Just Don’t Think I’ll Scream (2019)

Just Don’t Think I’ll Scream (2019)

Der Bilderstrom ist endlos, eng getaktet folgen kurze Ausschnitte aus Hunderten von Spielfilmen aufeinander. Sie illustrieren über die gesamte Dauer dieses Found-Footage-Essays eine tagebuchartige Erzählung des Filmemachers aus dem Off, die den Zeitraum von April bis Oktober 2016 umfasst und ebenfalls in schnellem Tempo vorgetragen wird. Nach der Trennung von seinem Partner, mit dem er sich vor Jahren an einem abgelegenen Ort im Elsass niedergelassen hatte, lebt er dort isoliert, ohne Auto, ohne Arbeit, ohne Perspektive. Es geht um dieses Einsiedlerdasein, um Depression und Panikattacken, um seine Obsession, Unmengen von Filmen anzuschauen, die Heil und Fluch zugleich ist, um das Sterben des Vaters, den Besuch von Filmemacherfreunden aus Portugal, die Terroranschläge in Nizza, den Tod von Prince, Sinn oder Unsinn von Aktivismus, Filmarbeit in der 1. Person Singular, die Flüchtlinge im Mittelmeer und das Entrümpeln der Wohnung vor dem geplanten Umzug nach Paris, der ihn Licht am Ende des Tunnels sehen lässt. Die rasante Montage von Bildern und Off-Text verbindet persönliche Krise und Weltgeschehen und wird so zum Dokument einer Lebensphase und einer Zeit im Ausnahmezustand.

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