Cyrano von Bergerac

Cyrano von Bergerac

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Freitag, 26. Dezember 2008, 3sat, 16:00 Uhr

Wer hier noch zweifelt, dem sei versichert, auch wenn er anfangs albern kichert: Nicht dröge Schönheit ist´s, die überzeugt; es ist der Geist, dem sich das sehnend Herze beugt! In diesem Film, dem edlen Stück, führt erst das Dichterwort zum Liebesglück. Cyrano von Bergerac / Cyrano de Bergerac, den mancher bereits kennen mag, erzielte fleißig die besten Preise an die dreißig. Oscar, BAFTA, Cannes, César – mit Depardieu als großem Star, der alle Male besser reimt als es in diesen Zeilen keimt, denn was den Film so wohlig macht, ist seiner Verse kluge Pracht. Der Stoff stammt von Edmond Rostand (1869-1918), der fürs Theater Text erfand; ganz trefflich wird hier präsentiert, was der Franzose einst kreiert.
Der Meisterfechter Cyrano (Gérard Depardieu) – mit Worten ficht er ebenso – verfällt ganz heftig seiner Base, doch schämt er sich der Riesennase, die permanent sein Antlitz ziert und Freund wie Feind gern irritiert. Roxane (Anne Brochet) heißt die schöne Maid, die leider einen Andren feit. Geliefert hat ihn Cyrano, denn Christian (Vincent Perez) sprach allzu roh, so lieh der Dichter ihm die Kunst und erntete die Liebesgunst. Roxane ahnt nichts von dem Treiben, ganz bang muss sie zu Hause bleiben als Christian im Krieg agiert und sie durch seine Briefe rührt, die Cyrano verfasst und bringt, auch wenn er mit der Trauer ringt, dass er nur Freund, nicht Liebster ist und diese Schmerzen nie vergisst. Als Christian der Tod ereilt, Roxane trist im Kloster weilt, und treu umgibt sie Monsieur Nase in dieser schweren Lebensphase. Die Jahre ziehen rasch vorbei, noch immer ist Roxane frei, und eines Tages kommt ans Licht, was ihr zuletzt das Herze bricht: Der Vetter liebt sie heiß und innig, nur war sie einem Andren willig, der keins der holden Worte fand, die sie entflammten, mit Verstand. Doch spät kommt dies Erwachen jetzt, denn Cyrano ist stark verletzt…

Liebe, Poesie und Leid – selten trafen sie voll Freud so den Nerv der Liebe Geist, der hier ganz schlicht Verzückung heißt. Alleine schon der Verse wegen – seid bei diesem Stück zugegen!

Cyrano von Bergerac

Wer hier noch zweifelt, dem sei versichert, auch wenn er anfangs albern kichert: Nicht dröge Schönheit ist´s, die überzeugt; es ist der Geist, dem sich das sehnend Herze beugt!
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Meinungen
zensurberater · 13.02.2011

Ich finde diesen film inspirierend.
Er weißt geniale Verse auf und ist somit ehrenhafter Vertreter der Prosa.
Zwar ist es schade leere Worte in Reimform in mancherlei Werken vorzufinden,dennoch beweist unser diesr Film,dass es auch anders geht.
Ein Film,der Gefühle in Worte bindet.
Ein Meisterwerk

libellenflug · 10.01.2009

der mann heutzutage hat nur noch dumme spruche drauf, ist doch wahr! mehr cyranos for alle! mehr geist in der liebe!

peter skoda · 27.12.2008

superklasse!!! lohnt sich immer wieder einmal! witzige idee mal in reimen die kritik zu schreiben! 1+ von mir!!

helvetia · 22.12.2008

lol! unbedingt sehen!! ganz toller filmklassiker mit niveau. wie sich das schicksal manchmal richtet, auch hier nicht schlecht gedichtet!

Kommentare

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