Daniel Brühl ist heute mit Sicherheit einer der bekanntesten deutschen Schauspieler überhaupt und der Traum manch einer Schwiegermutter. Als Alex, der für seine herzkranke Mutter die DDR wieder aufleben lässt, hat sich Daniel Brühl in die Herzen von Millionen von Zuschauern gespielt. Für seine Rolle in Wolfgang Beckers Komödie Good Bye, Lenin! wurde er bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2004 auch mit einer Lola als Bester Hauptdarsteller sowie dem Publikumspreis bedacht. Eine beachtliche Leistung für einen Schauspieler, der berühmt wurde, ohne je eine Schauspielschule besucht zu haben.

Seine ersten Kinoerfahrungen sammelte Daniel Brühl, der 1978 in Barcelona geboren wurde, bereits 1995 mit Miguel Alexandres Der Pakt, dem Blutiger Ernst (1997) von Bernd Böhlich, Schlaraffenland (1998) von Friedemann Fromm, Vanessa Jopps Honolulu (1999) und Sheri Elwoods Deeply (1999) folgten.

Der Durchbruch gelang ihm mit dem Kinoerfolg Schule (2000) von Marco Petry. Bereits 2002 wurde er für seine außerordentliche Leistung in Benjamin Quabecks Nichts Bereuen, Zoltan Spirandellis Vaya Con Dios und vor allem in Hans Weingartners Das weiße Rauschen mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller geehrt. Im Jahr 2003 konnte man den 25-Jährigen außerdem in Züli Aladags Boxerdrama Elefantenherz (2002) auf der Leinwand sehen.

2004 war Daniel Brühl in dem Kassenschlager Die Liebe in Gedanken auf der Kinoleinwand präsent. Darauf folgte Die fetten Jahre sind vorbei (2004), eine erneute Zusammenarbeit mit Regisseur Hans Weingartner. Der Film war nicht nur in Deutschland erfolgreich, sondern wurde auch im Ausland vielbeachtet, war es doch der erste deutsche Film der nach Jahrzehnten am prestigeträchtigen Filmfestival in Cannes teilnahm.

Nur das „nette Junge von nebenan“ Image nervt Daniel Brühl allmählich. Erst kürzlich gestand er, dass er auch gerne bereit wäre 50 Kilo zuzulegen, wenn er dann die Rolle eine Bösewichts in einem James Bond Film spielen dürfe.

Filmographie — Daniel Brühl

2011
Intruders (Regie: Juan Carlos Fresnadillo)

2010
Angel Makers (Regie: Jon Amiel)
Castro’s Daughter (Regie: Robert Moresco)
Ich und Kaminski (Regie: Wolfgang Becker)
Die kommenden Tage (Regie: Lars Kraume)
Eva (Regie: Kike Maíllo)
Kóngavegur (King’s Road, Regie: Valdís Óskarsdóttir)

2009
Dinosaurier — Gegen uns seht ihr alle alt aus (Regie: Leander Haußmann)
Lila, Lila (Regie: Alain Gsponer)
Las madres de Elna (Regie: Manuel Huerga)
John Rabe (Regie: Florian Gallenberger)
The Countess (Die Gräfin, Regie: Julie Delpy)
Inglourious Basterds (Regie: Quentin Tarantino)

2008
Un poco de chocolate (Regie: Aitzol Aramaio)
Krabat (Regie: Marco Kreuzpaintner)

2007
The Bourne Ultimatum (Regie: Paul Greengrass)
Deux jours à Paris (Regie: Julie Delpy)
In Tranzit (Regie: Tom Roberts)

2006
Cargo (Regie: Clive Gordon)
Ein Freund von mir (Regie: Sebastian Schipper)
Salvador Puig Antich (Salvador — Kampf um die Freiheit, Regie: Manuel Huerga)

2005
Merry Christmas (Regie: Christian Carion)
Der Duft von Lavendel (Regie: Charles Dance)

2004
Die fetten Jahre sind vorbei (Regie: Hans Weingartner)
Farland (Regie: Michael Klier)

2003
Was nützt die Liebe in Gedanken (Regie: Achim von Borries)
Good Bye, Lenin! (Regie: Wolfgang Becker)

2002
Elefantenherz (Regie: Züli Aladag)
Vaya Con Dios (Regie: Zoltan Spirandelli)

2001
Das weiße Rauschen (Regie: Hans Weingartner)
Nichts Bereuen (Regie: Benjamin Quabeck)

2000
Schule (Regie: Marco Petry)

1999
Deeply (Regie: Sheri Elwood)
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