Schreiendes Land - The Killing Fields

Schreiendes Land - The Killing Fields

Arte, 29.1., 20:45

In Kambodscha wird der Auslandskorrespondent der „New York Times“ Sydney Schanberg (Sam Waterson) Zeuge der Bombenangriffe der USA auf das vom Bürgerkrieg erschütterte Land. Als sich der Rückzug der Amerikaner abzeichnet, bliebt Schanberg, unterstützt von seinem kambodschanischen Assistenten und Dolmetscher Dith Pran (Haing S. Noor), trotz aller Warnungen im Land, um über die Machtübernahme der Roten Khmer zu berichten. Doch die Situation wird unberechenbar, während Schanberg gemeinsam mit anderen westlichen Korrespondenten außer Landes gebracht wird, wird Dith Pran wird von den Roten Khmer verhaftet und als Kollaborateur gefoltert. Schließlich gelingt ihm die Flucht durch die berüchtigten „Killing Fields“, jene von Totenschädeln und Skeletten übersäten Felder, die das Bild der Schreckensherrschaft des Pol Pot-Regimes in Kambodscha prägten.

Nach dem authentischen Bericht von Sydney Schanberg über seinen Freund und Kollegen Dith Pran („The Life and Death of Dith Pran) gelang dem britischen Regisseur Roland Joffé ein aufrüttelnder Film, der unter die Haut geht. Ausgezeichnet mit drei Oscars (beste Kamera, bester Schnitt und beste Nebenrolle) ist The Killing Fields ein bis in die Nebenrollen großartig besetzter Film (unter anderem John Malkovichs Filmdebüt), der auch durch die wundervolle Filmmusik von Mike Oldfield besticht. Schwer zu ertragen, aber absolut sehenswert!

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Meinungen
Martin Z. · 15.03.2009

Der erste Teil ist trotz der Actionszenen der schwächere. Er enthält z. B. langatmige Passagen, wie man einen Pass fälscht. Stellenweise kann dann auch schon mal der Überblick verloren gehen.
Der zweite Teil überzeugt allerdings. Die unmittelbare Brutalität in einem Umerziehungslager der Roten Khmer bleibt ebenso in Erinnerung wie die Flucht des zu Recht oscarprämierten Hauptdarstellers H. S. Ngor über symbolträchtige Berge von Skeletten auf den ’Killing Fields’.
Natürlich geht es auch um Objektivität der Kriegsberichterstattung. Das emotionsgeladene Happy End der beiden Hauptakteure von John Lennons ’Imagine’ untermalt drückt etwas auf die Tränendrüse, aber sonst ist der Film immer noch sehenswert.

Kommentare

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