The Beach House (2019)

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Ein Horrorfilm von ungeahnter Aktualität: Bereits vor der Corona-Pandemie drehte Jeffrey A. Brown sein Spielfilmdebüt „The Beach House“, in dem ein junges Paar während eines Urlaubs von einem mysteriösen, aus dem Wasser kommenden Erreger bedroht wird.

The Beach House (2019)

Eine Filmkritik von Christopher Diekhaus

Schwer greifbare Gefahr

Als Jeffrey A. Brown den Dreh zu seinem Spielfilmdebüt „The Beach House“ anging, hätte er sich gewiss nicht träumen lassen, welche Brisanz in seiner Schauergeschichte stecken würde. Bereits im Herbst 2019 feierte das minimalistische, mit wenigen Personen und Schauplätzen auskommende Werk seine Uraufführung und wirkte damals „bloß“ wie eine stilsicher in Szene gesetzte Melange aus kosmischem Lovecraft-Grauen, dem mit David Cronenberg verbundenen Body-Horror und John Carpenters „The Fog – Nebel des Grauens“. Heute, da die Corona-Pandemie die Welt in Atem hält, bekommt Browns von einem seltsamen Erreger handelnder Erstling eine zusätzliche beunruhigende Note.

 

Alles beginnt mit geheimnisvollen Unterwasserbildern. Aus einer Felsformation quellen seltsame dunkle Wolken hervor. Etwas Unheimliches ist im Anmarsch und bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg an die Oberfläche. Als Nächstes lernen wir das junge Paar Emily (Liana Liberato) und Randall (Noah Le Gros) kennen, das im Strandhaus seines Vaters eine entspannte Zeit verbringen will. Schon kurz nach ihrer Ankunft müssen die beiden jedoch feststellen, dass sich noch zwei andere Gäste in dem Feriendomizil aufhalten. Die Eheleute Jane (Maryann Nagel) und Mitch (Jake Weber), alte Freunde von Randalls Familie, begrüßen die Neuankömmlinge mit offenen Armen. Und schnell ist man sich einig, dass auch für vier Menschen ausreichend Platz vorhanden sei. Auf ein Abendessen mit kleinen ernsten Zwischentönen folgt ein gemeinsamer Marihuana-Trip. Nur wenig später tauchen überall in der Umgebung des Hauses leuchtende Mikroben und ein dichter Nebel auf. Am nächsten Morgen ist schließlich nichts mehr wie zuvor.

Wenn Emily zu Beginn anmerkt, dass die Nachbarschaft verwaist sei und sie den Strand für sich allein hätten, wähnt man sich schon in einem dieser stumpfsinnigen Junge-Leute-fahren-in-die-Wildnis-und-erleben-dort-das-Grauen-Schocker. Tatsächlich fühlt man sich zunächst ein wenig an Eli Roths derbes Kinodebüt Cabin Fever erinnert, in dem ein fleischfressender Virus einige College-Studenten befällt. Bis es in The Beach House zu gruselig-blutigen Impressionen kommt, dauert es allerdings eine ganze Weile. Brown, der auch das Drehbuch verfasste, gibt der Einführung seiner Figuren Raum, lässt anklingen, dass es zwischen Emily und Randall gekriselt hat, und nimmt sich Zeit für die Begegnung mit Jane und Mitch, die noch gravierendere Sorgen mit sich herumschleppen.

In einem anderen, auf Knalleffekte ausgelegten Film würde das Zusammentreffen mit dem älteren Pärchen sicher schnell in ein feindseliges Belauern umschlagen. Hier tun sich während der abendlichen Mahlzeit hingegen nur kleine generationsbedingte Unterschiede auf. Bei dieser Gelegenheit erfährt das Publikum übrigens auch, dass Emily – anders als ihr orientierungsloser Freund – klare Zukunftspläne hat. Wie es der Zufall will, möchte sie Astrobiologie studieren und die Evolution erforschen. In ihren kurzen Erklärungen über die Wunder des Lebens schwingt im Wissen um die heranmarschierende Bedrohung aus dem Wasser bereits etwas Unbehagen mit. 

Mithilfe flirrender Bilder und einer diffus bedrohlichen Musikuntermalung erzeugt der Debütregisseur eine eigentümlich außerweltliche Gruselatmosphäre, trägt dabei aber erfreulicherweise nicht zu dick auf. Ein Schlachtfest, wie es im oben erwähnten Cabin Fever losbricht, entfesselt The Beach House nicht. Irgendwann nimmt die Gefahr jedoch etwas konkretere Formen an, was zu einigen ebenso bizarren wie ekligen Schauermomenten führt. Wie Emily zum Beispiel ihren verletzten Fuß verarztet, dürfte zartbesaitete Zuschauer verstören.

Viel verrät der Film nicht über die sonderbaren Erreger, die in der zweiten Hälfte mit Elementen des Zombie-Subgenres verbunden werden. Hier und da blitzt allerdings Kritik am Raubbau auf, den der Mensch an der Natur betreibt. Ein Vergehen, für das er nun womöglich büßen muss. Die ökologischen Überlegungen hätte man raffinierter in die Handlung integrieren können. Und in der letzten Viertelstunde wirkt das Geschehen etwas fahrig. Diese Mängel ändern jedoch nichts daran, dass der schmal budgetierte Horrorstreifen intensiver ausfällt als viele mit Effektsalven um sich schießende Großproduktionen. Aus etwas Kleinem kann sehr wohl Aufregendes entstehen.

The Beach House (2019)

Die Reise eines Liebespaares wird zu einem Überlebenstrip, als sich einige unerwartete Gäste zeigen, die Anzeichen einer mysteriösen Infektion aufweisen.

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Meinungen
Bobo · 25.10.2020

Der größte müll den ich je gesehen habe, schreibe sonst nie eine Kritik im Internet, aber der film... ich hab keine Worte, kaum Zusammenhänge, eklige Szenen die den "Film" als Horror kategorisieren und 88 min verschwendete Zeit die Ich lieber für was sinnvolleres investiert hätte. Ne glatte 6 von Film

Hubert · 25.10.2020

Das war einer der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe! Ich habe anhand von diversen Interpretationen versucht dem Film etwas Positives abzugewinnen, aber es ist mir nicht gelungen, ich weiß nicht, was sich der Regisseur dabei gedacht hat....

Elke · 24.10.2020

Der größte Mist seit langem. Wollte nach 10 min schon gehen

Anonym · 24.10.2020

Der schlimmste Film aller Zeiten! Respekt an den Regisseur 👏

Jenny · 23.10.2020

Da freut man sich ins Kino zu gehen und sieht so einen grotten schlechten Film!!!!! Dafür bezahlt man auch noch Geld :-(

Kalle · 22.10.2020

Der größte Shit, den ich je gesehen habe. Ich bedauer es, dafür gezahlt zu haben

Julian · 20.10.2020

Heute in der Sneak gesehen. Was ein scheiß. Schade um die Zeit

Kommentare

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