Die mittlerweile 60-jährige Charlotte Rampling gehört zu den interessantesten Gesichtern im Filmgeschäft. Rampling wurde am 5. Februar 1946 in Sturmer, England geboren und ihre Karriere fing als Model an. Mittlerweile ist sie auf berühmten Fotos von Helmut Newton und Cecil Beaton verewigt. In den Filmen, in denen sie spielte, trat sie oft in provozierenden Rollen auf, so als nacktes Opfer von KZ-Schergen und SS-Offizieren in Der Nachtportier (1974) von Liliana Cavani.

In den sechziger Jahren zog sie mit einer Popgruppe durchs Land, trat in einem winzigen Part in Richard Lesters Der gewisse Kniff (1965) auf und wurde von Luchino Visconti entdeckt, der ihr in dem Ruhrdynastie-Drama Die Verdammten (1969) die Rolle der Schwiegertochter anvertraute.

Seitdem spielte Rampling vorwiegend in Europa, so mit Sean Connery in der Utopie Zardoz (1974) oder als Opfer einer Entführung in Das Fleisch der Orchidee (1975). Sie überzeugte als Femme fatale in der Raymond-Chandler-Verfilmung Fahr zur Hölle, Liebling (1975) und war die unvergessliche Geliebte des Regisseurs in Woody Allens Stardust Memories (1980). Für den japanischen Regisseur Nagisa Oshima spielte sie in Max, mon amour eine erotische Dreiecksgeschichte zwischen einer Frau, deren Ehemann und einem Affen.

Nach relativ zurückgezogenen Jahren, war Rampling 2000 wieder in Jonathan Nossiter’s Signs and Wonders zu sehen. Unter der Regie von Frankreichs Regie-Shooting-Star François Ozon drehte sie: Unter dem Sand (2000) und Swimming Pool (2003). Nach Enki Bilals Immortel (2003) folgten unter anderem Rollen in Norman Jewisons The Statement (2003), Mike Hodges Thriller I’ll Sleep When I’m Dead (2003), Gianni Amelios Familiendrama Die Schlüssel zum Haus (2004) und Dominik Molls Lemming (2004).

Charlotte Rampling war mit dem Musiker Jean-Michel Jarre und dem Bildhauer Bryan Southcombe verheiratet. Sie hat 3 Kinder: David, Barnaby und Emily.

Filmographie — Charlotte Rampling (Auswahl)

2011
Cleanskin (Regie: Hadi Hajaig)
The Eye of the Storm (Regie: Fred Schepisi)

2010
Angel Makers (Regie: Jon Amiel)
Rio Sex Comedy (Regie: Jonathan Nossiter)
The Mill and the Cross (Regie: Lech Majewski)
Never Let Me Go (Regie: Mark Romanek)
Le Grand Restaurant (TV) (Regie: Gérard Pullicino)
Street Dance 3D (Regie: Max Giwa, Dania Pasquini)

2009
Boogie Woogie (Regie: Duncan Ward)
Purple America (Regie: Jorge Torregrossa)
Life During Wartime (Regie: Todd Solondz)
Quelque chose à te dire (Regie: Cécile Telerman)
La femme invisible (Regie: Agathe Teyssier)

2008
The Duchess (Die Herzogin, Regie: Saul Dibb)
Deception (Regie: Marcel Langenegger)
Babylon A.D. (Regie: Mathieu Kassovitz)

2007
Caótica Ana (Regie: Julio Médem)
Angel (Regie: Francois Ozon)

2006
Basic Instinct 2 (Basic Instinct: Neues Spiel für Catherine Tramell, Regie: Michael Caton Jones)
Désaccord parfait (Wir verstehen uns wunderbar, Regie: Antoine de Caunes)

2005
Vers le sud (In den Süden, Regie: Laurent Cantet)
Lemming (Regie: Dominik Moll)

2004
Immortel (ad vitam) (Immortal — New York 2095: Die Rückkehr der Götter, Regie: Enki Bilal)
Le chiavi di casa (Die Hausschlüssel, Regie: Gianni Amelio)

2003
The Statement (Regie: Norman Jewison)
Swimming Pool (Regie: François Ozon)
I’ll Sleep When I’m Dead (Regie: Mike Hodges)

2002
Embrassez qui vous voudrez (Regie: Michel Blanc)

2001
Superstition (Regie: Kenneth Hope)
The Fourth Angel (Regie: John Irvin)

2000
Sous le sable (Unter dem Sand, Regie: Francois Ozon)
Aberdeen (Regie: Hans Petter Moland)
Signs and Wonders (Regie: Jonathan Nossiter)

1986
Max mon amour (Regie: Nagisa Oshima)

1980
Stardust Memories (Regie: Woody Allen)

1977
Un taxi mauve (Irisches Intermezzo, Regie: Yves Boisset)

1975
La chair de l’orchidée (Das Fleisch der Orchidee, Regie: Patrice Chéreau)
Farewell, My Lovely (Fahr zur Hölle, Liebling, Regie: Dick Richards)

1974
Il portiere di notte (Der Nachtportier, Regie: Liliana Cavani)
Zardoz (Regie: John Boorman)

1969
La caduta degli dei (Die Verdammten, Regie: Luchino Visconti)

1965
The Knack …and How to Get It (Der gewisse Kniff, Regie: Richard Lester)
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15 Jahre nach seinem Kinoerfolg Küss mich, wenn du willst (OT: Embrassez qui vous voudrez ) lässt Michel Blanc die Fortsetzung Voyez comme on danse folgen — und abermals sind Charlotte Rampling, Karin Viard und Carole Bouquet mit von der Partie.
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