Cyrano von Bergerac

Freitag, 26. Dezember 2008, 3sat, 16:00 Uhr

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Der Meisterfechter Cyrano (Gérard Depardieu) – mit Worten ficht er ebenso – verfällt ganz heftig seiner Base, doch schämt er sich der Riesennase, die permanent sein Antlitz ziert und Freund wie Feind gern irritiert. Roxane (Anne Brochet) heißt die schöne Maid, die leider einen Andren feit. Geliefert hat ihn Cyrano, denn Christian (Vincent Perez) sprach allzu roh, so lieh der Dichter ihm die Kunst und erntete die Liebesgunst. Roxane ahnt nichts von dem Treiben, ganz bang muss sie zu Hause bleiben als Christian im Krieg agiert und sie durch seine Briefe rührt, die Cyrano verfasst und bringt, auch wenn er mit der Trauer ringt, dass er nur Freund, nicht Liebster ist und diese Schmerzen nie vergisst. Als Christian der Tod ereilt, Roxane trist im Kloster weilt, und treu umgibt sie Monsieur Nase in dieser schweren Lebensphase. Die Jahre ziehen rasch vorbei, noch immer ist Roxane frei, und eines Tages kommt ans Licht, was ihr zuletzt das Herze bricht: Der Vetter liebt sie heiß und innig, nur war sie einem Andren willig, der keins der holden Worte fand, die sie entflammten, mit Verstand. Doch spät kommt dies Erwachen jetzt, denn Cyrano ist stark verletzt...

Liebe, Poesie und Leid – selten trafen sie voll Freud so den Nerv der Liebe Geist, der hier ganz schlicht Verzückung heißt. Alleine schon der Verse wegen – seid bei diesem Stück zugegen!

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/cyrano-von-bergerac