Gernot Roll

Gernot Roll

Als versierter Kameramann und Regisseur ist Gernot Roll ein Urgestein des Medienschaffens in der Bundesrepublik. Geboren wurde Roll am 9. April 1939 in Dresden. Seit 1964 hinter dem Sucher, hat der Director of Photography in unzähligen Kinofilmen, Fernsehspielen und Werbeclips die Kamera geführt. Dabei weist Roll ein breit gefächertes Genrespektrum in seiner Arbeit aus, wie die Zusammenarbeit mit so unterschiedlichen Regisseuren wie Edgar Reitz, Wolfgang Becker, Peter Keglevic, Nico Hofmann, Sönke Wortmann, Peter Sehr, Bernd Eichinger oder Heinrich Breloer aufzeigt.

Herausragende Kameraarbeiten in seiner bisherigen Tätigkeit sind die erste und zweite Staffel von Edgar Reitz TV-Kultserie Heimat (1979 bis 1984 bzw. 1988 bis 1992), Mit meinen heißen Tränen – Franz Schuberts letzte Lebensjahre (1985, Regie: Fritz Lehner), Welcome in Vienna (1985, Regie: Axel Corti), Wildfeuer (1990, Regie: Joe Baier), Kaspar Hauser (1991, Regie: Peter Sehr), Kleine Haie (1991, Regie: Sönke Wortmann), Meine Tochter gehört mir (1992, Regie: Vivian Naefe), Krücke (1993, Regie: Jörg Grünler), Der bewegte Mann (1994, Regie: Sönke Wortmann), Jenseits der Stille (1995, Regie: Caroline Link), Das Mädchen Rosemarie (1996, Regie: Bernd Eichinger), Rossini (1996, Regie: Helmut Dietl), Die Manns – Ein Jahrhundertroman (1998 bis 2000, Regie: Heinrich Breloer), der deutsche Oscar-Preisträgerfilm Nirgendwo in Afrika (2001, Regie: Caroline Link) sowie zuletzt das Bio-Pic Speer und Er (2005, Regie: Heinrich Breloer).

In dem international produzierten TV-Dreiteiler Radetzkymarsch übernahm Roll im Jahr 1994 erstmals die Regie (zusammen mit Axel Corti), die er bei den Komödien Ballermann 6 (1997, Regie zusammen mit Tom Gerhardt), ’Ne Günstige Gelegenheit (1999) mit Armin Rohde, Tach, Herr Doktor (1999, Regie zusammen mit Gerd Dudenhöffer), Trenck – Zwei Herzen gegen die Krone (2002) und Pura Vida Ibiza (2004) fortsetzte.

Rolls hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter gleich sechs Mal den Adolf-Grimme-Preis in Gold für Heimat, Mit meinen heißen Tränen, Welcome in Vienna, Radetzkymarsch und Die Manns – Ein Jahrhundertroman. Ferner bekam er insgesamt drei Mal den Deutschen Filmpreis zwei Deutsche Kamerapreise sowie den „Ehrenkameramann, den Bayerischen Filmpreis und den Bayerischen Fernsehpreis.

Filmographie — Gernot Roll (Regie)

2008
Männersache

2006
Der Räuber Hotzenplotz

2004
Pura Vida Ibiza

2003
Trenck — Zwei Herzen gegen die Krone (TV)

1999
‚Ne günstige Gelegenheit
Tach, Herr Doktor

1997
Ballermann 6

1995
Radetzkymarsch (TV)
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