My Bloody Valentine 3D

My Bloody Valentine 3D

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Der Remakewahn nimmt kein Ende – was im Falle von My Bloody Valentine 3D auch gut ist. Neuestes Opfer ist der 80er Jahre Teen-Slasher Blutiger Valentinstag. Doch Wes Craven-Stamm-Cutter Patrick Lussiers Remake ist dann doch eigenständig genug, um nicht als bloßer Abklatsch des Originals durchzugehen. Originalität ist zwar auch hier so gut wie nicht vorhanden, doch der Film macht Spaß. Und darum geht es bei Genrefilmen ja schließlich.
Im ruhigen Städtchen Harmony sterben bei einem Grubenunglück vier Männer. Harry Warden, einer der Bergarbeiter, überlebt als einziger, weil er die anderen umbringt, um genug Sauerstoff zu haben. Er flieht aus dem Krankenhaus und metzelt dabei die halbe Intensivstation nieder. Am selben Abend taucht er auf einer Teenie-Party auf und tötet auch hier zahlreiche Menschen. Angeschossen verschwindet er in einem Bergwerksstollen und wird nicht mehr gesehen. Zehn Jahre später kehrt Tom Hanninger (Jensen Ackles), einer der Überlebenden, nach Harmony zurück. Er hat das Bergwerk geerbt und will es nun verkaufen. Die Gemeinde ist wenig begeistert, kostet dieser Verkauf doch unzählige Jobs. Schon kurz nach Toms Rückkehr geht das Töten wieder los: Ein Bergmann schlachtet Unschuldige mit einer Spitzhacke ab. Für den Sheriff (Tom Atkins) ist klar, dass Tom der Täter ist. Dessen Ex und jetzt Axels Frau Sarah (Jaime King) sieht das natürlich anders.

My Bloody Valentine 3D ist in einigen Momenten dann doch origineller als man zu Anfang denkt. Auch sind die Charaktere sympathisch genug, um mit ihnen mitzufiebern. Es gibt zwar diverse Genreeingeständniss (false scares, nackte Haut, usw.) und die Tötungsarten wiederholen sich, was bei einer Spitzhacke zu erwarten ist. Doch Handlung und Kamerarbeit bieten genug Abwechslung, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Hinzu kommt, das My Bloody Valentine 3D eben auch in, nun ja; 3D ist. Die deutsche DVD beinhaltet zwar leider nur diese Fassung – heißt, ohne Brille (die der DVD beiliegt) ist der Film kaum ansehbar weil extrem unscharf – doch das Erlebnis ist schon ein besonderes: Da huschen plastische Schatten am Bildschirm vorbei, fliegen Steine und Spitzhacken auf den Zuschauer zu, haben Räume Tiefe und ragen Schrotflinten aus dem Fernseher heraus… Leider ist das Bild auch trotz Brille nicht immer scharf, doch da sieht man gerne drüber hinweg. Eine interessante Erfahrung ist das 3D-Verfahren allemal.

My Bloody Valentine 3D

Der Remakewahn nimmt kein Ende – was im Falle von „My Bloody Valentine 3D“ auch gut ist. Neuestes Opfer ist der 1980er Jahre Teen-Slasher „Blutiger Valentinstag“. Doch Wes Craven-Stamm-Cutter Patrick Lussiers Remake ist dann doch eigenständig genug, um nicht als bloßer Abklatsch des Originals durchzugehen.
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