M (2018)

M (2018)

In Jiddisch gedreht, bewegt sich im Herzen von Bnei Berak, der Welthauptstadt der Haredim, der ultraorthodoxen Juden, der «Gottesfürchtigen» auf Hebräisch. In dieser Stadt wuchs Menahem Lang auf. Er ist bekannt für seine Freundlichkeit, seine Strebsamkeit in der Talmudschule und vor allem für seine «goldene» Stimme, die aus ihm einen angesehenen Vorsänger liturgischer Gesänge machte. Als er zwanzig war, brach er mit diesem seinem religiösen Leben und zog nach Tel Aviv. Das Kind mit dem hellen Lachen hütete ein dunkles Geheimnis: Über Jahre wurde er von Mitgliedern derselben Gemeinde, die ihn verehrte, vergewaltigt. Menahem gelingt es, die Tür zu dieser verbotenen Welt zu öffnen. Es ist eine Rückkehr an die Schauplätze der Missetaten, aber auch an Orte, die er geliebt hatte, ein initiatorischer Weg, entlang dessen sich unglaubliche Begegnungen vollziehen, Rituale wiederentdeckt werden, Versöhnung gefunden wird. Wie von einem Magneten angezogen, outen sich jene, die dasselbe erlebt haben wie er. Sie wagen darüber zu sprechen, verlieren die Angst vor dem «gal-gal» – vor jenem Teufelskreis, der seit eh und je die Vergewaltigten wieder zu Vergewaltigern macht.

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