Frankenstein's Army

Frankenstein's Army

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Found Footage im Zweiten Weltkrieg

Manchmal ist das Konzept interessanter als das Ergebnis. Das gilt auch für Frankenstein’s Army, der aus Richard Raaphorsts Versuchen, den Nazi-Horrorfilm Worst Case Scenario zu stemmen, hervorging. Mehr als einen Trailer zu Worst Case Scenario gibt es nicht, ein bisschen wünscht man sich, das würde auch für Frankenstein’s Army gelten. Denn in der Zweieinhalbminutenform wirkt der Film deutlich cooler.
Russische Soldaten dringen in ein altes, verfallenes Gebäude ein und begegnen dort monströsen Kreaturen, die halb Mensch, halb Maschine sind. Es handelt sich um die Superkrieger von Dr. Frankenstein, dessen krankes Gehirn die ungeheuerlichsten Gestalten ersonnen hat. Nun braucht er neues Frischfleisch für seine Transformationen – da kommen die Soldaten gerade recht.

Der im März 2012 gedrehte Frankenstein’s Army ist eine Low-Budget-Produktion, die aus den Problemen eine Tugend macht. Das Geld floss offensichtlich in die Effekte. An der Front kann der Film punkten. Die Kreaturen, die hier zu Soldaten gemacht werden, sind bemerkenswert. Wo sonst sieht man schon Gestalten, denen der Kopf fehlt, an dessen Stelle aber Propeller sind?

Davon abgesehen, ist sich der Streifen jedoch uneins. Das Found-Footage-Gewackel irritiert anstatt Spannung aufkommen zu lassen. Selbst der Einfall, das Gehetze durch die labyrinthartigen Gänge wie bei einem Ego-Shooter ausfallen zu lassen, reicht nicht für mehr als einen kurzen Aha-Moment. Im letzten Viertel des Films fühlt man sich dann auch eher an Torture Porn denn an irgendetwas anderes erinnert. Wie Viktor hier am Menschen werkelt, ist harter Tobak. Die dissonante musikalische Untermalung trägt dazu bei, den Film wie einen Angriff auf den Zuschauer wirken zu lassen.

Frankenstein’s Army ist kruder Horror, dem man wegen der Logikschwächen die Hammelbeine langziehen könnte. Die Ambition war da, die Umsetzung wird ihr jedoch nicht gerecht.

Frankenstein's Army

Manchmal ist das Konzept interessanter als das Ergebnis. Das gilt auch für „Frankenstein’s Army“, der aus Richard Raaphorsts Versuchen, den Nazi-Horrorfilm „Worst Case Scenario“ zu stemmen, hervorging. Mehr als einen Trailer zu „Worst Case Scenario“ gibt es nicht, ein bisschen wünscht man sich, das würde auch für „Frankenstein’s Army“ gelten. Denn in der Zweieinhalbminutenform wirkt der Film deutlich cooler.
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