Hypothermia - The Coldest Prey (2010)

Hypothermia - The Coldest Prey (2010)

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Der Schrecken aus dem vereisten See

Larry Fessendens Firma Glass Eye Pix produziert kleine, meist recht ansehnliche Horrorfilme. Man arbeitet mit kleinem Budget, weswegen ein ökonomischer Dreh ebenso wie ein solches Drehbuch zwangsläufig notwendig sind. Darum hat auch Hypothermia — The Coldest Prey eine überschaubare Laufzeit von 72 Minuten, inklusive gut fünf Minuten Vor- und Abspann. Der Vorteil: Überflüssiges Fett hat dieser Film nicht.

Ray (Michael Rooker) und seine Familie machen Urlaub. Eisfischen ist angesagt, doch an ihrem ersten Tag will einfach kein Fisch beißen. Bei Steve (Don Wood) und seinem Sohn sieht es nicht anders aus. Als sie unter der Eisschicht ein riesiges Tier sehen, schließen sie daraus, dass dieses alle Fische gefressen hat. Nun wollen sie das Monstrum erlegen, doch ahnen sie nicht, mit was für einer Kreatur sie es zu tun haben.

Hypothermia ist eine zweischneidige Angelegenheit. Zu gefallen weiß der Film durch eine phantastische Kameraarbeit, die die trostlose Kälte bestens einfängt und durch einen zurückhaltenden, aber eindringlichen Score akzentuiert wird. Interessant ist er auch, weil er die Figuren trotz geringer Möglichkeiten differenziert gestaltet. Der Kontrast zwischen der bodenständigen Familie und dem auf High-Tech-Angelausrüstung setzenden Vater-Sohn-Gespann ist überzeugend dargeboten.

Einen Wermutstropfen gibt es in dieser winterlichen Version von Der Schrecken vom Amazonas aber doch: das Amphibienmonster. Hier zeigt sich das minimale Budget, das für nicht mehr als einen Mann im Gummi-Anzug gereicht hat. Schnelle Schnitte und Farbveränderungen am Filmmaterial können nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies ein ausgesprochen billiges Monster ist, das in keiner Sekunde überzeugen kann. Es erinnert an die Fischmenschen aus Sergio Martinos Insel der neuen Monster. Nur sahen die Monster dort, immerhin mehr als 30 Jahre früher, authentischer aus. Das Monster-Design ist die große Schwäche von Hypothermia. Aber: Sie ist nicht dergestalt, dass der Film in sich kollabieren würde.

Was bestens funktioniert, ist die Idee, die Protagonisten in einer Hütte auf dem Eis gefangen zu halten, während das Monster im Dunkel der Nacht verschwindet. Das Setting ist neu und ungewöhnlich, die Schauspieler agieren überzeugend und die Spannungskurve stimmt, Gummimonster hin oder her.
 

Hypothermia - The Coldest Prey (2010)

Larry Fessendens Firma Glass Eye Pix produziert kleine, meist recht ansehnliche Horrorfilme. Man arbeitet mit kleinem Budget, weswegen ein ökonomischer Dreh ebenso wie ein solches Drehbuch zwangsläufig notwendig sind. Darum hat auch „Hypothermia — The Coldest Prey“ eine überschaubare Laufzeit von 72 Minuten, inklusive gut fünf Minuten Vor- und Abspann. Der Vorteil: Überflüssiges Fett hat dieser Film nicht.

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