Michel Gondry

Michel Gondry

Das Drehbuch für Michel Gondrys ersten Spielfilm, die exzentrische Komödie Human Nature – Die Krone der Schöpfung (Human Nature, 2001), stammte von Charlie Kaufman, nach dessen Skript auch sein zweiter Kinofilm Vergiss mein nicht! — Eternal Sunshine of the Spotless Mind (2004) entstand.

Gondrys außergewöhnlichen Ideen und Kreativität, die er zunächst als Regisseur von Musikvideos und Werbespots zeigte, erregten früh Aufmerksamkeit. Zu Gondrys bemerkenswerten Musikclips zählen Fell in Love with a Girl, das für die White Stripes entstand und wegweisend Lego-Animation verwendete und bei den MTV Video Music Awards Preise abräumte. Außerdem inszenierte Gondry für Steriogram den Clip Walkie Talkie Man, der die Band im Studio und der Umgebung von Los Angeles zeigte. Eingebettet ist die Geschichte in ein Milieu, das komplett von dem Motiv Wolle geprägt wurde.

Einer der ersten von ihm inszenierten Werbespots war Drugstore, der für Levi’s entstand. Der Clip gewann den Goldenen Löwen, den Hauptpreis beim Werbefilmfestval in Cannes, und ist im Guinness Buch der Rekorde als der am meisten ausgezeichnete Werbespot aller Zeiten aufgeführt. Andere bekannte Commercials von Gondry sind Mermaids, wiederum für Levi’s, der bei den Clio Awards eine Silbermedaille und in Cannes eine Bronzemedaille gewann, sowie Smarienburg, eine Auftragsproduktion für Smirnoff, die in Cannes und bei den Clio Awards mit Goldmedaillen prämiert wurde.

Sein Einstieg als Regisseur gelang Michel Gondry noch während seines Grafik-Studiums an einer französischen Kunstschule, als er Musikvideos für die Band Oui Oui zu inszenieren begann, der er als Drummer auch selbst angehörte. Die Erfolge dieser Clips erregten die Aufmerksamkeit anderer französischer Bands, und es dauerte nicht lange, bis Gondry auch international zu arbeiten begann.

1993 lernte er die Sängerin Björk kennen und es entstand eine seiner längsten, kreativsten und erfolgreichsten Arbeitsbeziehungen mit einem Künstler. Ihre erste Gemeinschaftsproduktion, das Video zu Human Behaviour, gewann alle großen Preise der Musikvideo-Szene. Danach inszenierte Gondry noch fünf weitere Videos für Björk, darunter auch Joga und Bachelorette.

2006 stellte Michel Gondry gleich zwei Filme auf der Berlinale vor. Sein Spielfilm The Science of Sleep lief im Wettbewerb und Dave Chappelles Block Party war in der Sektion Panorama zu sehen.

Filmographie — Michel Gondry (Auswahl)

2010
The Green Hornet

2009
L’épine dans le coeur (The Thorn in the Heart)
The Flight of the Conchords — Unnatural Love (TV)

2008
Be Kind Rewind (Abgedreht)
Tôkyô! (Segment: Hiroko & Akira in Tokyo)

2006
The Science of Sleep

2005
Dave Chappelles Block Party

2004
Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Vergiss mein nicht! — Eternal Sunshine of the Spotless Mind)

2001
Human Nature (Die Krone der Schöpfung — Human Nature)
Bild zu Kidding (TV-Serie)
Kidding (TV-Serie) - Bild 1
Film

Kidding (TV-Serie, 2018)

In Michel Gondrys Serie Kidding spielt Jim Carrey einen Mann namens Jeff (aka Mr. Pickles), der als Star im Kinderfernsehen ein Held für viele seiner kleinen Zuschauer ist. Doch als seine eigene Familie implodiert, zeigt sich, dass kein Märchen und kein noch so guter Ratschlag einer Puppe seinen […]
Kritik

The Work of Michel Gondry

In der Reihe bemerkenswerter DVDs über Videoclip-Regisseure nimmt die Reihe des Directors Label eine absolute Sonderstellung ein, denn mit der Line-up Spike Jonze, Chris Cunningham und Michel Gondry sind hier die innovativsten Meister ihres Fachs versammelt. Von den dreien gilt Michel Gondry, dessen […]