POD - Es ist hier

POD - Es ist hier

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Geschrei in der Hütte

Eigentlich kann man mit den Zutaten nicht viel falsch machen: Eine Hütte irgendwo im Nirgendwo, ein paar Leute, eine Bedrohung von innen und außen – mehr braucht es für einen Horrorfilm nicht. Damit kann der richtige Regisseur glänzen, wenn er innovative Bilder findet oder den Zuschauer ausreichend zu schockieren vermag. Allerdings müsste dazu auch etwas passieren. Anders als bei POD – Es ist hier.
Marty lebt abgeschieden in einer Hütte in den Wäldern. Seine Geschwister machen sich um ihn Sorgen und planen darum eine Intervention. Sie fahren zu Marty, betreten die Hütte – und die Schreierei beginnt. Denn Marty könnte paranoid sein, glaubt er doch, in seinem Keller einen Außerirdischen zu haben. Aber statt einfach nachzusehen, fangen die Geschwister an, sich gegenseitig anzuschreien.

Das ist, was man von diesem Film mitnimmt. Nicht enden wollendes, irgendwann nur noch nerviges Geschrei, das eine Frage aufkommen lässt: Hätten die Geschwister ihre Probleme vielleicht besser in den Griff bekommen, wenn sie einfach gelernt hätten, wie man miteinander kommuniziert, ohne ins Kreischen zu verfallen? Vermutlich schon, aber dann hätte man wohl auch Schwierigkeiten gehabt, den ohnehin schon kurzen Film auf die Laufzeit von gut 75 Minuten zu strecken. Allerdings hätte es ja immer noch die Möglichkeit gegeben, den Horroraspekt etwas auszubauen.

Denn so, wie sich POD – Es ist hier nun präsentiert, ist kaum etwas hier. Drei Viertel der Laufzeit sind damit verschwendet, dass man einer dysfunktionalen Familie beim Nichtüberwinden ihrer Probleme zusieht. Zugegeben, das könnte spannend sein, aber dafür bräuchte es besser entwickelte Figuren und ein dichteres Skript. So jedoch hat man längst all sein Interesse verloren, wenn das Monster auftaucht – das dann obendrein auch nicht besonders lange zu sehen ist.

Das ist alles in allem sehr enttäuschend, denn man muss dem Streifen zumindest zugestehen, dass es ihm bisweilen gelingt, eine leicht unheimliche Atmosphäre aufzubauen. Die Kameraarbeit ist hier besonders zu nennen, da sie die klaustrophobische Stimmung in der Hütte sehr gut transportiert. Die Schauspieler wären okay, wenn sie mehr zu tun hätten, als sich nur die Lungen aus dem Leib zu schreien.

Spannend ist der Film damit leider gar nicht. Stattdessen zieht er sich sogar trotz der kurzen Laufzeit, die er aufbringen kann. POD – Es ist hier ist Zeitverschwendung. Die der Macher, vor allem aber auch die des Publikums. Wer Hüttenhorror sehen will, der kann zahlreiche bessere Filme finden!

POD - Es ist hier

Eigentlich kann man mit den Zutaten nicht viel falsch machen: Eine Hütte irgendwo im Nirgendwo, ein paar Leute, eine Bedrohung von innen und außen – mehr braucht es für einen Horrorfilm nicht. Damit kann der richtige Regisseur glänzen, wenn er innovative Bilder findet oder den Zuschauer ausreichend zu schockieren vermag. Allerdings müsste dazu auch etwas passieren. Anders als bei „POD – Es ist hier“.
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