James Mangold

James Mangold

In den letzten 10 Jahren hat James Mangold sechs Kinofilme geschrieben und inszeniert. Dabei versuchte er sich erfolgreich an einer großen Vielfalt von Genres. Sieben Jahre lang bereitete Mangold mit Cathy Konrad, seiner Produzentin, Geschäftspartnerin und Ehefrau, unter dem Banner der gemeinsamen Produktionsgesellschaft Tree/Line Film das Projekt Walk The Line (2005), ein Biopic über den Country-Sänger Johnny Cash, vor. Die sorgfältige Vorbereitung sollte sich auszahlen. Walk The Line wurde 2006 für 5 Oscars in den Kategorien Beste Hauptdarstellerin (Reese Witherspoon), Bester Hauptdarsteller (Joaquin Phoenix), Bester Schnitt, Bestes Kostüm und Bester Ton nominiert.

Vor Walk The Line inszenierte Mangold den psychologischen Thriller Identity (Identitität – Identity, 2003), in dem John Cusack, Amanda Peet, Ray Liotta, Clea Du Vall und Alfred Molina Reisende spielten, die nach einem Sturm gemeinsam in einem Motel stranden. Bei seinem US-Start erreichte der Thriller am ersten Wochenende die Spitze der Charts und spielte schließlich weltweit über 90 Millionen Dollar ein. Zwei Jahre zuvor war Mangold Ko-Autor und Regisseur von Kate & Leopold (Kate und Leopold, 2001), einer mit Meg Ryan, Hugh Jackman, Liev Schreiber und Bradley Whitford besetzten Hommage an die romantischen Komödien und Fantasien der Vierziger- und Fünfzigerjahre, die Mangold bewundert.

1999 schrieb und inszenierte Mangold das Drama Girl, Interrupted (Durchgeknallt, 1999) eine Adaption eines autobiographischen Romans über eine Frau die in den Sechzigerjahren 2 Jahre in einer Nervenheilanstalt verbrachte. Auch dieser Film war von einem starken Ensemble geprägt, das Winona Ryder, Brittany Murphy, Whoopi Goldberg, Clea DuVall, Vanessa Redgrave und Angelina Jolie umfasste, die für ihre Rolle mit dem Oscar als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. Wiederum zwei Jahre vor diesem Erfolg verfilmte Mangold sein Originaldrehbuch zu Cop Land (1997). Cop Land war ein moderner Western vor der urbanen Kulisse von New Jersey, in dem Sylvester Stallone, Robert De Niro, Harvey Keitel und Ray Liotta die zentralen Rollen übernahmen.

Mangolds nahezu wortloses Regiedebüt Heavy (Liebeshunger, 1995) wurde von der Kritik hoch gelobt. Beim Schreiben des Drehbuchs unterstützte und betreute ihn Milos Forman. Seine Uraufführung feierte der Film beim Sundance Film Festival. Er gewann dort den Jurypreis für die Beste Regie und wurde schließlich zum Filmfestival von Cannes in die Quinzaine des Réalisateurs eingeladen.

Mangold wurde 1964 in New York geboren und studierte am das California Institute of the Arts mit einem Abschluss im Fach Film und Schauspiel Nachdem er eine Reihe von studentischen Kurzfilmen gedreht hatte, schloss er mit Disney einen Vertrag als Drehbuchautor und Regisseur ab. Er schrieb dort einen Fernsehfilm und das Drehbuch zu George Scribners Oliver & Company (Oliver und Co., 1988).

Mangold, lebt mit seiner Frau Cathy Konrad, die all seine Filme produziert, in Los Angeles.

Filmographie — James Mangold

2010
Knight and Day

2007
3:10 to Yuma (Todeszug nach Yuma)

2005
Walk The Line

2003
Identity (Identity — Identität)

2001
Kate & Leopold (Kate und Leopold)

1999
Girl, Interrupted (Durchgeknallt)

1997
Cop Land

1995
Heavy (Liebeshunger)
Walk The Line - DVD-Cover
Walk The Line - DVD-Cover
Kritik

Walk the Line (2005)

Er war so etwas wie der schwarze Prinz der Country-Music, ihr Held und ihr Märtyrer, ihr Pate und ihr Hoher Priester – Johnny Cash. Seine Karriere ist scheinbar prototypisch für die Karrieren wirklich großer Musiker in den USA: Aus einfachsten Verhältnissen kommend, spielte sich ein zorniger junger […]
Bild zu LeMans 66: Gegen jede Chance von James Mangold
LeMans 66: Gegen jede Chance von James Mangold - Filmbild 1
Kritik

Le Mans 66: Gegen jede Chance (2019)

Zwei Dickschädel, ein legendäres Rennen und ein Autobauer, der im Grunde keine Chance hat – das sind die Einzelteile, aus denen James Mangold seinen neuesten Film zusammenschraubt. Eine benzingetränkte Männerfreundschaft mit einigen Überraschungen.