Ziyi Zhang

Ziyi Zhang

Mit jeder neuen Rolle baut Ziyi Zhang ihre Reputation aus: Auf der Leinwand überzeugt sie mit ihrer Anmut ebenso wie mit ihrer unvergleichlichen Intensität.

2004 stellte Zhang eine blinde Tänzerin/Martial-Arts-Kämpferin in House of Flying Daggers dar, einer Geschichte um Liebe und Verrat, die im Jahr 859 spielt. Regie führte Zhang Yimou, weitere Hauptrollen übernahmen Takeshi Kaneshiro und Andy Lau. 2004 war sie auch in dem Film 2046 des gefeierten Hongkong-Regisseurs Wong Kar-wai zu sehen. Für diesen Film zeichneten die Filmkritiker in Hongkong Ziyi Zhang als Beste Darstellerin aus. Im Film geht es um die Erinnerungen eines Autors, während er an einem futuristischen Roman arbeitet. 2046 lief 2004 in Cannes im Wettbewerb, weitere Hauptrollen übernahmen Tony Leung und Gong Li.

2003 wirkte sie neben Jet Li, Maggie Cheung und Tony Leung in Zhang Yimous erstem Martial-Arts-Film Hero mit. Die an Rashomon von Akira Kurosawa erinnernde Geschichte berichtet, wie es dazu kam, dass ein namenloser Attentäter gegenüber dem ersten chinesischen Kaiser Platz nehmen konnte. Der Film lief auf der Berlinale im Wettbewerb und war 2003 in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film für den Golden Globe und den Oscar nominiert. Im selben Jahr trat Zhang auch in Purple Butterfly des chinesischen Regisseurs Lou Ye auf. Dieser Film war 2003 im Wettbewerb des Festivals in Cannes zu sehen. Die Kritiker schwärmten von Zhangs Darstellung einer jungen Frau, die in Shanghai während der japanischen Besetzung in den 30er Jahren zwischen Liebe und Pflicht wählen muss.

2002 spielte Zhang neben Jackie Chan und Chris Tucker in dem Publikumserfolg Rush Hour 2. Zuvor begeisterte sie die Kritiker in Regisseur Ang Lees Crouching Tiger, Hidden Dragon (Tiger & Dragon, 2000). Tiger & Dragon verbuchte Nominierungen für atemberaubende 125 Preise. Zhang persönlich wurde 14-mal nominiert – sie gewann unter anderem den Independent Spirit Award als Beste Nebendarstellerin und 2000 den Nebendarstellerpreis der Filmkritiker in Toronto.

Gleich mit ihrem ersten Filmauftritt stieg Zhang zum Star auf: Sie besuchte noch die Zentrale Theaterschule in Beijing, als Regisseur Zhang Yimou ihr 1998 die Hauptrolle in dem Film The Road Home (Heimweg – The Road Home) anbot. Die Handlung spielt zu Beginn der chinesischen Kulturrevolution in den 50er Jahren und erzählt von der zu Herzen gehenden ersten Liebe eines Mädchens. The Road Home gewann 2000 als Jury-Preis den Silbernen Bären auf der Berlinale.

Zhang wurde am 9. Februar 1979 geboren und wuchs in Beijing auf. Ihr Vater arbeitet als Ökonom für den Staat, ihre Mutter war früher Kindergärtnerin. Sie hat einen älteren Bruder. Mit elf Jahren begann sie ihre Ausbildung im Internat der Tanzakademie in Beijing – sechs Jahre lang lernte sie dort den traditionellen Volkstanz. Nach dem Abschluss folgte sie einer Eingebung und machte die Aufnahmeprüfung an der renommierten Zentralen Theaterschule. Sie wurde auf Anhieb aufgenommen.

Filmographie — Ziyi Zhang

2009
Waiting (Regie: Peter Chan)
Sophie’s Revenge (Regie: Yimeng Jin)
Lost for Words (Regie: Susanne Bier)
The Horsemen (Regie: Jonas Åkerlund)

2008
Forever Enthralled (Regie: Chen Kaige)

2006
Yè yàn (The Banquet, Regie: Xiaogang Feng)

2005
Memoirs of a Geisha (Die Geisha, Regie: Rob Marshall)
Operetta tanuki goten (Regie: Seijun Suzuki)

2004
Mo li hua kai (Regie: Yong Hou)
2046 (Regie: Wong Kar Wai)
Shi mian mai fu (House of the Flying Daggers, Regie: Zhang Yimou)

2003
Jopog manura 2: Dolaon jeonseol (Regie: Jeong Heung-sun)
Zi hudie (Purple Butterfly, Regie: Lou Ye)

2002
Ying xiong (Hero, Regie: Zhang Yimou)

2001
Musa (Musa — Der Krieger, Regie: Kim Sung-Soo)
Shu shan zheng zhuan (Regie: Tsui Hark)
Rush Hour 2 (Regie: Brett Ratner)

2000
Wo hu cang long (Crouching Tiger, Hidden Dragon, Regie: Ang Lee)

1999
Wo de fu qin mu qin (The Road Home, Regie: Zhang Yimou)

1996
Xing xing dian deng (Regie: Wenxue Sun)

Foto (C) Warner Bros — Ziyi Zhang in Die Geisha (Memoirs Of A Geisha)
Bild zu King of the Monsters von Michael Dougherty
King of the Monsters von Michael Dougherty - Filmbild 1
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