Sams im Glück

Sams im Glück

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Wird Herr Taschenbier zum Tier?

Das Sams ist wahrlich im Glück – das gilt nicht nur für den nun folgenden dritten Teil des Kinoabenteuers, sondern auch für die Macher des Kinderabenteuers und damit letztendlich auch für die kleinen (und großen) Fans des vorwitzigen Rotschopfs, die auch an diesem Spaß ihre helle Freude haben werden. Der neueste Streich basiert auf dem mittlerweile siebten Buch des Bamberger Autors Paul Maar, das dieses Mal quasi zeitgleich mit dem Film entstand und damit dezidiert beim Schreiben auf die Unterschiede zwischen Buch und Film einging – so geht crossmediales Erzählen heute. Dieses zeitgleiche Denken und die gemeinsame, auf das Ziel der Verfilmung ausgerichtete Arbeitsweise merkt man dem Film aber keineswegs negativ an, was man sonst bei solchen Konstrukten nicht unbedingt immer behaupten kann. Dass der Film so gut funktioniert, liegt freilich nicht allein an dem Stoff, der ältere Semester bisweilen an einen anderen anarchischen Rotschopf namens Pumuckl erinnern dürfte, sondern auch an den bewährten Darstellern.
Eigentlich könnte das Leben wunderbar sein für das Sams (ChrisTine Urspruch, die man sonst als Pathologie-Assistentin "Alberich" im Tatort aus Münster kennt) und Herrn Taschenbier (Ulrich Noethen), der sich gerade mit seiner Maschine zur Herstellung von Regenschirmen auf dem Weg in die Selbständigkeit befindet. Als dann noch Herr und Frau Mon (Armin Rohde und Eva Mattes), die besten Freunde der Taschenbiers, nebenan einziehen, scheint das Glück perfekt. Allerdings gibt es da ein klitzekleines Problem: Denn dummerweise gibt es da die Sams-Regel 418, die bald schon ihre Auswirkungen auf den Alltag haben wird: Nach zehn Jahren, zehn Monaten und zehn Tagen muss ein Sams den Menschen verlassen, bei dem es lebt, sonst verwandelt der sich ebenfalls in ein Sams. Und genau das passiert nun; plötzlich wird der bis dahin so menschliche Herr Taschenbier zu einem gefräßigen und vorlauten Wesen, das nichts als Unsinn im Kopf hat und mit seinen verrückten Erfindungen den halben Dachstuhl in die Luft sprengt. Und so steht das Sams schon bald vor der schweren Entscheidung, ob es bleiben und damit Herrn Taschenbiers endgültige Verwandlung verschulden oder aber das geliebte Heim verlassen und in die Sams-Welt zurückkehren soll.

Während andere Kinderfilme bei ihren Fortsetzungen nicht selten gehörig nachlassen – der neueste Teil von Hanni und Nanni legt davon Zeugnis ab – gelingt es dem mittlerweile bewährten Team um Paul Maar und Ulrich Limmer (der den Film sowohl produziert als auch am Drehbuch mitgewirkt hat) sowie den bereits aus den vorherigen Teilen bekannten Darstellern ChrisTine Urspruch und Ulrich Noethen, noch einmal einen Zahn zuzulegen. Vor allem Noethen hat sichtlich Freude an den Möglichkeiten, die ihm die Verwandlung seines Charakters bietet und ist so umwerfend komisch, dass nicht nur kleine Zuschauer, sondern auch die erwachsenen Begleitpersonen ob der Grimassen und wilden Zuckungen des Sams-Aspiranten entzückt sein dürften. Schließlich lebt Herr Taschenbier doch all das aus, was man sich manchmal als Großer wünscht – endlich mal wieder Kind zu sein. Und so kann man erleben, wie der vormals biedere und brave Angestellte Taschenbier einen Bus entführt, in eine Schokoladenfabrik einbricht und schließlich sogar im Knast landet, wo er gegen all die schweren Jungs eine gute (und unglaublich witzige) Figur abgibt.

Sams im Glück ist eine größtenteils gelungene Fortsetzung der bereits schon erfolgreichen Vorgänger, bei der kleinere dramaturgische Schwächen und eine manchmal überbordende Fantasie, die dem puren Klamauk an einigen Stellen recht nahe kommt, durch Witz und Tempo locker wieder wettgemacht werden. Insgesamt also ein durchaus empfehlenswerter Kinderfilm, an dem auch mancher Erwachsene seine Freude haben dürfte. Man darf jetzt schon gespannt sein, ob und wie das Sams in Zukunft über die Leinwand toben wird.

Sams im Glück

Das Sams ist wahrlich im Glück – das gilt nicht nur für den nun folgenden dritten Teil des Kinoabenteuers, sondern auch für die Macher des Kinderabenteuers und damit letztendlich auch für die kleinen (und großen) Fans des vorwitzigen Rotschopfs, die auch an diesem Spaß ihre helle Freude haben werden. Der neueste Streich basiert auf dem mittlerweile siebten Buch des Bamberger Autors Paul Maar, das dieses Mal quasi zeitgleich mit dem Film entstand und damit dezidiert beim Schreiben auf die Unterschiede zwischen Buch und Film einging – so geht crossmediales Erzählen heute.
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Meinungen
hallo<3 · 03.06.2012

is lustig was meint ihr?

cherry · 06.04.2012

sams ist einfach etwas tooooooooooooolllllllllllllleeeeesssss zum lesen

bin ein riesen Faaaaaaaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!................

liebe · 05.04.2012

hallo samms
ich wünsche dir ein schönes oster fest und deinen schauspielern auch in liebe danela

hNNN · 05.04.2012

DAS IND ECHT COOLLE BÜCHER VOM SAMMSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS BIN FENNNNNNNN

Kommentare

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