Vergiss mein nicht! – Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Vergiss mein nicht! – Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Die seltsamen Wendungen der Liebe

Am Anfang stand die fixe Idee eines Freundes des Regisseurs Michel Gondry, des Künstlers Pierre Bismuth. Wie wäre es, so fragte er sich, wenn man eines Morgens eine Postkarte im Briefkasten vorfände mit der Aufschrift: "You have been erased from someone's memory."? Gondry gefiel die reichlich absurde Ausgangssituation so sehr, dass er sie dem Drehbuchautoren Charlie Kaufman vorstellte, der mit Being John Malkovich und Adaption bereits sein Faible für ungewöhnliche Geschichten unter Beweis gestellt hat. Herausgekommen ist dabei ein überraschend anrührender und leiser Film über die Absurditäten der Liebe.

Das Unternehmen Lacuna Inc. bietet eine Dienstleistung der ganz besonderen Art an: Mit Hilfe eines schmerzfreien Verfahrens lassen sich unliebsame Erinnerungen vollständig und nahezu ohne Nebenwirkungen aus dem Gehirn jedes einzelnen Menschen ausradieren. Ideal für den stillen und schüchternen Joel Barish (Jim Carrey), der nur noch eines im Kopf hat – er will seine verflossene Liebe Clementine (Kate Winslet) ein für allemal vergessen. Doch als während des Eingriffs zuerst alle Erinnerungen an die Zeit mit Clementine ins Gedächtnis gerufen werden, rebelliert Joels Unterbewusstsein gegen den Akt der Auslöschung. Und als sich Joel schließlich nach dem Eingriff abermals in genau die gleiche Frau verliebt, ist klar, dass nichts auf der Welt es schaffen kann, dass er diese Frau wieder aus dem Kopf kriegt.

Genussvoll spielen Michel Gondry, der bislang vor allem als Regisseur von Aufsehen erregenden Videoclips in Erscheinung trat, und sein Autor mit den Erwartungen und Gewohnheiten der Zuschauer, um diese Stück für Stück von der Chronologie und stringenten Logik konventioneller Filme weg und in die eigene Welt von Vergiss mein nicht! hinein zu manövrieren. Sie etablieren mittels Vor- und Rückblenden, Verschachtelungen und Zeitsprüngen eine komplizierte, der quasi Realität enthobene Raum-Zeit, deren Logik und Struktur sich dem Zuschauer erst nach einer Weile erschließt. Doch wer sich diesem anfänglichen Verwirrspiel nicht entzieht, den erwartet im Kern eine seltsam anrührende, bewegende und witzige Love Story der etwas anderen Art, ein Feuerwerk der absurden Einfälle und Wendungen.

Vergiss mein nicht! – Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Am Anfang stand die fixe Idee eines Freundes des Regisseurs Michel Gondry, des Künstlers Pierre Bismuth. Wie wäre es, so fragte er sich, wenn man eine Postkarte vorfände mit der Aufschrift: You have been erased from someone's memory.

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