und zweitens spielt der Film in einem klar vorgegebenen (vergangenen) Zeitraum und nicht im Heute.

solino · 02.04.2006

der film hat mich umgehaun

Randi Herder · 01.04.2006

was hackt ihr eigentlich alle auf diesem gewissen matthias rum? ist es etwa nicht legitim, wenn er mal eine andere meinung hat und sich gegen die vorwürfe wehren will? ich bin auch nicht derselben meinung wie matthias, da ich mich gut unterhalten fühlte an dem abend, als ich das filmchen sah. aber ich finde es einfach nur unfair wie sich hier die leute kritikern gegenüber verhalten.

Rillamirilla · 01.04.2006

Hallo Marty, den Flashback hatte Jack beim ihrer allerletzten treffen, aber der flashback an sich war an irgendeinem Tag auf dem BBM, du weisst, dass Ennis immer Abends weg musste, um mit den Schafen zu schlafen. Das war einfach Jacks wertvollste Errinerung. Ennis singt Ihm ein Schlaflied vor während er ihn umarmt, eine völlig asexuelle Umarmung.

Marty · 01.04.2006

@Rillamirilla:

Danke für die Aufklärung.

zu Deinem anderen Beitrag: Jack hat imho Ennis verlassen (ohne es ihm ausdrücklich zu sagen). Sein Vater erzählt doch, daß sich Jack eine Existenz mit einem anderen Mann (vermutlich der aus dem Tanzlokal) aufbauen wollte, nachdem ihn Ennis immer wieder zurückgewiesen hat. Geliebt hat er ihn natürlich trotzdem weiterhin und wahrscheinlich hätte er auch auf die Postkarte reagiert, wenn er nicht umgebracht worden wäre.

Jetzt habe ich nochmal eine Frage zum Flashback von Jack. Gab es da eine Verabschiedung (so wie Du es schreibst)? Die haben sich doch erst im Tal verabschiedet, als Jack dann mit seinem Auto wegfährt.

Marty · 01.04.2006

@Matthias:

Schon erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit Du Dich hier herumtreibst, nur um uns zu sagen, wie schlecht Du den Film findest. Ich glaube einfach, Du hast den Film nicht kapiert oder gehst mit falschen Maßstäben an die Sache heran.

Rillamirilla · 01.04.2006

Ja Matthias es gibt viele Ignorante Professoren und Akademiker in der spanischen und amerikanichen Welt, die sich mit dem Thema auseinander setzen. Und BBM war der erste anspruchsvollen Film, den sie je gesehen haben.

Matthias · 01.04.2006

Kann mir nicht erklären wie meine Worte so seltsam interpretiert werden, sehr geehrter Holger. Ihr habt wahrscheinlich alle noch keinen anspruchsvollen Film gesehen, dass ihr euch hier in diesen Quatsch so reinphilosophiert. Viel Spaß noch!

Rillamirilla · 31.03.2006

Lieber Marty, diese Szene schliesst den Kreis, der Flashback ist von der Zeit als sie noch im BBM waren, ihr wunderbarer Sommer!! und Jack hat ihn bei ihrer allerletzten treffen!! snif, snif!!! solltest den Film wirklich noch ein Mal anschauen!

Marty · 31.03.2006

Ich kann die Szene mit der Umarmung zeitlich nicht mehr einordenen (hab den Film nur einmal gesehen ;-))

Diese Erinnerung hatte Jack doch beim allerletzten Treffen, oder? Und wann spielt die Szene? Noch auf dem BBM im ersten Sommer oder bei einem späteren Treffen?

Rillamirilla · 31.03.2006

Und der arme Ennis, Jack musste erst sterben, damit er versteht, dass er (Ennis) ihn über alles geliebt hat. Dieses traurige einsame Leben des Ennis, das ist auch kein Leben! Jack wusste Ennis hatte dieses Erlebnis seiner Kindheit tief geprägt.
Die 2 Flashbacks defienieren seine Persönlickeiten, Ennis flashback (seine Angst enteckt zu werden) Jack flash back (die Hoffnung, auf der sein späteres Leben basiert) auf Grund dieser 8 minutige Umarmung! "hey cowboy, du wirst im stehen einschlafen wie die Pferde", was sagt uns dieser Blick, wenn Ennis sich vom ihm verabschidet (während des flashbacks), was sagt uns dann sein Blick 20 Jahre später, wollte Jack sich vom Ennis wirlklich trennen? ich glaube er hätte es nicht geschafft.

julia · 31.03.2006

und das ist u.a. das schmerzliche an dem film, dass jack sein leben lang dafür gekämpft hat und dazu gestanden wäre, und trotzdem verliert! :-(

julia · 31.03.2006

DANKE

aber ich glaub inzwischen auch, dass er die asche am BBM verstreuen wird. das war jacks letzter wunsch. und das schwört er ihm!

Rillamirilla · 31.03.2006

Hallo Marty!!
Ennis sagt:
"Jack ich schwoere es dir"

Marty · 31.03.2006

weitere Möglichkeiten wären:

4. wie schon erwähnt: ich zerstreue deine Asche auf dem BM doch noch (Vater lehnt zwar ab, aber die Mutter hat doch zu Ennis gesagt, er solle sie mal wieder besuchen)

5. ich schwöre, daß ich in Zukunft zu meinen Gefühlen stehen werde (er wollte sich ja nie eingestehen, einen Mann zu lieben, schwul zu sein)

Ich bin mir nicht sicher, aber hat Ennis in der deutschen Version nicht "ich versprech's" gesagt? Das würde nämlich die Interpretationsmöglichkeiten einschränken.

Rillamirilla · 31.03.2006

1-Ich schwöre, dass ich dir treu bleiben wird (wie bei einer Vermählung)
2-Ich scwöre dir, dass ich nicht wusste wie sehr du mich geliebt hast, wie sehr du gelitten haben musst, wie sehr ich dich liebte!
3-Für ein anderer bedeutet dieses „i swear“ wie schwer ihre Geschichte war, die Intensität der selben und, dass seinetwegen scheiterte. Ennis schwört Jack, dass er sich dessen bewusst ist, und ein wenig schwört er ihm auch, „verspricht“ ihm so zu sagen, sein Leben.
Sobald ich noch was finde, teile ich es dir mit, Julia!! schones Wochenende.

Sir... · 30.03.2006

Was machst du?

Rillamirilla · 30.03.2006

Morgen bin ich alleine im Buero und mache es.

julia · 30.03.2006

hallo rillamarilla!

wann findest du denn zeit, die verschiedenen interpretationen des "ich schwörs" aufzuschreiben?

Rillamirilla · 30.03.2006

Noch etwas Matthias!!! wenn du "das" Wirbel nennst, dann besuche bitte die spanischen und amerikanischen Seiten, die diesem Film gewidmet sind!!!

Rillamirilla · 30.03.2006

Ja Matthias, wir sind lächerlich und verrückt und alles was du willst, ich bin zumindest stolz darauf, nur weil man anders denkt und fühlt ist man nicht "lächerlich" wie du es so schön zum Ausdruck gebracht hast. Sicherlich gibt es wunderschöne europäische Filme und wunderschöne Bücher mit der Thematik, glaube mir ich weiss wovon ich spreche, ich bin eine bessesene Leserin. Dieser Film ist aber eine der schönsten Liebesgeschichten, die je geschrieben oder verfilmt wurde. Das haben viele erkannt! Schade, dass du es nicht wie wir siehst, aber sage bitte nicht, etwas ist lächerlich, nur, weil du nicht so denkst, dies weist nur auf eine sehr einseitige Denksweise auf.

Holger · 30.03.2006

Ich weiß nicht, Matthias, ob es gerechtfertigt ist, von "Wirbel" und "lächerlich" zu sprechen. Damit wirst Du denjenigen, die von Qualität und Tiefgang des Films überzeugt aus gutem Grund sind, nicht gerecht. Das spezifische an Brokeback Mountain sind die großen Interpretationsspielräume. So stellt sich das Problem der Sprachlosigkeit in Brokeback Mountain auf differenzierte Weise dar. Vieles wird durch Mimik und Gesten vermittelt. Sender (Protagonisten) und Empfänger (das Publikum) kommunizieren meist nicht über Worte. Am wenigsten ist Ennis dazu in der Lage. Aber er teilt trotzdem ungemein viel mit. Nach meinem Empfinden sind es sogar überwiegend eben diese wortlosen Momente, die zu den ganz besonderen Stärken des Films gehören.
Die Mutter des ermordeten Jack gibt Ennis mit ihrem schweigenden Blick zu verstehen, sie hätte die verborgene Seite ihres Sohnes längst durchschaut. Auch Lureen und Alma finden keine Sprache, um ihre verwirrten Gefühle zu verbalisieren. Aber sprechen sie im Film nicht Bände? Und weil das so ist, sind wir auf Interpretationen dieser Passagen angewiesen. Es geht dabei nicht (wie Du forderst) um "Einigkeit" beim Publikum, sondern um Austausch ihrer jeweiligen Sicht. Und das ist wertvoll und für mich sehr wichtig.

Matthias · 30.03.2006

Ach, wir werden da nie zu einer Einigung kommen, weil wir, glaube ich, eine verschiedene Form der Wahrnehmung haben. Trotzdem muss ich nochmal sagen: Der Wirbel um diesen Film, wie man auch gerade hier bei den Kommentaren sieht, ist einfach nur lächerlich.

Rillamirilla · 29.03.2006

Ja!! ich glaube schon!!!
du unter anderen im spanischen Forum!

julia · 29.03.2006

ich hätte schon spekuliert, ob nicht der eigene vater jack umgebracht hat! kann das sein?

Rillamirilla · 29.03.2006

Nein liebe Julia!! wenn, dann jemand von seiner Stadt, manche sagen sogar im Auftrag von Lureens Vater oder von Laureen selbst (dies sind aber nur Spekulationen). Die meisten sagen er wurde umgebracht, aber dies koennen wir nicht mit 100 prozentige Sicherheit wissen.

julia · 29.03.2006

...vielleicht hat ja einer dieser männer aus mexiko jack umgebracht...?!

Rillamirilla · 29.03.2006

Holger!!!
Das Maedchen sagt:
"ich verkaufe Kauggummie, ich verkaufe Kauggummie"
wahrscheinlich wollte Ang Lee damit die Traurigkeit der Szene noch verstaerken, die Dekadenz der ganzen Situation hervorheben, armes Viertel, arme Leute, armer Jack! aber habe wirklich keine Ahnung. Wir sehen uns!!!

Alex · 29.03.2006

@Matthias

Wenn es denn mal nur so einfach wäre mit dem Labeln von "Europäisch" und "US-Amerikanisch". Ang Lee ist Taiwan Chinese und als solcher kulturell anders geprägt. Indirektheit ist ein wesentlicher Faktor dieses Kulturraumes. Niemand wird dort einen Anderen ohne triftigen Grund mit der Nase auf etwas stupsen, Gesicht wahren ist unendlich wichtig. Diese Indirektheit zeichnet auch Brokeback Mountain aus. Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger. Keine Anklage. Niemand personifiziert das "Gute", niemand das "Böse". Das ist sehr unamerikanisch, besonders im Hollywood-Mainstream-
Unterhaltungsfilm.
Und in der Politik sowieso. Und noch etwas ist mir wichtig. Du gehst schon sehr weit mit der Behauptung, dass die US-Amerikaner "noch nicht so weit sind". Zur Erinnerung: Die Emanzipationsbewegung der Schwulen und Lesben nahm in den USA ihren Anfang (Christopher-Street-Day), in den 1960ger Jahren. Wo stand "unsere" Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt? Ich selber übe heftigste Kritik an den USA und an der Macht des dortigen militärisch-industriellen Komplexes, das verstellt mir aber nicht den Blick auf Kunst und Kultur. Für mein Empfinden geht Brokeback Mountain ein ganzes Stück weiter als einfache Forderungen nach Gleichheit und Akzeptanz lautstark zu erheben. Nach diesem Film haben es viele Menschen gespürt, dass Liebe immer gleichwertig ist. Das wirkt länger nach. Womit auch die Dimension von Brokeback Mountain angeschnitten ist. Dieser Film wird überall verstanden, kulturübergreifend, weil er nicht primär im Vorab nur für die Kinokasse gedreht wurde und auf einsitige kulturelle Relevanzen setzt.

Rillamirilla · 29.03.2006

Lieber Holger: In diesem Film ist nichts Zufall von daher nichts ist unwichtig! ich muss gestehen, ich habe das nicht gemerkt! aber ich werde umgehend in meinem Forum fragen, gedulde dich ein wenig. Ich antworte dir sobald ich das weiss. Schoene Gruesse aus Muenchen!!

Holger · 29.03.2006

Liebe "Rillamirilla",
ich habe eine Frage an die (augenscheinliche) Spanienexpertin:
Brokeback (wir sind uns mit den allermeisten Rezensenten einig) ist ein Meisterwerk. Nach dem ich den Film nun zum 8. Mal gesehen habe, werden meine Fragen natürlich immer spezieller. Also: Für die Szene, als Jack nach einer weiteren großen Enttäuschung ein Ventil für seinen Leidensdruck in Mexiko sucht, hat Ang Lee eine beklemmende und treffende Straßenstimmung im Rotlichtviertel gezeichnet. Da ist ein kleines, süßes Mädchen zu sehen (eigentlich eher zu hören), das irgendetwas verkaufen möchte. Immer wieder ruft sie das gleiche. Kannst Du das übersetzen?
Zweifsohne wird es nun einige geben, die meine Frage für unwichtig erachten. Aber mir fehlen immer noch ein paar Bausteine, die mich (mögen sie noch so wenig ins Auge fallen) interessieren. Dank und Gruß aus Dresden.
Holger

meike · 29.03.2006

Ich habe den Film bisher 2 x gesehen und er bedrückt mich so sehr, daß ich im Moment tags die Bilder ständig vor mir sehe und nachts davon träume. Ein großer Film, voller Sehnsucht. Er wird für immer im meinem Herzen eingeschlossen sein. Aber ich möchte mich dabei nicht mehr traurig fühlen und daher schreibe ich bewußt über das Schöne, Große und Wunderbare dieses Film. Auch wenn es gestohlene Zeit war,nur kurze Momente des Glücks, sie war in ihrem Herzen - die große Liebe. Und es gibt nicht viele Menschen, denen dieses Glück vergönnt ist. Kennt nicht jeder von uns jemanden, der sein Leben lang nach diesem Menschen sucht und ihn nie findet? Sie aber haben einander gefunden, haben sich geliebt und davon gewußt. Es geht nicht darum, den Inhalt mit Zeit zu füllen, sondern umgekehrt: die Zeit mit Inhalt und das haben sie getan!!!
Ich glaube, jeder von uns hat sich ein Happy-End gewünscht, keiner konnte mehr in die traurigen Augen der Protagonisten schauen, ohne selbst blinzeln zu müssen.
Bilder die so tief ins Herz gehen, daß sie sich einbrennen. Nehmen wir also unser Leben in die Hand, tun wir etwas für Liebe, Verständnis und Achtung ! Und seinen wir glücklich, daß es noch solche Filme gibt.

Matthias · 29.03.2006

Ich weiß zufällig, wovon ich spreche: Hielt mich für längere Zeit zusammen mit meinem Freund in den USA auf (in mehreren Städten, darunter New York) und wurde auf offener Straße krankenhausreif geschlagen, sodass wir beide unseren USA-Aufenthalt um einige Tage verlängern musste - eher unfreiwillig. Dort ist es teilweise noch gang und gäbe, dass vor Gericht einem Schwulenverhältnis mit Beweisen entgegengewirkt werden muss. In Ostdeutschland, wo geboren worden bin, hat man mich zufällig stets akzeptiert. Ich weiß nicht, woher das Gerücht kommt, in jeder ostdeutschen Kleinstadt würden Faschisten hinterm Baum hocken. Das Gedankengut steckt vielmehr in den typischen Spießbürgern. Herr Stoiber ist für mich übrigens auch nichts Anderes als ein Nazi, wo wir schon bei dem Thema sind. In puncto bewegte Bilder gab es bei uns als Europa (!) schon ganz andere Filmwerke, z. B. den großartigen Film mit Jürgen Prochnow (hab ich auch gesehen!). Es liegt doch auf der Hand, warum "Brokeback Mountain" so viel weniger Oscars bekommen hat als erwartet...die Amis sind noch nicht so weit. Erstmal ist Homosexualität nur Unterhaltung.

Rillamirilla · 28.03.2006

schade, es gibt manche, die wunderschoen sind!

julia · 28.03.2006

würde ich sehr gern, ist aber schlecht in der arbeit...:-(

Rillamirilla · 28.03.2006

Insgesamt 4 mal, lese zur Zeit das Drehbuch auf Englisch, denn ich will ihn diese Woche in O.V. anschauen! es gibt eine Seite wo du dir Videos (mit den schoensten Szenen und Musik im Hintergrund)anschauen kannst, haben verschiede Leute gemacht. Aber pass auf, denn du wirst weinen!! Es gibt sehr viele davon!!!http://www.youtube.com/w/?v=nel0pKroE4c

julia · 28.03.2006

FREUT MICH!
wie oft hast du den film schon gesehen? ich (noch) 2 mal!

Rillamirilla · 28.03.2006

Klar!!! ich werde versuchen eine Zusammenfassung von dem was ich jetzt alles weiss zu machen. Ich habe selber vieles geschrieben (leider auf spanisch)
bis bald!!!!

julia · 28.03.2006

ich bitte dich,ja. und vielleicht sagst du mir noch ein paar andere sachen, was mir sicherlich noch nicht aufgefallen ist...würde mich freuen, wenn du dir mal zeit nimmst...:-)

Rillamirilla · 28.03.2006

Ja!! es ist eine wunderbare Web, ich verstehe nicht alles, aber vieles!!! die spanischen Seiten sage ich dir nicht, (wahrscheinlich kannt du kein spanisch) es gibt wahnsinnsschoene Eintraege. Wenn du willst kann ich dir die verschieden Interpretationen von diesem "i swear" sagen.

julia · 28.03.2006

ist das auf englisch?

Rillamirilla · 28.03.2006

Nein Julia, das kann nicht sein! denn die Asche behaelt der Vater.
fuer dieses "ich schwoere es" gibt mehr als eine Interpretationen.
besuche dieses Forum, da wirst Antwort auf alles finden: http://davecullen.com/forum/index.php
schoene Gruesse!
ich bin mittlerweile eine "Expertin" was die verschiedenen Symbolen anbelangt. ;-)

julia · 28.03.2006

da bin ich wieder!
eine kollegin meinte, das: "ich schwörs" am schluss bedeutet, dass er die asche doch auf dem BBM verstreut. kann das sein?

Rilllamirilla · 28.03.2006

Aber glaubt ihr Ennis haette sich in einem anderen Mann verliebt?, ich glaube nicht. Jack war sein Gegenstueck, sein Retter, die analoge Figur zu Jesus (der auf dem Wasser laeuft)auf dem Wasser das diese Insel (Ennis heisst ja Insel) umgibt.

Alex · 28.03.2006

"As soon as you born they make you feel small" - diese Textzeile ist aus John Lennons `Working Class Hero`entliehen. Das hat bei Ennis doch trefflich funktioniert. Bis zum Schluss kann er es sich nicht selbst eingestehen sein Herz an einen Mann verloren zu haben. Die `Werte`seiner Gesellschaft haben ihn zutiefst geformt. Schwul? Nein das sind nur die Anderen. Daneben wirken sich die Worte Bert Brechts doch gerade anfeuernd aus: `Ich muß mit dem gehen den ich liebe, darf nicht fragen was es kostet`. Schön wäre es. Ich möchte nicht näher auf den Filminhalt eingehen, es ist nahezu alles gesagt. Aber heute war ich dennoch mehr als froh. Es gelang mir meinen 15jährigen Sohn, dessen Pubertät wüste Blüten treibt, mit ins Kino zu schleppen. Alles was er nicht gut fand war kurzerhand `total schwul`. Da argumentier mal einer gegen an... Am Abend saß er mit seinem besten Freund zusammen mit mir und meiner Frau am Essenstisch als besagter Freund im Gesprächsverlauf die Schule ´total schwul`fand. Zitat Sohnmann: "Ey, das ist voll bescheuert, ich will nicht mehr das du das sagst".

Martin · 27.03.2006

Im weiteren Verlauf wird Jack zusehends trauriger, seine "Liebe des Lebens" - Ennis - wagt es trotz Scheidung nicht den Schritt zu gehen für die gemeinsame Zukunft. Jack versucht seine Lust nach Liebe zu Männern in Mexiko zu befriedigen, Ennis treibt ihn mit seiner Haltung regelrecht dorthin.Der Streit 20 Jahre nach ihrem ersten treffen sagt es deutlich:...und was haben wir jetzt, nur den Brokeback Mountain. Alles baut darauf auf, das ist alles was wir haben....->Jack führt Ennis vor Augen was alles hätte besser sein können.Der anschließende Zusammenbruch von Ennis hätte eigentlich die Wendung bringen können. Stattdessen der Rückblick auf die Zeit am Brokeback Mountain. Ennis fährt los und Jack schaut ihm ohne große Mimik(ich denke Enttäuschung)hinterher. Die Bekanntschaft von Jack mit dem befreundeten Rancher(mit der Frau als Quasselstrippe) scheint für ihn der Ausweg aus seiner Isolation zu sein,er findet jemanden der bereit ist mit ihm ein Leben zu führen. Der anschließende Tod von Jack ist, aus meiner Sicht und Beobachtung des Films, definitiv auf gewaltsamen Tod zurückzuführen. In dem Telefonat sieht man nur die Vermutung von Ennis aber ich denke, daß entspricht der Realität.Die Reaktion von Jacks Frau scheint das noch zu bestätigen,ich denke sie wußte was passiert ist und hat nun eine offizielle Geschichte zum Tod ihres Mannes.Man sieht ihr die Qualen an als Ennis zu ihr sagt, daß beide den Sommer 1963 auf dem Brokeback Mountain Schafe gehütet haben, wahrscheinlich wußte sie vom Doppelleben ihres Mannes. Der Schluß des Filmes ist eigentlich der traurigste Moment. Jack hatte das Hemd 1963 von Ennis mitgenommen(Ennis´ Hemd hing unter Jacks) und nun hat Ennis beide Hemden im Schrank, hier jedoch ist dann Jacks Hemd unter Ennis´ Hemd, als würde er ihn beschützen wollen um die Erinnerung an Ihre Liebe am Leben zu erhalten. Hier wird jedem Zuschauer bewußt wenn Ennis sagt:Jack, ich schwörs dir..... daß er ein ganzes Leben vergeudet hat und die Zeit mit ihm nicht zurückholen kann. Dazu muß ich noch sagen, daß die Filmmusik so klasse zu diesm Film paßt, es ist wirklich ein Meisterwerk. Ich kann nur jedem empfehlen diesen Film zu schauen.

Martin · 27.03.2006

Klasse Film,der beste den ich jemals gesehen habe.War anfangs skeptisch was da genau auf den Zuschauer zukommt. Ein Forumteilnehmer hat es schon gesagt, die unausprechlichen Gefühle der beiden füreinander entladen sich mit einmal in dem ersten Kontakt obwohl Jack die Hand von Ennis an sich zieht und damit auf Ennis zugeht und eigentlich die ganze Liebesgeschichte auslöst.Jack ist im Film definitiv schwul und er wäre bereit alles dafür zu geben mit Ennis öffentlich zusammenleben zu können. Die Liebsszene darauf ist schon wesentlich "entspannter". Beim ersten Abschied kann man Jack es definitv ansehen wie er hofft, mit Ennis den nächsten Sommer wieder Schafe zu hüten.Die Erzählperiode von 20 Jahren zeigt auch die Entwicklung der beiden Männer. Sie werden älter(man sieht es ihnen an). Ennis verkrampft aber immer noch bei der Vorstellung einer öffentlichen Liebe zu Jack.

Rillamirilla · 27.03.2006

Hallo Marty, das hast du richtig gesagt, es war Ihnen möglich sich zu lieben, zusammen zu sein, aber sie konnten einfach nicht, oder zumindest Ennis schaffte es nicht gegen all seine innerlichen Geister zu kämpfen um mit Jack zusammen zu sein, "mit einem anderen Mann Leben, nein!, wir können uns mitten in Nirgendwo treffen aber mehr nicht" Jack war anders. Am Ende hat es aber Ennis verstanden. "ich schwöre es dir Jack" deswegen ist es noch tragischer als Romeo und Julia, noch trauriger. Viel zu traurig.

Marty · 27.03.2006

Und nochmal an Matthias (und alle anderen natürlich auch).

Ein Unterschied zu großen Tragödien wie "Romeo & Julia" läßt sich bei "Brokeback Mountain" allerdings ausmachen. Es ist ein wichtiger Unterschied: Auch wenn letztlich beide Beziehungen an der Engstirnigkeit ihres jeweiligen Umfelds scheitern, kommt der Widerstand gegen eine Beziehung zunächst aus Ennis und Jack selbst. Vor allem der nach außen hart auftretende Ennis wehrt sich lange gegen die Tatsache, daß er Jack liebt und vermißt. Eigentlich akzeptiert er das erst, als es schon zu spät ist. Ein Grund ist wahrscheinlich seine Sozialisation als "Macho-Cowboy" mit einem traditionellen Rollenverständnis; da ist kein Platz für Schwäche und schon gar nicht für eine Liebe zu einem anderen Mann. Berühren können deshalb die Augenblicke, in denen sich Ennis in Jacks Arme fällen läßt und der ihn über die Wangen streichelt, als würde er ihm damit zu verstehen geben, daß es okay ist, auch einmal schwach zu sein.

Quellle:http://www.evolver.at/?story=2268

Ob ich selbst auf diese Interpretationen gekommen wäre, weiß ich nicht. Aber ich finde, es hört sich sehr schlüssig an. So wie auch das aus der taz in meinem vorherigen Beitrag.

Marty · 27.03.2006

@Patrick

Aids hätte nicht unbedingt thematisiert werden müssen. So wie die sich geliebt hatten, wären sie sich treu geblieben. Jack ging ja nur fremd, weil ihm 2mal im Jahr zu wenig war und er genau gespürt hat, daß Ennis niemals die Kraft zu einem gemeinsamen Leben aufbringen wird. Der neue Freund von Jack (von dem die Eltern erzählen) war sicher nur 2. Wahl, aber er konnte dieses Leben mit den seltenen, versteckten Treffen einfach nicht mehr leben. Er wollte etwas festes und wußte, daß er es bei Ennis nicht bekommen wird. So sehr er ihn auch geliebt hat.

Rillamirilla · 27.03.2006

Der Film ist ein Meisterwerk ganz gleich von wo man ihn betrachtet.
Ja, ich traue mir sogar zu sagen, dass es die schoenste Liebesgeschichte allerzeiten ist. Denkt nur an den Charackteren, an den Symbolen, Details, Man fuehlt den Schmerz, die Verzweilflung nur ein Blinder sieht das nicht.
Wenn Jemand spanisch kann, und fuehlt sich unverstanden kann die verschiedensten Blogs und Foren im Internet besuchen. BBM hat uns alle ganz schoen erwischt. Es gibt Tausende Eintraege ueber den Film (Kommentare, Briefe, Analysen jedes Symbols, jeder Szene, etc.)Es gibt auch ein wunderbarer Forum auf englisch. Brokeaholics ihr seid nicht alleine!!!!

patrick · 27.03.2006

war ja typisch, das einer der beiden sterben mußte, interessant war hingegen, das der tod 82 eintrat, also bevor aids hätte thematisiert werden müssen.
nichts gegen die kussszenen, aber fassbinder, anger und jarman sind einfach eine ganz andere liga.
insgesamt eher belangloser film

Alex · 27.03.2006

@ Matthias

Matthias, vielleicht kennst Du ja all die Western mit John Wayne und schmückendem weiblichen Beiwerk, welches früher oder später von Herrn Wayne geküsst wird. Nicht einer dieser Filme ist als großes heterosexuelles Drama bezeichnet worden. Oder Titanic, ist das der große ultimative heterosexuelle Katastrophenfilm? Sind sie beide nicht weil Liebesgeschichten zwischen Männern und Frauen - ja was eigentlich, vielleicht ja doch, ähem, so "normal" sind, dass sie keiner besonderen Erwähnung bedürfen? Aber wenn Männer sich küssen - das ist immer noch eine Meldung wert weil es eben doch etwas außerhalb der "Normaliät" steht. Und das wir hier in Deutschland so viel weiter sind mag für bestimmte Städte gelten. Erinnere Dich an Stoibers Worte zum Thema Lebenspartnerschaft ("Teufelszeug!"), an die Aussagen diverser religiöser Würdenträger (z.B. Ratzinger alias Pabst)zum Thema Homosexualität. Und dann gibt es noch den Härtetest: Spaziere doch mal mit Deinem Freund Arm in Arm durch eine von Neonazis verseuchten Stadt, davon gibt es hunderte, bevorzugt in Ostdeutschland. Küssen in einer Dorfdisko hat übrigens auch nicht nur erotischen Prickel. Was das alles mit dem Film zu tun hat? Das ist ganz einfach. Wenn nach der Vorführung eines der, meiner Meinung nach, besten Filme der letzten zwanzig Jahre das Anfangs vorhandene Bild von schwulen Cowboys durch das Bild von sich nahezu verzweifelt liebenden Menschen ersetzt wurde, so ist das zeitlos und überaus menschenfreundlich. Und hat wahrlich nichts zu tun mit bloßer Unterhaltung.

· 26.03.2006

Dieser Film hat mich sehr berührt und lässt mich einfach nicht mehr los.

Mona · 26.03.2006

Ich habe mich auch gefragt, warum Ennis diese Bilder gesehen hat. Ich denke, dass Jack umgebracht worden ist. Vielleicht wurde er ja sogar von Ennis zusammengeschlagen (im Film war Ennis ja sehr oft aggressiv ihm gegenüber, ich denke, er hat Jack die Schuld dafür gegeben, dass er sich in ihn verliebt hat). Vielleicht hat Ennis ihn dort im Graben liegengelassen, woraufhin er gestorben ist.

Matthias · 26.03.2006

Schwulenhasser? Ich habe auch einen Punkt vergeben, und zwar deshalb, weil ich schwul bin. Wo Homosexualität zur bloßen Unterhaltung dient und als Skandal zum Anlocken des Publikums fungiert, kann nicht viel Verständnis für Schwule vorhanden sein. Ich habe hier schon oft gelesen: "Wer denkt, dass es nur um Homosexualität geht, hat den Film nicht verstanden." Ich frage mich, welcher Aspekt des Filmes NICHT mit Homosexualität zu tun hat. Diese rührselige Schnulze, die nur deshalb so "berührend" war, weil sich kein Mensch vorstellen kann, dass "auch" Männer zu gegenseitiger Liebe fähig sind, zeigt doch nur wieder, dass die Toleranz Schwulen gegenüber auch in weiter Ferne nicht zu sehen ist. Ich sehe mir lieber europäische Filme an, in denen Homosexualität in der Regel als völlig normal angesehen wird. Müssen wir denn unbedingt fasziniert mitziehen, wenn die Amerikaner ihren ersten "Aufklärungsfilm in Sachen Homosexualität" (las ich irgendwo, finde ich sehr treffend) in ihre Kinos bringen? Ich denke, wir sind schon viel weiter.

ennis del mar · 26.03.2006

ich empfehle jedem das Buch zu lesen,denn ich persöhnlich finde es noch spannender und aufregender wie der Film; man kann sich alles nach seinem geschmackt vorstellen wie es im Buch beschrieben ist *gg*

Marty · 26.03.2006

Die Leute, die nur einen Stern vergeben, müssen wahre Schwulenhasser sein :-(
Man muß den Film nicht super finden -aber ein Punkt? Eine andere Erklärung gibt's wohl kaum.

ennis del mar · 26.03.2006

was 10x welcher denn?????

wird der mit der zeit nicht langweilig???

@ennis · 26.03.2006

Wenn er Dir gefällt, warum nicht? Ich habe ein paar Filme schon 10x oder mehr gesehen.

ennis del mar · 26.03.2006

hey an alle die hier gerade lesen!!!!

findet ihr es verrückt,wenn man den Film schon 3x gesehen hat?

· 25.03.2006

Der beste Film, den ich je gesehen habe! Ein Meisterwerk!

Holger · 25.03.2006

Ich war nie Cineast und werde wohl bei dem üblichen Hollywood-Angeboten auch nie zu einem solchen mutieren. Was ich aber seit zwei Wochen bei Brokeback Mountain im Kino erlebe, presst mich regelmäßig mit Macht in den Kinosessel (nun schon zum 7. Mal) und läßt mich, wiederentlassen in das Alltagsleben, nicht mehr los. Brokeback Mountain ist das Großartigste was ich im Film je erlebt habe!
Geht hin!

Gogol111 · 25.03.2006

Diesen Film habe ich mir bereits zweimal angesehen. Ich bin tief betroffen von der emotionalen Stimmung und denke, das die Welt insbesondere die katholische Kirche, aber auch die Vereinigten staaten, mehr Rücksicht und Verständnis für anderdenkende und handelnde Menschen aufbringt. Ich hoffe, das dieser Film bei einem Großteil der Zuschauer ein bisschen mehr verantwortungsvolles Verständnis erzeugt.

ennis del mar · 24.03.2006

ich habe mir den film vor 2 wochen angeschaut und ich muss sagen es hat mich noch kein anderer Film so tief berührt wie dieser!!!!!!!! nach dem film war mir so komisch zumute ich bin heim gegangen bin ins internet und hab die musik angehört und musste sofort losheulen!!!!!!
danach hab ich mir ihn noch mal angeschaut

toller film
hoffentlich gibt es einen zweiten teil!!!!!!!!!

pearl jam · 23.03.2006

A love that will never grow old....

Phantastischer Film! Ich kann nur jedem Skeptiker raten in diesen Film zu gehen.

Rillamirilla · 23.03.2006

Hallo Julia!!! ich schreibe nicht mehr so oft, weil ich eine Brokeaholics spanisches Forum gefunden haben!! der Himmel auf Erden, da wird jedes Symbol analysiert, oh Gott der Film ist voll von ihnnen!! hast du gemerkt, dass wenn Ennis sein Hemd findet, ist dieses unter Jacks Hemd? (Jack der Beschuetzer von Ennis) in der schlussszene ist Ennis Hemd, das Hemd, das ùber Jacks ist?? (einfach grossartig)
oder dieses ich schwoere es, da gibt es verschiedene Interpretationen, eine die mir gefallen hat, besagt "ich konnte nicht" Jack! Ich schwoere es!!!!
Die Blutflecken an den Ärmel ihrer Hemden (ein Blutpakt) einfach Wahnsinn!! es gibt noch vieles mehr!!!

Horst Emrich · 23.03.2006

Ennis hatte (durch sein Trauma) Angst davor, das man ihn oder Jack umbringen könnte... nun wir alle sterben einmal... die Frage ist nur, was wir bis zu diesem Moment tun... Leben wir unser Leben?

Unsere Träume, unsere Wünsche, unsere Liebe...

Klaus · 22.03.2006

Das beste was ich seit langen gesehen habe

chilled eskimos · 21.03.2006

schön und traurig zum glück überhaupt nicht kitchig

Thomas Sopp · 21.03.2006

Wie mir die Bewertung und Verteilung der Sterne beweist: man liebt diesen Film oder man liebt ihn nicht. Er berührt einen oder eben nicht.

Der Film ist in gewisser Weise langatmig und auch ich bin bisweilen im Kinosessel hin und hergerutscht. Aber: das Erzähltempo entspricht der Zeit, die man in dieser Gegend hat. Ich habe außer Ennis Erlebnis auch keine offene Feindseligkeit gegen Schwule oder homoerotisches Verhalten gesehen. Und doch normiert man(n) sein Verhalten und adaptiert die Einstellung seiner Umwelt. Wohl dem, der sich daraus befreien kann. Jack tat es und ich hätte mich für beide gefreut, wäre Ennis dazu öffentlich fähig gewesen und nicht nur im Verborgenen. Aber Ennis steht für mich für das "weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf!" Was durfte man 1963?
Ich finde diesen Film so gut, weil er für mich realistisch ist und so menschlich ist. Das Bild der übereinanderliegenden Hemden, das Ennis am Schluss des Filmes vor sich sieht. Ich frage mich, wie er sein Leben ohne Jack geführt hat..
Ich wünschte mir auch, dass der Film auch nach dem Rummel und Hype noch diese Faszination auf mich ausstrahlt wie jetzt. Deshalb gehe ich heute zum dritten Mal innerhalb einer Woche rein. Ich für meinen Teil habe mich in den Film verliebt....

julia · 21.03.2006

...aber dass er am schluss doch mit diesem anderen rancher zusammengekommen ist, oder so, hätte ich auch nicht gedacht...

Rillamirilla · 21.03.2006

Siempre que te pregunto que cuándo cómo y dónde tú siempre me respondes, quizás, quizás, quizás y asi pasan los días y yo desesperando y tú, tú contestando quizás, quizás, quizás. (dieses Lied wurde gespielt als Jack mit diesem Mann in México geht) Immer wenn ich dich frage, wann, wie und wo, du antwortest mir immer, vielleicht, vielleicht, vielleicht, und so vergehen die Tage und ich verzweifle und du antwortest mir, vielleicht, vielleicht, vielleicht.

Rillamirilla · 21.03.2006

Ich schwöre es: der Witwer, der weiss, dass er für immer die Liebe seines Lebens verloren hat, die Tatsache, dass er, seiner Errinerung immer treu bleiben wird. Immer.

julia · 21.03.2006

JA - aber auch die tatsache, dass er auf die hochzeit seiner tochter geht!

Rillamirilla · 21.03.2006

Du meintest die Tatschae, dass er diese Nummer an die Box klebt!! tut mir leid, hatte es nicht gecheckt! genau das was du sagst!

julia · 21.03.2006

...wahrscheinlich nur, dass er sich dem leben und der gesellschaft wieder öffnen will! (da, wo es zu spät ist :-(( )

Rillamirilla · 21.03.2006

Ich weiss das auch nicht.

julia · 21.03.2006

ich bin auch wieder da...hat die nummer 17 am schluss auch was zu sagen?

andy · 21.03.2006

@rillamirilla - ja, ich meinte deine deutungen zu jacks tod. war wirklich kein unfall.

Rillamirilla · 20.03.2006

Ich schaue den Film irgendwann auch im O.V an.
Na ja, wenn fast alle so meinen muss ja vielleicht stimmen.

Heiko · 20.03.2006

Rillamirilla:
Ja, ich glaube es, denn in der Kurzgeschichte kommt das so rüber!! Na ja, übermorgen gehe ich zum 3. Mal rein, aber in die amerikanische Originalfassung...Freue mich schon drauf...obwohl ich nach dem Film immer n Kloß im Hals habe.
Heiko

Rillamirilla · 20.03.2006

Heiko, vielen Dank!!
Meinst du auch,dass er umgebracht wurde??

Heiko · 20.03.2006

Hi Rillamarilla!!
Gib mal "Annie Proulx" bei google.com ein und suche unter news...dann kommen einige links (ich glaube der Artikel wurde im Guardian, London veröffentlicht)...leider nur auf englisch. In dem Buch "Brokeback Mountain"aus dem Diana Verlag steht im Anschluß an die Kurzgeschichte ganz am Ende ein Essay über den Prozess des Verfilmtwerdens und da erkennt man, wie sehr die Schriftstellerin und Schöpferin dieser wunderbaren Charaktere diesen Film liebt!!

Rillamirilla · 20.03.2006

HEIKO!! wo kann man das lesen????????

Heiko · 20.03.2006

hallo zusammen!
Pulpo: Ich meinte das mit der Fiktion nicht negativ, denn ein Kunstwerk (und das ist dieser Film absolut!!!) ist immer Fiktion, aber es konzentriert viele Wahrheiten in sich und bündelt diese. Deshalb können viele Menschen sich in BM wiederfinden. Universell eben!
P.S.: Annie Proulx hat ja einen gepfefferten Kommentar zum "Verlust" des Oscars als bester Film geschrieben und wurde deshalb angefeindet. Ich finde, daß man daran erst recht sieht wie sehr sie, die Autorin und Erfinderin von Ennis und Jack, dieses Buch und den Film als ihr "Kind" betrachtet und verteidigt wie eine Löwin. Hochachtung!!

Rillamirilla · 20.03.2006

Hallo Andy!! Was meinst du genau?? meinst du denn Jacks Tod? oder die Empathie gegenüber der Frau?

andy · 20.03.2006

wüßte nicht, was ich dem lob auf dieser seite noch hinzufügen könnte. deshalb gebe ich nur mal schnell meinen senf zur diskussion dazu. jack wurde natürlich ermordet als er gerade auf dem weg zu seinem neuen freund war. seine frau und seine eltern sprechen von einem unfall und tabuisieren damit seine homosexualität noch über seinen tod hinaus. wahrscheinlich können sie gar nicht anders. darin liegt die tragik, für die bei der plötzlichen nachricht von seinem tod noch gar nicht so richtig platz war. deshalb auch die seltsame stimmung bei den eltern von jack. sie ahnen, dass ennis jack geliebt hat. und während der vater das weiter ablehnt, fühlt die mama über die liebe zu ihrem sohn eine tiefere verbindung zu ennis.

@ rillamirilla
ich glaube, du deutelst da in die falsche richtung.
im übrigen habe ich sehr wohl mit ennis frau mitempfunden, die ja im grunde auch eine unmögliche liebe lebt. auch als sie längst mit einem anderen kerl liiert ist, liebt sie ennis immer noch (deshalb der ausbruch).

hui, mehr auf meiner seite www.delicious-films.de/kommentar

· 20.03.2006

Das war das großartigste, was ich im Kino je sehen durfte!

Rillamirilla · 20.03.2006

Ich habe mich auch selber gefragt (gestern) obwohl ich frau und hetero bin, warum ich keine, überhaupt keine, Empathie gegenüber der Frau empfinde. Ich weiss es einfach nicht.
Zwei Menschen, die sich lieben und nicht zusammen sein dürfen, ja wie Romeo und Julia oder wie Meryl Streep und Clean Eastwood im the bridges of Madison, so ist auch Brokeback Mountain eine universelle Liebesgeschichte, die unsere Seele vergewaltigt.

julia · 20.03.2006

aber man muss schon auch sagen, dass die szene, wo ennis zum "angeln" geht, und seine frau dabei mit den kindern alleine lässt, auch traurig ist.

Pulpo · 20.03.2006

@Heiko: glaubst du wirklich, dasd das Fiktion ist??! Klar, es ist vor allem ein Film, aber ich glaube schon, dass es Menschen gibt, die sich jahrelang verstecken müssen, bis sie zu sich selbst stehen (oder bis zum Tode versteckt leben)!! Es wird einfach immer noch tabuisiert! Schau dir doch die Männerdomäne Fußball an!! Da gibt es bestimmt Homosexuelle!! So ist es auch in der Cowboyszene!! Ich habe auch einen Stiefsohn, was meinste wie lange mein Freund versteckt leben musste!! So sehr finde ich, ist das gar keine Fiktion!! Klar, wir die sich getroffen haben, die Romanzen am Mountain, das ist Fiktion!! - aber ich glaube nicht weit her geholt! (Und berührt wurde ich sowieso!! - Besonders als Ennis an Jack´s Klamotten roch, war ich fertig und am heulen, wie ein kleines Baby!! Sogar schluchzen musste ich!! *heul*)

Rillamirilla · 20.03.2006

Ist das mit dem Hend nicht herzzerreind? Er hat es mitgenommen und im Schrank ganz versteckt in einer Ecke aufbewahrt. Julia, ich glaube nicht, dass der Vater ihn umgebracht hat, ich glaube es war ein Unfall. Sie wollten ihn ja unbedingt kennenlernen und beide mochten ihn.
Es gibt eine Szene vom Anfang der Geschichte, der fast am Schluss gezeigt wird, da wo Jack am Feuer steht, dann sagt Ennis zu ihm so was wie, "hey du wirst ja im Stehen einschlafen, das hat mir meine Mutter als ich klein war immer gesagt, dann hat sie mir ein Lied vorgesungen" und dann macht er das auch, er singt ein bisschen vor, der wortkarge, stiller Ennis!!! OHHH es ist zu traurig!!!!!

julia · 20.03.2006

und noch was: warum er nach der scheidung so distanziert war weiß ich auch nicht. oder vielleicht hat ja einer der männer aus mexiko den jack umgebracht? und bedeutet eigentlich die nr 17 auf dem postkasten auch was?

julia · 20.03.2006

hallo - ich bin auch wieder da! ich hab ihn am fr auch zum 2. mal angeschaut und mir ist es immer noch nicht klar. meine neueste vermutung: viell hat der eigene vater jack umgebracht? kann das sein. und das:" ich schwöre" am schluss ist ja so, wie er es auf die postkarten immer geschrieben hat. und ennis hat doch sein hemd auf dem berg vergessen. ist das das gleiche, das er am schluss in jacks zimmer findet? und das blut ist von dem streit, den sie hatten oder?
was ein geiler film!

Rillamirilla · 20.03.2006

Ich weiss es nicht. Ich bin da nicht so sicher. Ich glaube nicht das sie (jack und der andere) allen Menschen erzaehlt haetten, dass sie zusammen ziehen oder?
Was sind eure Theorien zu diesem "ich schwoere es" oder Warum war Ennis so kalt, als Jack, nachdem er erfahren hatte, dass er sich scheiden liess, zu ihm gefahren ist.

heiko · 20.03.2006

Hallo!
Ich denke Jack wurde umgebracht, denn in der Kurzgeschichte (auf der dieser Film basiert) wird es Ennis klar, das Jack ermordet wurde, als Jacks Vater ihm sagte, das dieser mit einem benachbarten Rancher zu ihm ziehen wolle. Im Film war das wohl der Rancher mit der Quasselstrippe als Frau.
P.S.: Klar ist der Film Fiktion, aber Kunst sollte uns berühren und zum Nachdenken anregen und dies kommt in den vielen bewegenden Kommentaren doch stark zum Ausdruck.

sara · 20.03.2006

also ich glaub ehrlich gesagt dass jack umgebracht wurde! sonst hätte man das doch deutlicher verstanden, oder? und sein freund hat zwar was erzählt diesem alten den sein vater getötet hat aber das sah ganz anders aus als die zweite erinnerung in der telefonzelle...

heiko · 20.03.2006

Dieser Film hat mich wirklich umgehauen...die Figuren Jack und Ennis gehen mir nicht mehr aus dem Kopf und irgendwie werde ich auch auf meine eigenen Fehler und mutlosen Momente im Leben zurückgeworfen! Die Kurzgeschichte von Annie Proulx ist auf jeden Fall sehr lesenswert und als Ergänzung wunderbar. Fazit: Ein Film, der ein immenses Eigenleben entwickelt!!
Die Liebe ist das größte Glück und das Schmerzhafteste im Leben

Lisa · 20.03.2006

ich versteh das auch nicht so ganz. jack twist; wurde der jetzt umgebracht oder hatte er tatsächlich einen unfall?

Rillamirilla · 19.03.2006

Nichts zu danken Pulpo. Ich wollte sagen, das war kein Vergleich, sondern, die Filme, die mich am traurigsten gemacht haben.

Pulpo · 19.03.2006

Hallo Rilla, danke für deine Antwort!! Hoffe ich mal, dass Jack wirklich nicht verprügelt wurde. Jeder Schwuler hat schon mal schlechte Erfahrungen gemacht, aber sowas wünscht man sich nie!!

Ich will mir den Film auch noch mal angucken, aber ich vergleiche diesen Film NICHT mit Romeo & Julia (der auch gut ist)!! ;-) Ich finde, dass sind zwei paar Schuhe, aber zum Glück leben wir in einem freien Land mit freier Meinungsäußerung!! :-)

Rillamirilla · 19.03.2006

Ich habe mir heute den Film zum zweiten Mal angeschaut, die tiefe Traurigkeit, die ich empfinde will mich nicht loslassen, ja, ich finde auch dass dieser Film zusammen mit Romeo und Julia der romantischtste und tragischste ist den ich je gesehen habe.

lala · 19.03.2006

der film ist wohl der mitreisenste schönste und zugleich romantischte film den es je gegeben hat.

Claudia · 18.03.2006

Hallo, mich selber würde das Ende auch interessieren. Hoffe auh dass es nur eine Einbildung von Ennis war und Jack bei einem Autounfall gestorben ist. Mir persönlich hat der Film total super gefallen. Freu mich schon total darauf bis er auf DVD kommt. Bye

Rillamirilla · 18.03.2006

Hallo Pulpo, das selbe beschäftigt mich, ich glaube das war nur Ennis Einbildung, auf Grund dieser Kindheitserringerung, weiß du noch,(als er 9 Jahre alt war) wo er mit seinem Vater einen Mann sieht der mit einem anderem Mann wohnte und auf grausamer Art getötet wurde. Jacks Tot war auch schrecklich, aber ich glaube keiner hat ihn umgebracht, es hätte auf Grund der Todesart ja aber auch sein können, deswegen sind Ennis diese Bilder in den Sinn gekommen.

Pulpo · 18.03.2006

Hi, war gestern endlich im Film und fand ihn zeitweise langatmig, da die Dialoge doch recht sperrig waren, aber als Jack starb, war das so unerwartet und Ennis roch noch an seinen Klamotten - schrecklich, habe rotz und wasser geheult! Er konnte ihm ja nicht einmal sagen, wie sehr er ihn liebt!!
Eine Sache habe ich net verstanden oder falsch gesehen: als Ennis den am Telefon von Jack´s Tod erfuhr, sah man Bilder, die Ennis gedacht hat. Da wurde jemand verprügelt - war das Jack?? Oder nur wieder irgendeine Kindheitssache, die er mal erlebt hat??! Hab daher gedacht, dass er vielleicht doch nicht wegen dem Unfall starb!! Kann mir vorstellen, dass er umgebracht wurde!!

Rillamirilla · 17.03.2006

Der vorherige Beitrag war von mir!!!

· 17.03.2006

Kannst du mir erklären welchen Bezug zur Realität, ich finde realer könnte er nicht sein. Wir wissen schon ,dass es nur ein Film ist, trotzdem berührt er uns sehr tief.

Daniel · 17.03.2006

Darum geht`s doch gar nicht. Es bleibt ein FILM und als solcher hat er eindeutig Schwächen, und zwar die, dass er seinem thematischen Anspruch nicht gerecht wird, denn der wichtige Bezug zur Gegenwart fehlt. Die attraktiven Hauptdarsteller haben hier allen Mädels anscheinend die rosarote Brille aufgesetzt...

Rillamirilla · 17.03.2006

Kannst du denn den Schmerz gar nicht erkennen?? wahrscheinlich sind es Menschen, die gar keine Empathie haben.

Daniel · 17.03.2006

Es sind eher Menschen, die Schwächen erkennen können und sich nicht vom Bilderrausch des Films, der ja zweifelsohne existiert, blenden lassen. Ihr seid auch etwas eindimensional!

julia · 17.03.2006

unterkühlte menschen, die nicht wirklich leben.

Rillamirilla · 17.03.2006

Stefan sagte:Jeder der ein Herz im Leibe hat und um die Wichtigkeit der Liebe im Leben weiß spürt in seinem Inneren die Konflikte, spürt die vernichtende Kraft der Lügen, die die beiden lügen müssen um nicht vernichtet zu werden.
Toller Beitrag Stefan, aber sage mir bitte, was sind die anderen Menschen, die nicht wie wir empfinden? warum ist das so im Leben??

julia · 17.03.2006

respekt an den kommentar von stefan

Mike · 16.03.2006

Es war halt ein bißchen schwer zu unterscheiden, was Chat war und was sich auf den Film bezog. Viele andere interessieren sich für die Kommentare und es ist schon ein bißchen mühsam sich durch Euer gesamtes Gespräch durchzuklicken, um zu den relevanten Einträgen zu kommen.

Rillamirilla · 16.03.2006

Unsere Kommentare über manche Szenen hätten nicht gelöscht werden müssen!!!

julia · 17.03.2006

wie kann man denn hier was löschen ?!?!

· 17.03.2006

Guten Morgen, Julia wann schaust du dir den Film noch ein mal an???

Mike · 17.03.2006

Naja, es gibt hier auch noch Admins, wie mich :-), die Beiträge löschen können.

katharina · 17.03.2006

peinliche frage, aber warum stirbt der eine am schluss?

Rillamirilla · 17.03.2006

Es gibt diese Szene, wo Ennis sich vorstellt wie Jake gestorben ist. (wegen dieser Kindheitserinnerung) Ich sage das ist nur ein Gedanke von Ihm oder?(will ich zumindest hoffen)weil mein Freund sagt, dass es die Realitaet ist.

Rillamirilla · 17.03.2006

ich wollte eigentlich am Dienstag gehen, weiss nicht ob ich so lange aushalte. ;-)
dieses: was haette er anderns tun mussen, ist eine Aussage!!!!!

Rillamirilla · 17.03.2006

vielleicht, damit Ennis lernt was wichtig im Leben ist, und was haette er (Ennis)anders tun muessen??

julia · 17.03.2006

was war das für eine kindheitserinnerung?
es gibt noch so viel ungeklärtes für mich. heute abend schau ich ganz genau hin!

julia · 17.03.2006

ja, am montag dann halt. ich hab wohl einiges übersehen. ich weiß auch nicht genau, wie der eine am schluss gestorben ist.

Rillamirilla · 17.03.2006

vielleicht gehe ich heute auch hin, dann koennen wir beide morgen kommentieren. Weiss du denn nicht mehr?? Uhmm...

Stefan · 17.03.2006

Kurz und bündig: Ich war einfach platt, überwältigt. Die Bilder wirken oft rauschhaft, die Landschaften spiegeln das, was die beiden Cowboys nicht sagen können und dürfen und wirken deshalb oft unterschwellig bedrohlich, sie nehmen kommendes Unheil vorweg. Jeder der ein Herz im Leibe hat und um die Wichtigkeit der Liebe im Leben weiß spürt in seinem Inneren die Konflikte, spürt die vernichtende Kraft der Lügen, die die beiden lügen müssen um nicht vernichtet zu werden. In diesem Spiel kann keiner gewinnen. Brokeback Mountain spiegelt all das in seinen Bilder und Tönen. Ein Film ist imitierte Wirklichkeit, nichts geschieht so wie es gezeigt wird. Brokeback Mountain ist so unglaublich gut,er wirft die Zuschauer auf sich selber zurück und schon ist der Film in der eigenen Welt des Denkens und Fühlens angekommen, mit roher Kraft. Es ist so unendlich töricht von Menschen ein Verhalten zu erwarten das einfach widernatürlich ist und sie um ihr Lebensglück bringt. Leben ist schön, mit Liebe findet es seine Vollendung . Ang Lee und die Darsteller haben sich selbst übertroffen, Hut ab! Ach ja, dass die beiden Cowboys schwul sind stört höchstens Gestörte.

Alex · 16.03.2006

Ich habe mir Brokeback Mountain mit der Erwartung eines Film über schwule Comboys angesehen. Wie dumm. Der Film packte mich mit nie zuvor erlebter emotionaler Wucht. Die Geschichte ist letztlich eine universelle Liebesgeschichte. Im Grunde spielt es keine Rolle ob jemand als Schwuler, Schwarzer, Jude oder weshalb auch immer diskriminiert wird. Wer gewinnt in solch einer abartigen Situation? Die Diskriminierten keinesfalls. Und wie sieht es mit der „Mehrheit“ aus? Was gewinnt die, inwiefern wird deren Leben besser, authentischer? Gewinnen sie an Ansehen, an Würde, an Respekt oder an Gerechtigkeit? Letztendlich bleiben auf ganzer Strecke nur deformierte Menschen zurück. Gesellschaften und Subkulturen, die ihre Ausgestoßenen selbst produzieren müssen um sich erst dadurch erhaben zu fühlen, geben Selbstauskunft über ihren armseligen und primitiven Zuschnitt. Brokeback Mountain ist filmisch herausragend und schauspielerisch über weite Strecken einfach unfassbar intensiv gespielt. Leben und leben lassen, was ist falsch daran? Ist das einigen zu „schwul“?

Rillamirilla · 16.03.2006

der vorherige Beitrag war von mir!!!!
wenn du dich austauschen willst, können wir das machen! ;-)

· 16.03.2006

OH Holger, wie schön deine Überlegungen sind!!! mich hat auch der Film mitten in meinem Herzen getroffen, ich bin zwar eine Frau und hetero, aber ich glaube diese Tatsache spielt keine Rolle. Hast du den kanadischen Film when the night is falling gesehen? da geht es um Lesben, ich kann dir nur sagen, ein Gedicht von Film!! Ich habe eine gewisse Schwäche für Liebe zwischen Männern, weiß nicht warum, wahrscheinlich war ich in einem anderen Leben ein Mann, der einen anderen Mann liebte ;-) ich weiß nicht genau. Ich würde mich freuen wenn ich in der Zukunft einen Sohn haben sollte, der Schwul ist, aber der Gesellschaft wegen nicht. Es ist so traurig wie du sagst, 2006 und noch so viele Vorurteile, wird sich das denn nie ändern?. Ich werde den Film nächste Woche zum zweiten Mal sehen, und dann noch ein mal und noch ein mal. Er ist so schön, dass es weh tut ihn anzusehen.

Holger Fischer · 16.03.2006

Der Film trifft mich mitten ins Herz. Heute Abend werde ich ihn bereits zum 5. Mal erleben. Das ist eine ganz neue Erfahrung für einen Kinomuffel wie mich; habe ich doch gegenüber Hollywood in der Vergangenheit eine gewisse (sagen wir) Gleichgültigkeit an den Tag gelegt. Dieser Film aber lässt mich nicht los.
Ja, auch ich bin schwul! Und ich beneide alle, die mit Ihrem Schwulsein oder sogar mit einer schwulen Beziehung in dieser Gesellschaft offenbar keinerlei Probleme haben. Mir geht es anders als einigen meiner "Vorredner". Ich war nie in der amerikanischen Provinz der 60er Jahre. Aber ich bin in Deutschland 2006. Zum Glück hat sich vieles geändert! Aber: auch hier und heute muss ich mir regelmäßig von meinen Mitmenschen (meist Männern) anhören, wie widerlich der Kuss zwischen zwei Männern sei. Von Sex einmal ganz zu schweigen.
Ennies und Jack rühren mich zutiefst. Sie dürfen nicht lieben! Die Gesellschaft tötet sie. Sie müssen es aber tun. Es gehört zum Menschen. Und sie können es nur im Brokeback Mountain.
Treffender, einfühlsamer, unaufringlicher als in diesem stillen, außergewöhnlichen und bewegenden Film kann man sich dieses auch heute noch affektbeladenen Themas kaum annehmen! Respekt und Hochachtung vor Ang Lee! Diesen Film darf man nicht verpassen!

· 15.03.2006

Ich finde vor allem den Jack super hübsch!! von meinen Kollegen hat leider noch keiner den Film gesehen, aber ich bin total begeistert. Ein tiefgründiger Film. So was tolles hab ich schon lange nicht mehr gesehen.

Rillamirilla · 15.03.2006

Ja!! Julia du hast vollkommen Recht, sie sind sehr hübsch und vermitteln uns so viele Gefühle,ich glaube, besser hätte das keiner gemacht. Hast du jemanden im richtigen Leben mit dem du deine Begeiterung für den Film teilen kannst??? ich, nicht :-(

julia · 15.03.2006

Auf jeden Fall ist der Film phänomenal, man muss viel nachdenken und versteht vieles beim ersten Mal nicht! Ich hab ihn letzten Freitag angeschaut, aber er beschäftigt mich immer noch voll. Werde ihn auch noch mal anschauen. Und ich finde übrigens die Hauptdarsteller sehr attraktiv!

Rillamilla · 15.03.2006

Ich verstehe nicht so genau warum alle diese Szene so abstoßend finden, ich finde Sie natürlich, wie sie sein sollte.

Pascal · 15.03.2006

@leaf: "bei schwulen ist das echt so"
-niemals verallgemeinern! wir schwule sind doch alle unterschiedlich!!! ansonsten stimme ich dir aber zu!
Ich finde die erste sexszene zwar irgendwie abstoßend, finde aber, dass gerade dieses wilde und animalische zeigt, wie wenig sie sich ihre zuneigung zugestehen dürfen. es bleibt ihnen nichts anderes über, als die ganzen angestauten gefühle so ruckartig zu entladen...

Rillamirilla · 15.03.2006

Ich fand die erste Sexszene sehr passend, realistisch, voller agressiver Leidenschaft!!so ist doch manchmal im richtigen Leben oder? THOM ich bin ganz deiner Meinung!!!

Thom @leaf · 15.03.2006

Ich habe mich mit mehreren Leuten unterhalten und einige fanden diese erste Sexszene etwas abstoßend.
Ich bin der Meinung, dass sich in dieser Szene das ganze aufgestaute Verlangen der beiden plötzlich entlädt. Sie sind ja schon seit Monaten jeden Tag zusammen und keiner traut sich auf den anderen zuzugehen. Da staut sich einiges an. Wenn sie sich das zweite Mal im Zelt näher kommen ist das ganze ja schon wesentlich entspannter und dann auch richtig zärtlich. P.S.: Schwule können beim Sex natürlich ziemlich hart sein aber auch sehr zärtlich. So wie Heten eben auch. Ich spreche aus eigener Erfahrung :-)

Thom @Pascal · 15.03.2006

Ich bin auch davon überzeugt, dass Jack tot ist. Auch in der Kurzgeschichte ist das ziemlich eindeutig. Tut mir leid, dass ich mich hier nicht klar ausgedrückt habe.

Rillamirilla · 14.03.2006

Jemand sagte die Schauspieler wären schlecht, dann weiß ich nichts vom Leben, denn ich fand Ihre Leistung sehr überzeugend!

leaf · 14.03.2006

natürlich ist er gestorben, sonst würde da keinen sinn machen. kein film endet so "offen". mit dem *ich schwörs* hat er meiner meinung sagen wollen, dass es das tut , was sie tun wollten. vllt macht er ja eine ranch und öffnet sich der gesellschaft . wie pascal es gesagt hat.
es ist ein fabelhafter film. ich werde ihn mir am freitag nochmal anschaun und mal genauer hinschauen. ich denke bei 1 mal schauen übersieht man einiges.
und diese sex szene, die hat mich auch etwas gesrört. aber bei schwulen is das echt so. mein bester freund is schwul und er sagt auch immer, dass schwule so hart sind, wenn es um sex geht. eigendlich sind sie ja zart und wie man auch sagt frauenversteher aber sie können auch hart sein. ich denke das will der film auch zeigen. man denkt immer schwule sind schwuffies aber sind sie ja nicht. sie können genau so cowboys sein wie heteros...

julia · 14.03.2006

aber warum geht dann der typ, der angeblich gestorben ist, mit der postkarte aus dem postoffice? ich gluab nicht, dass er echt gestorben ist...ich gluab, die treffen sich im november dann im bb-mountain!

Pascal · 14.03.2006

ein letztes mal...
Ich stimme Thom in seiner vorletzten Aussage zu, in der letzten nicht. Der typ ist tatsächlich gestorben...

Pascal · 14.03.2006

Ach ja, ich stimme Thom zu! Die Bilder sagen meist mehr als Wörter!
Kein Film für KingKong-Fans, man muss schon etwas nachdenken...

Pascal · 14.03.2006

Brokeback Montain ist ein großartiger Film. Vielleicht ist er aufklärend, ich denke aber, dass er sehr nahe an der Realität ist. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen! Mit dieser Realität meine ich nicht nur die Realität in den USA der 60er Jahre, ich denke man kann große Teile auch noch auf das heutige Europa adaptieren. Ein Film der Denkanstösse gibt! Und das ist auch mal gut so, denn welche Filme mit dieser Thematik gehen sonst noch so Vorurteilslos mit dieser Thematik um? Das einzige, was mich etwas störte, war die knallharte Sexszene am Anfang. Ich glaube kein Schwuler würde beim ersten Sex sofort so weit gehen und so schnell, allerdings zeigt das auch wieder die Ohnmacht der beiden Männer. Ein langsameres annähern hätte unglaubwürdig gewirkt!
Zum Ende würde ich sagen, dass er mit dem "I bet" im übertragenen Sinne schwört, dass er sein Leben jetzt auch wirklich leben will und in die Hand nehmen möchte. Das zeigt vielleicht auch, dass er zur Hochzeit seiner Tochter geht und dass er eine Nummer auf seinen Briefkasten klebt. Er öffnet sich sozusagen wieder der Gesellschaft und das war ja auch der Wunsch seines verstorbenen Freundes.
Alles in allem ein lohnenswerter Film! Taschentücher nicht vergessen! In unserem Kino haben am Ende mehr als die Hälfte der Leute Rotz und Wasser geheult!

julia · 14.03.2006

ja, und was schwört er denn am schluss? ich finde, dass der satz nicht unvollendet ist!

@Thom · 14.03.2006

ich habe mir gedacht, dass der andere doch nicht gestorben ist, und sich nur so vor den anderen ausgibt. er hat ihn doch gefragt: "sehen wir uns im november im bb-mountain?". und vielleicht sagt der andere deshalb am schluss: ich schwöre. weil er halt dann da auch hingeht...und sie endlich ungestört zusammen sein können...?!?! kann das sein?

hankcgn · 14.03.2006

"Brokeback Mountain" ist kein schwuler Film. Es ist wesentlich mehr. Er thematisiert und kritisiert die US-Gesellschaft, die drögen morailnsuren Hinterwäldler...Intoleranz und verpasste Lebens-Ziele. In wenigen Dialogen und mit beeindruckenden Bildern fasst Ang Lee zusammen wozu andere Stunden bräuchten. Er lässt Fragen offen, gibt Denkanstösse und stellt Fragen. Ein vielschichtiger, bewegender Film. Wer das allerdings nur auf "schwule Cowboys" reduziert hat gar nichts verstanden!

Vera · 14.03.2006

Bis auf das Missverständnis am Anfang deines Beitrages stimme ich dir in großen Teilen zu. Auch ich war im Kino und habe mir den Film angesehen. Ich war...nun ja, enttäuscht. Nicht, dass er schlecht gemacht war, aber ich hatte mir etwas mehr Frechheit gewünscht, Rebellion und so. Stattdessen bekam ich einen zwar unterhaltsamen, aber irgendwie uninteressanten Film zu sehen.

Sedat Vermeiren · 14.03.2006

Blöd, dass manche hier die Bewertungen missverstehen. Das ist nicht wie das Schulnotensystem, sondern geht nach Quantität! Ich war schon überrascht, dass sich mal einer traut den Film zu verreißen, aber leider war es nur ein Missverständnis. Gut, dann gehe ich eben kritisch an die Sache heran: Möglich, dass "Brokeback Mountain" Manchen zu Herzen geht, denn Ang Lee hat es blendend verstanden, alle Aspekte, die glänzende Unterhaltung versprechen, in diesen Film zu packen. Wir sollten den Film deshalb aber in puncto Innovation und "bester Film aller Zeiten" nicht überbewerten. Es gibt meiner Meinung nach erheblich bessere Filme, die diese Thematik nicht unbedingt glaubwürdiger, aber doch interessanter aufarbeiten. "Brokeback Mountain" erscheint mir fast wie eine Art "Aufklärungsfilm" in Sachen Homosexualität für das prüde Amerika. Soll heißen, in Europa ist man schon weitaus Moderneres gewohnt - mit großem Bezug zur Gegenwart, was in "Brokeback Mountain" leider ausbleibt.

Thom · 13.03.2006

Der letzte Satz des Films lautet: "Jack, I swear..." Der Satz bleibt unvollendet. Genau so wie die Liebe der beiden unvollendet blieb. Generell scheint mir das Schlussbild eine einzige Zusammenfassung des Films in einer Metapher zu sein. Der kleine Trailer in dem Ennis nun sein Leben fristet, versinnbildlicht die kleine Welt in der Ennis gefangen ist, der er nicht entfliehen kann und die ihn daran hindert sein Glück zu finden.
Die beiden Hemden, die die Liebe der beiden symbolisieren, verstecht er im Schrank.
Nebeneinander sind dann noch eine Postkarte von Brokeback Mountain zu sehen und ein kleines Fenster, durch das die Welt außerhalb des Trailers zu sehen ist. Jack hat immer versucht Ennis aus dieser kleinen Welt herauszuholen aber alles was Ennis ihm zugestehen konnte, war die Erinnerung an das, was sie auf Brokeback Mountain gefunden hatten.

Der Film ist voller solcher Metaphern und das macht diesen Film so spannend. Auf unterschiedlichsten Ebenen wird die Geschichte dieser beiden unglücklichen Männer dargestellt. Oft erzählen die Bilder mehr als die Dialoge.

Rillamirilla · 14.03.2006

Wie unterschiedlich Meinungen sein können, habe gestern den Film angeschaut, was kann ich sagen, er hat mich tief berührt. Hab gestern nachdem ich vom Kino zurückgekommen bin, gleich im internet nach einem Forum geschaut, zu erst in spanischer Sprache, so is es leichter für mich, aber es ist anders, ganz anders, die sehen alles viel sachlicher, eher kalt, ich konnte im Kino nicht aufhören zu weinen und manche Szenen verfolgen mich, wollen meine Gedankenwelt nicht verlassen. Ich liebe diesen Film und werde ihn nächste Woche noch ein mal anschauen, ich habe viele Details verpaßt, und konnte ich nicht so genießen denn mein Freund war dabei, ihn hat der Film nur gefallen gar nichts weiter, ich kann so was nicht nachvollziehen. Eine Liebesgeschichte, die auf Grund von Vorurteilen nicht ausgelebt werden kann, ahh!!!!! schöner und trauriger geht es nicht. Wißt ihr von irgendeinen Forum oder Homepage die dem Film gewidmet ist?
Jake ist nicht gestorben?? oh das wäre großartig!!

felix · 13.03.2006

....hmm...mir gehts genauso...das ende war irgendwie seltsam..."ich schwörs", was bedeutet das? Vielleicht ist der andere doch nicht gestorben und die ziehen auf eine ranch? ich weiß es auch nicht genau...

julia · 13.03.2006

Ganz toller Film und sehr attraktive Männer :-)

Aber ich habe leider den Schluss nicht verstanden...

Ferrie · 11.03.2006

@eiga: Ganz deiner Meinung! Hier wird ja geradezu so getan, als ob das der allererste Film sei, der von Homosexualität handelt! Für die Amis mag das gelten, ja, aber doch lange nicht für uns!

eiga · 10.03.2006

Ich habe mich über zwei Stunden gefragt, wo hier die "Sozialkritik" ist, von der die Kritiker so laut schwärmen. Statt Kritik ist der Film ins Jahr 1962 datiert, nach dem Motto "ist doch alles nicht so schlimm, ist ja schon ein halbes Jahrhundert her".
Warum saugen wir Deutschen eigentlich alles wie Schwämme auf, was die Amis hochjubeln und für total innovativ haten? "Aufwachen"möchte man da rufen wir sind schon viel weiter oder erinnert sich noch jemand an den wirklich bewegenden Film mit homosexueller Brisanz "Die Konsequenz" von 1977!! mit Jürgen Prochnow?

· 10.03.2006

Super schöne Landschaftsaufnahmen. Tragische Story , Gut gespielt

Georgios · 10.03.2006

Habe den Film heute gesehen und war äußerst beeindruckt! die ganzen negativen Kritiken hier kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Ein Drama ist nunmal meist tragisch und keine "leichte Unterhaltung" wie manche das wohl von Hollywood gewohnt sind! Der Film hätte ganz klar den Oscar als bester Film verdient! Aus welchen Gründen er den nicht bekommen hat will ich hier erst gar nicht vermuten, sonst unterstellt man mir noch "Verschwörungstheorien"! :-)
Endlich mal eine große Liebesgeschichte zwischen Männern auf der großen Leinwand und in deisem internationalen Ausmaß!! Damit sollte endlich mal eins klar werden: Schwul sein ist etwas völlig natürliches!Es geht nur um Liebe..nichts anderes!
Außerdem fand ich, daß die Schauspieler...auch und vor allem die weiblichen (Michelle Williams) sehr gut gespielt haben!
Nur aufpassen: Der Film ist sehr traurig und hat mich manchmal beinahe an die Grenze von Tränen gebracht! Das ganze hatte unheimliche Tiefe!

Den Film werd ich mir sicher mindestens nochmal anschauen und die DVD werd ich mir auch kaufen sobald sie draussen ist!

Ich danke Ang Lee für dieses absolute Meisterwerk! Sollen die anderen doch reden!

PS: Auch der Soundtrack ist weltklasse! Sollte jeder in seinem Plattenschrank haben!

Georgios!

Misa · 10.03.2006

"Hinter rauher Schale verbirgt sich weicher Kern, der auch zur Homoseualität fähig ist." Das ist meiner Meinung nach etwas zu einfach gestrickt. Von einem faszinierenden Film erwarte ich keine attraktiven Hauptdarsteller und eine tragische Geschichte sondern Innovation auf irgendeinem Gebiet. Dass die Amis verklemmt waren, wussten wir auch schon vorher. Und sie schießen sich selbst ein Tor, wenn sie durch Priesterwiderstand und einer kleineren Zahl an Oscars als gedacht zugeben, dass sie es immer noch sind.

Oliver Brosmann · 10.03.2006

Wunderbarer, unschwuler(!) Film. Ang Lee hat eine garndiose Arbeit abgeliefert , Ledger und Gyllenhaal sind wunderbar geführt und spielen, n ein "sind" (besonders Gyllenhaal) geradezu erhaben mit bzw. in ihren Figuren. Um Liebe gehts, nicht ums Schwulsein. Ich meine wer anderes behauptet, bewertet die Dramaturgie über. Das Schwule ist hier lediglich Hintergrund des Themas "Lebe deine Liebe". Was womöglich untergeht in der Berichterstattung übder den Film, sind teils brüllend komische Entwicklungen der Nebenfiguren, wie z. B. der Lureen Newsome (Ann Hathaway). Watch it without any prejudice!

Wedekind · 09.03.2006

Es muss sich keiner schlecht dabei vorkommen, den Film als durchschnittlich zu bezeichnen. Homosexualität ist hier Unterhaltung, damit tut das Werk den Homosexuellen keinen Gefallen. Der Umgang der Amerikaner damit wird im Film 08/15-mäßig beschrieben, d. h. wie wir uns das alle vorstellen können und wie die Amis vielleicht heute noch darauf reagieren). Tja, was bleibt? Nette Landschaft, ja, aber das artet alles leicht in Kitsch aus. Das ganze Cowboy-Getue außerdem - etwas langweilig. Ich kann nur sagen: Der europäische Film hat in puncto Filmen, die von Homosexualität handeln, einen überdeutlichen Vorsprung.

Lex · 07.03.2006

Ich finde der Film ist genial,überhaupt die Landschaften, die Darsteller usw.. es ist wenigstens mal ein Thema, dass in die Herzen der Menschen geht. der Film wird in die Geschichte eingehen!!!!!!!!!

Silke Herder · 07.03.2006

Wär beim Film beinahe eingeschlafen, Kitsch und Cowboy-Getue haben mich fertiggemacht.

Meier · 06.03.2006

Um diesen Film gibt es so einen Rummel? Aus meiner schwulen Sicht ist er uber weite Strecken belanglos, träge und spröde. Stellen sich Heterosexuelle so das schwule Leben vor? Herjee.

De · 06.03.2006

Der Film hätte alle Oscars verdient...da passt einfach Alles: Musik, Darsteller, Bilder, Story... nie wird es einen besseren Film in dieser Richtung geben!

hans peter unger · 06.03.2006

Der Film ghört zum Besten was ich bis anhin gesehen habe. Der Cast ist für diesen Film perfekt. Kaum
noch zu überbieten.

Björn · 05.03.2006

Der wohl bewegendste Film, den ich je gesehen habe. Keine Spur von Kitsch oder typischen Hollywood Mainstream...

Favorite · 05.03.2006

Geiler FIlm

selma · 04.03.2006

hab den film im originalton gesehen und war schockiert. nicht nur, dass heath ledger spricht, als gehöre die stimme nicht zum körper, nein, die figuren wirken auch sehr unsympathisch auf mich. so habe ich das jedenfalls empfunden.

Alina Pechstein · 04.03.2006

Ich finde, dass das ein durchschnittlicher Film ist. Die Amerikaner sind eben noch nicht so weit mit Erfahrungen mit der Homosexualität, da sind wir Europäer ganz Anderes gewöhnt. Mag sein, dass der Hollywood-Glanz daraus was Tolles macht, ich mag den aber sowieso nicht so. Diese Cowboy-Geschichte finde ich total kitschig. Nichts Neues für uns!

Regula · 03.03.2006

Das absolut bewegenste, das ich je gesehen habe! Einfach genial!

Sanne · 01.03.2006

Top: Amerikaner wagen sich endlich an Homosexualität heran
Flop: Die Cowboy-Story drumherum, zu viel Pathos, zu viel Kitsch, zu viel "weicher Kern hinter harter Cowboy-Schale". Hätte ihn gerne rundum gutgeheißen, aber Amerikaner sind eben...Amerikaner.

Sabine · 28.02.2006

How can I quit this movie..?

Unbedingt im Original mit Untertiteln anschauen!!!!

Ich liebe diesen Film.

Fabian · 22.02.2006

Grandioses Meisterwerk!Eines der bewegendsten und schönsten Liebesdarmen, welche ich jemals gesehen habe. Mit "Hype" hat das nichts zu tun! Sechs Sterne reichen da gar nicht aus!

Manipulation · 21.02.2006

schön, dass schon bevor der Film in Deutschland zu sehen ist, 70 Bewertungen vorliegen, davon 67 mit Höchstnote 6 Sterne. Es lebe der Hype.
Hier sollte man sich mal ein System mit Registrierung überlegen und selbst da offensichtliche Manipulationen einfach entfernen

tom · 17.02.2006

traurig, aber ich muss gestehen, dass ich als hetero eine wichtige lektion gelernt habe die ich für alle zeiten in mir trage: liebe richtet sich nicht nach geschlecht oder moralvorstellungen. fand den film echt stark und emotional bewegend. ANSCHAUEN!

Anna · 15.02.2006

Exzellenter Film, mehr braucht man nicht zu sagen! Ich habe die Vorpremiere miterleben dürfen, so ohne Pause ist er wahrscheindlich noch besser!

Hannah · 15.02.2006

Ich finde das was ich bis jetzt vom Film gehört habe sehr aufregend . Die Schauspieler sind sehr gut und die Kulisse hat mir gefallen . Wenn der Film am 9 . März in die deutschen Kinos kommt bin wohl ich die erste die sich den Film anschaut .

· 11.02.2006

Der Film startet am 9. März. Steht ja auch unter der Kritik.

Jean GLODEN · 11.02.2006

Bonjour aus Paris,

Ein sehr guter Film, wohl der Beste den ich seit Monaten gesehen habe.

Läuft er schon in Deutschland ?
Falls ja : seit wann ?

Merci
Jean Gloden
jean.gloden@dbfrance.fr

Kommentare

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Titel
Brokeback Mountain (2005)
Die Strategie der Heterosexualität
Originaltitel
Brokeback Mountain
Startdatum
FSK
0
Regie

Daten und Fakten

Produktionsland
Filmlänge
134 Min
Filmverleih
DVD
Veröffentlichung
Spielzeit DVD
134 Min
Bildformat
16:9
Sprache(n) & Ton
Dolby Digital 5.1; Deutsch, Englisch
Extras

Keine

DVD-Vertrieb
Blu-Ray
VoD & Streaming
Startdatum
Anbieter
Netflix
TV

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