Ihre beeindruckende Darstellung als Vergewaltigungsopfer in Angeklagt (1988) sowie die Rolle als Special Agent Clarice Starling in dem Thriller Das Schweigen der Lämmer (1991) brachten Jodie Foster zwei Oscars als Beste Darstellerin sowie die Reputation als eine der besten Schauspielerinnen ihrer Generation ein.

Ihre erste Oscar-Nominierung bekam Foster allerdings bereits mit 14 für ihre Darstellung in Taxi Driver (1976).

2005 spielte Foster in dem Thriller Flightplan (2005) und hatte eine Cameo-Rolle in Jean-Pierre Jeunets fanzösischsprachigem Film Mathilde – Eine große Liebe (2004). Zuvor war sie in David Finchers Boxoffice-Hit Panic Room (2002) sowie in der Titelrolle von Anna und der König (1999) unter der Regie von Andy Tenant zu sehen.

Insgesamt trat sie in fast 40 Foster bisher Filmen auf, darunter in Contact (1997), inszeniert von Robert Zemeckis; in Nell(1994), an der Seite von Liam Neeson; in der Komödie Maverick (1994) neben Mel Gibson und James Garner sowie in dem romantischen Drama Sommersby (1993) mit Richard Gere als Partner.

Weitere ihrer Filme sind Woody Allens Komödie Schatten und Nebel (1992); Mary Lamberts Siesta ((1987) an der Seite von Ellen Barkin und Five Corners (1987). Zu ihren früheren Filmen gehören Tom Sawyer (1973), Disneys Ein ganz verrückter Freitag (1982), Adrian Lynes Foxes (1980), Tony Richardsons Hotel New Hampshire (1984) sowie Claude Chabrols Le sang des autres (1984), in dem die sprachbegabte Foster ihre Dialoge in Französisch sprach.

Ihre Karriere begann sie bereits im Alter von drei Jahren, als sie in TV-Werbespots auftrat. Danach spielte sie feste Rollen in einer Anzahl von TV-Serien. Ihr Spielfilmdebüt gab sie mit acht Jahren in Flucht in die Wildnis (1970).

Es war jedoch ihre Rolle in Alice lebt hier nicht mehr (1975), mit der sie die Aufmerksamkeit der Zuschauer gewann, und die zu ihrer kraftvollen Darstellung des Straßenmädchens in Martin Scorseses Taxi Driver (1976) führte. Die Kritiker überschlugen sich – und Jodie Foster genoss weltweite Anerkennung.

1976 war sie gleich in vier Filmen zu sehen: Bugsy Malone, Echoes of Summer, Das Mädchen am Ende der Straße und Taxi Driver, die alle beim Cannes Film Festival präsentiert wurden.

Aber nicht nur die Schauspielerei ist ihre Passion. Ihr Filmregiedebüt gab sie 1991 mit dem hochgelobten Film Das Wunderkind Tate, in dem sie auch mitspielte. 1995 inszenierte sie ihren zweiten Film, Familienfest und andere Schwierigkeiten, mit Holly Hunter, Anne Bancroft und Robert Downey, Jr.

Foster gründete 1992 Egg Pictures, eine Produktionsgesellschaft, die 1994 den Film Nell produzierte. Für ihre Rolle bekam sie eine Oscar-Nominierung als Beste Darstellerin. Mit Egg Pictures drehte und produzierte sie zahlreiche Filme, bis sie die Firma 2001 auflöste.

Jodie Foster wurde am 19. November 1962 in Los Angeles geboren. 1985 machte sie trotz ihrer Filmkarriere ihren Abschluss mit Auszeichnungen in Literatur an der Universität von Yale. Jodie Foster hat 2 Söhne, Charles und Kit.

Jodie Foster — Filmographie (Auswahl)

2010
The Beaver

2009
Motherhood (Regie: Katherine Dieckmann)

2008
Nim’s Island (Insel der Abenteuer, Regie: Jennifer Flackett, Mark Levin)

2007
The Brave One (Regie: Neil Jordan)

2006
Inside Man (Regie: Spike Lee)

2005
Flightplan (Regie: Robert Schwentke)

2004
Un long dimanche de fiançailles (Mathilde – Eine große Liebe, Regie: Jean-Pierre Jeunet)

2002
Panic Room (Regie: David Fincher)

1999
Anna and the King (Anna und der König, Regie: Andy Tenant)

1997
Contact (Regie: Robert Zemeckis)

1995
Home for the Holidays (Familienfest und andere Schwierigkeiten)

1994
Nell
Maverick (Regie: Richard Donner)

1993
Sommersby (Regie: Jon Amiel)

1992
Shadows and Fog (Schatten und Nebel, Regie: Woody Allen)

1991
Little Man Tate (Das Wunderkind Tate)
The Silence of the Lambs (Das Schweigen der Lämmer, Regie: Jonathan Demme)

1988
The Accused (Angeklagt, Regie: Jonathan Kaplan)

1987
Five Corners (Regie: Tony Bill)
Siesta (Regie: Mary Lambert)

1984
Le sang des autres (Regie: Claude Chabrol)
Hotel New Hampshire (Regie: Tony Richardson)

1982
Freaky Friday (Ein ganz verrückter Freitag, Regie: Gary Nelson)

1980
Foxes (Regie: Adrian Lyne)

1976
Bugsy Malone (Regie: Alan Parker)
Echoes of Summer (Regie: Don Taylor)
The Little Girl Who Lives Down the Lane (Das Mädchen am Ende der Straße, Regie: Nicolas Gessner)
Taxi Driver (Regie: Martin Scorsese)

1975
Alice Doesn’t Live Here Anymore (Alice lebt hier nicht mehr, Regie: Martin Scorsese)

1973
Tom Sawyer (Regie: Don Taylor)
Film

Black Mirror (TV-Serie, 2011)

Die T-Serie, die quasi aus dem Stand zu einem Kultklassiker wurde, erkundet die nahe Zukunft und welche zwiespältige Rolle technische Gerätschaften darin spielen werden.
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