The Devil's Tomb

The Devil's Tomb

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

In schöner Regelmäßigkeit wird auf Erden ein Krieg ausgetragen, in dem es mindestens um das Fortbestehen der Menschheit, wenn nicht des ganzen Universums geht. Im Film zumindest. In The Devil’s Tomb, Jason Connerys zweitem Spielfilm, geht es diesmal „nur“ um die Menschheit. Puh, Glück gehabt. Das Cuba Gooding Jr. in solch einem deftigen Splatterfeuerwerk mitmacht, bestätigt nur wieder einerseits, dass der Oscar-Gewinner die A-Liga längst verlassen hat. Andererseits ist The Devil’s Tomb einer der besseren Genrevertreter.
Der Söldnertrupp um Mack (Cuba Gooding Jr., Jerry Maguire) wird von CIA-Agentin Elissa Cardell (Valerie Cruz) für einen Sonderauftrag ausgewählt. Irgendwo in der Wüste ist der Kontakt zu einer, tief unter der Erdoberfläche befindlichen, Ausgrabungsstätte abgerissen. Das Team soll darunter, nachsehen, ob Dr. Wesley (Ron Pearlman, Hellboy) noch lebt und diesen gegebenenfalls retten. Was die Männer und Frauen dort unten erwartet, ist dann alles andere als normal: Leichen, entstellte Überlebende, die sich äußerst seltsam benehmen und eine mächtig große Überraschung. Schnell stellt sich raus, dass der Trip ein Himmelfahrtskommando ist.

Abgesehen von ein paar inhaltlichen Schwächen, wie zum Beispiel dem ausgereizten Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip, unterhält The Devil’s Tomb den Genrefreund vorzüglich. Mit Blut und Schmodder wird nicht gegeizt, die Story treibt zügig voran und ist spannend und unterhaltsam genug, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das die Besetzung mit einigen hochkarätigen Namen wie dem erwähnten, routiniert aufspielenden Ron Pearlman, dem hysterischen Rockmusiker Henry Rollins, Ray Winstone aus Indiana Jones 4 oder Zack Ward (Transformers, diverse Uwe Boll-Filme) aufwartet, ist sicherlich ein weiterer Pluspunkt. Na ja, und Cuba Gooding Jr. eben. Der macht seinen Job absolut glaubwürdig, doch es ist natürlich schade, wie dieser Schauspieler mittlerweile abgestiegen ist. Einige Rollenpatzer wie Instinct, der unsägliche Chill Factor (der ja auch gleich die Karriere von Screams-Skeet Ulrich ruinert hat) und Boat Trip und schon geht’s bergab. Nicht zu vergessen sein nervender Koch in Pearl Harbor. Ob man ihn leiden kann oder nicht; ein paar weniger B- und C-Movies würden einiges richten. Wenns nicht schon zu spät ist.

The Devil’s Tomb ist ein überdurchschnittlicher Genrebeitrag. Man merkt dem temporeichen Film an, das hinter wie vor der Kamera Profis arbeiten. Da sieht man gerne über kleinere Klischees hinweg. Sean Connerys Sohn Jason kann also auch endlich seine stagnierende direct-to-video-Schauspielkarriere an den Nagel hängen und sich als Regisseur auf solche Filme konzentrieren.

The Devil's Tomb

In schöner Regelmäßigkeit wird auf Erden ein Krieg ausgetragen, in dem es mindestens um das Fortbestehen der Menschheit, wenn nicht des ganzen Universums geht. Im Film zumindest. „In The Devil’s Tomb“, Jason Connerys zweitem Spielfilm, geht es diesmal „nur“ um die Menschheit.
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