Gael Garcia Bernal

Gael Garcia Bernal

Der aus einer Schauspielerfamilie stammende Gael García Bernal wurde am 30. November 1978 in Guadalajara, Mexiko geboren. Er studierte Schauspiel an der Central School of Speech and Drama in London aufgenommen.

Seinen Durchbruch als ernsthafter Darsteller erlebte er im Jahr 2000 mit Alejandro González Inárritus international gefeiertem Amores perros (Hundeliebe), auf den nicht nur eine Einladung als Laudator bei der Oscar-Verleihung 2003 folgte, sondern auch zahlreiche Filmangebote aus Mexiko, Spanien und Großbritannien.

Für seine Titelrolle in Carlos Carreras El crimen del Padre Amaro (Die Versuchung des Padre Amaro, 2002), wurde dem Schauspieler die Exkommunikation aus der katholischen Kirche angedroht, da der Vatikan in diesem Film eine manifeste Verunglimpfung der katholischen Kirche in Mittel- und Südamerika sah. Die Drohung wurde allerdings nicht realisiert. El crimen del padre Amaro wurde zum größten nationalen Box-Office-Hit Mexikos nach der Jahrtausendwende.

Oft hat Bernal Rollen gespielt, die ihm ein gehöriges Maß an professioneller Schamlosigkeit abverlangten, sei es um nackt vor der Kamera zu agieren, sei es um sich attraktiv zu verkleiden, wie in Pedro Almodóvars La mala educación (La mala educación — Schlechte Erziehung). Die Kinosaison 2004 bereicherte Gael Garcia Bernal neben der Hauptrolle in Pedro Almodóvars La Mala educación mit der Verkörperung des jungen Che Guevara in Walter Salles The Motorcycle Diaries (Die Reise des jungen Che).

2006 war er in Deutschland in Michel Gondrys Science of Sleep zu sehen sowie erneut in einem Film von Alejandro González Inárritu, Babel.

Im folgenden Jahr war Gael Garcia Bernal Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale.

Filmographie — Gael Garcia Bernal (Auswahl)

2010
Pedro Paramo (Regie: Mateo Gil)
También la lluvia (Even the Rain, Regie: Icíar Bollaín)
Earthbound (Regie: Nicole Kassell)
Letters to Juliet (Briefe an Julia, Regie: Gary Winick)

2009
The Limits of Control (Regie: Jim Jarmusch)
Mammoth (Mammut, Regie: Lukas Moodysson)

2008
Blindness (Die Stadt der Blinden, Regie: Fernando Meirelles)

2007
Déficit (Regie: Gael García Bernal)
Rudo y Cursi (Rudo and Cursi, Regie: Carlos Cuarón)
El Pasado (Regie: Hector Babenco)

2006
The Science of Sleep (Science of Sleep — Anleitung zum Träumen, Regie: Michel Gondry)
Babel (Regie: Alejandro González Inárritu)
Soy tu fan (TV) (Regie: Álvaro Hernández)

2005
The King (Regie: James Marsh)

2004
The Motorcycle Diaries (Die Reise des jungen Che, Regie: Walter Salles)
La mala educación (La mala educación – Schlechte Erziehung, Regie: Pedro Almodovár)

2003
Dreaming of Julia (Regie: Juan Gerard)
Dot the I (Regie: Matthew Parkhill)

2002
El crimen del padre Amaro (Die Versuchung des Padre Amaro, Regie: Carlos Carrera)
I’m with Lucy (Regie: Jon Sherman)
Fidel (TV) (Regie: David Attwood)

2001
Y tu mamá también (Regie: Alfonso Cuarón)
El ojo en la nuca (Regie: Rodrigo Plá)
Vidas privadas (Regie: Fito Páez)

2000
Amores perros (Hundeliebe, Regie: Alejandro González Inárritu)
Cerebro (Regie: Andrés León Becker)

1996
De tripas, corazón (Regie: Antonio Urrutia)
Bild zu Ema von Pablo Larraín
Ema von Pablo Larraín - Filmbild 1
Kritik

Ema (2019)

Kaum ein Film in Venedig traut sich so viel wie „Ema“ von Pablo Larraín. Es ist eine Vertrauensübung mit dem Zuschauer und was der aushalten muss! Nämlich wie großartig Mariana Di Girolamo ihre Hauptrolle spielt.
Bild zu It Must Be Heaven von Elia Suleiman
It Must Be Heaven von Elia Suleiman - Filmbild 1
Kritik

Vom Gießen des Zitronenbaums (2019)

Der palästinensische Filmemacher Elai Suleiman bzw. dessen filmisches Alter ego irrt durch die Absurditäten des Alltags und treibt durch die Welt als stiller Beobachter in Stile eines Jacques Tati oder Buster Keaton.