Die vierte Art

Die vierte Art

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Olatunde Osunsamnis Spielfilm über UFO-Entführungen kommt im äußerst schicken 3D-Cover daher und verspricht noch vor dem Vorspann via seiner Hauptdarstellerin Milla Jovovich (Resident Evil 1-3, Das fünfte Element), dass Die vierte Art auf wahren Begebenheiten beruhe. Außerdem bedankt man sich bei den damaligen Augenzeugen, dass man das Original-Footage von einst nutzen durfte. Das Problem ist nur, dass Die vierte Art eine recht nervige Angelegenheit ist, dessen „Original-Footage“ jederzeit als nicht Original zu erkennen ist. Auch basiert hier nichts auf irgendwelchen realen Geschehnissen. Für UFO-Fans und -Gläubige ist der Film dennoch eine unterhaltsame Angelegenheit. Wenn sie es denn schaffen, Zugang zu finden…
Psychologin Abigail hat vor kurzem ihren Mann verloren und versucht, sich wieder in den Alltag einzufinden. Doch das wird nicht leicht, denn die eh schon labile Frau wird plötzlich mit einer Art Massenpsychose konfrontiert. In ihrem kleinen Wohnort Nome kommen immer öfters Menschen zu ihr, die unter Schlaflosigkeit und Angstzuständen leiden. Als Abigail bei einem Patienten mittels Hypnose weiter kommen möchte, bricht der sich die Wirbelsäule. Natürlich glaubt niemand Abigail, dass sie nichts damit zu tun habe, denn das Videoband, das mitgelaufen ist, weist Störungen auf. Und so geht es weiter: Immer wenn etwas bei einer Sitzung passiert (und es gibt noch mehr Hypnosesitzungen!), verschwimmen die Videoaufzeichnungen. Und ohne das es Abigail richtig registriert, holt die Massenpsychose auch sie ein…

Die vierte Art ist eine seltsame Filmerfahrung. Man weiß nie so recht, was das, was man gerade sieht, sein soll. Immer wieder Splitscreens mit Videoaufnahmen (die natürlich „echt“ sind) und dann mit gefilmten Schauspielern (die das „echte“ Videomaterial nachstellen). Oftmals verliert man den Überblick, wer denn nun wer ist und verliert so die Handlung aus den Augen. Die Grundidee ist nicht schlecht, gut gespielt und es gibt ein paar wirklich bedrohliche Schock- und Gänsehautmomente. Aber irgendwann nervt der Humbug, denn man bekommt nie etwas zu sehen, alles wird nur herbeigeredet und nichts geht voran. Und auch die Stimmung in Die vierte Art ist deprimierend, nicht ein Funke Humor oder Hoffnung. Der komplette Film wird von Mila Jovovichs Verzweiflung bestimmt. Wie gesagt; UFO-Fans könnten begeistert sein, alle anderen werden es sich schwer tun. Aber schön, wenn sich gestandene Hollywood-Schwergewichte wie Milla Jovovich auch an kleine, unkonventionelle Projekte wie Die vierte Art wagen. Einen richtig guten Film macht das leider nicht.

Die vierte Art

Olatunde Osunsamnis Spielfilm über UFO-Entführungen kommt im äußerst schicken 3D-Cover daher und verspricht noch vor dem Vorspann via seiner Hauptdarstellerin Milla Jovovich („Resident Evil 1-3“, „Das fünfte Element“), dass „Die vierte Art“ auf wahren Begebenheiten beruhe.
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