Milla Jovovich

Milla Jovovich

Milla Jovovich wurde am 17. Dezember 1975 als Tochter eines serbischen Kinderarztes und der russischen Schauspielerin Galina Jovovich in Kiev in der heutigen Ukraine geboren. Ihre Familie siedelte 1981 in die USA über, wo sie im Alter von neun Jahren ihre Karriere als Model begann. Mit Zwölf wurde sie von dem Fotografen Richard Avedon als eine von Revlons „Unvergesslichsten Frauen der Welt“ gewählt. Seither zierte sie hunderte Titelblätter auf der ganzen Welt, so sah man die beispielsweise in Werbekampagnen von Marken wie Emporio Armani, Donna Karen, DKNY, Celine, P&K oder H&H.

Jovovich gab ihr Schauspieldebüt in dem Disney-Channel-Film Night Train to Kathmandu (1988), und sie hatte Gastauftritte in Married… With Children (Eine schrecklich nette Familie, 1989) – als französische Austauschstudentin –, Paradise (1988) und Parker Lewis Can’t Loose (1990). Ihr erster Spielfilm war Two Moon Junction (Two Moon Junction – Fesseln der Leidenschaft, 1988), anschließend folgte im Alter von 15 Jahren eine Hauptrolle in Return to the Blue Lagoon (Rückkehr zur blauen Lagune, 1991). Neben Christian Slater spielte sie 1992 in Kuffs (Kuffs – Ein Kerl zum Schießen), um anschließend in Sir Richard Attenboroughs Kritikererfolg Chaplin (1992) mit Robert Downey Jr. als zweite Frau der Stummfilmlegende, Mildred Harris, aufzutreten. Zu ihren frühen Filmarbeiten zählt außerdem Richard Linklaters Dazed and Confused (Confusion — Sommer der Ausgeflippten, 1993).

Milla Jovovich hatte ihren endgültigen Durchbruch als Schauspielerin 1997 in Luc Bessons Science-Fiction-Thriller The Fifth Element (Das fünfte Element) mit Bruce Willis. Ihre Darstellung des „perfekten Wesens“, das den Schlüssel besitzt, um das ultimativ Böse von der Zerstörung der Welt abzuhalten, wurde von Fans und der Kritik gleichermaßen gemocht. Darauf folgte eine Rolle als Prostituierte in Spike Lees He Got Game (Spike Lee’s Spiel des Lebens, 1998) mit Denzel Washington. Im Anschluss trat Jovovich in die Fußstapfen von Leinwandlegenden wie Ingrid Bergman und Jean Seberg, um in der Titelrolle von Bessons The Messenger: The Story of Joan of Arc (Johanna von Orleans, 1999) zu spielen, in dem außerdem Dustin Hoffman, John Malkovich und Faye Dunaway mitwirkten.

Danach sah man Jovovich mit Mel Gibson in Wim Wenders’ The Million Dollar Hotel (2000), mit dem die Berlinale eröffnet wurde. Mit Wes Bentley und Sarah Polley agierte sie in The Claim (Das Reich und die Herrlichkeit, 2000) und mit Ben Stiller und Owen Wilson in Stillers Parodie auf die Welt der Models und Mode, Zoolander (2001).

Milla Jovovich einen großen Boxoffice-Erfolg mit dem Actionthriller Resident Evil (2002), den Paul W.S. Anderson nach Vorlage eines Videospiels schrieb und inszenierte. Die Rolle der Zombiekillerin Alice spielte sie anschließend erneut in Resident Evil: Apocalypse (2004). 2004 sah man sie mit Oscar-Gewinner Adrien Brody und Ileana Douglas in dem Spielfilm Dummy (2002), der seine Premiere beim Toronto International Film Festival feierte.

Schon früh ließ Milla Jovovich ihre Stimme ausbilden und nahm Gitarrenunterricht. In jungen Jahren schrieb sie erste Lieder, um sich als Sängerin zu versuchen. Ihr erstes Album, „The Divine Comedy“, veröffentlichte sie 1994.

Milla Jovovic war von 1997 bis 1999 nicht nur beruflich mit dem Regisseur Luc Besson verbunden, sondern auch dessen Ehefrau.

Filmographie — Milla Jovovich (Auswahl)

2011
Faces in the Crowd (Regie: Julien Magnat)
Dirty Girl (Regie: Abe Sylvia)

2010
The Winter Queen (Regie: Fyodor Bondarchuk)
Keep Coming Back (Regie: William H. Macy)
Stone (Regie: John Curran)
Resident Evil: Afterlife (Regie: Paul W.S. Anderson)

2009
The Fourth Kind (Die vierte Art, Regie: Olatunde Osunsanmi)

2008
A Perfect Getaway (Regie: David Twohy)
Palermo Shooting (Regie: Wim Wenders)

2007
Resident Evil: Extinction (Regie: Russell Mulcahy)

2006
.45 (Regie: Gary Lennon)
Ultraviolet (Regie: Kurt Wimmer)

2004
Resident Evil: Apocalypse (Regie: Alexander Witt)

2002
You Stupid Man (Regie: Brian Burns)
Dummy (Regie: Greg Pritikin)
The House on Turk Street (Regie: Bob Rafelson)

2001
Zoolander (Regie: Ben Stiller)

2000
The Claim (Das Reich und die Herrlichkeit, Regie: Michael Winterbottom)
The Million Dollar Hotel (Regie: Wim Wenders)

1999
The Messenger: The Story of Joan of Arc (Johanna von Orleans, Regie: Luc Besson)

1998
He Got Game (Spike Lee’s Spiel des Lebens, Regie: Spike Lee)

1997
The Fifth Element (Das fünfte Element, Regie: Luc Besson)

1993
Dazed and Confused (Confusion – Sommer der Ausgeflippten, Regie: Richard Linklater)

1992
Chaplin (Regie: Richard Attenborough)
Kuffs (Kuffs – Ein Kerl zum Schießen, Regie: Bruce A. Evans)

1991
Return to the Blue Lagoon (Rückkehr zur blauen Lagune, Regie: William A. Graham)

1988
The Night Train to Kathmandu (TV) (Regie: Robert Wiemer)
Two Moon Junction (Fesseln der Leidenschaft, Regie: Zalman King)
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